Waldhonig Erfahrungen 2023

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  • Feuchtwarm ist wohl das beste Wetter. Die z.b. Tanne/Fichte muss ja erstmal austreiben bevor sich die Laus daruber macht. Ich würde mal darauf tippen, dass Naturbau eher nicht zu empfehlen wäre. Hab aber mal wieder keine Ahnung von. ;)

    Gruß Holger

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  • Hallo, Leute:


    Melizitose und Naturbau und Melitherm. Interessante Kombination.

    Wie nun? Melizitosehonig geht per Schleuder nicht raus.

    Schneller drehen. Naturbauwabe bricht, aber Honig geht immer noch nicht aus den Zellen.

    Noch schneller drehen. Waben mitvMittelwänden brechen auch

    Der Honig geht immer noch nicht raus.

    Und jetzt? Kommen jetzt die Wabenbrocken ins Melitherm? Mit oder ohne Rähmchen.


    Genug des Blödsinns!


    Mittelwände sind dicker als die Bienen sie machen wenn sie sie selber bauen.

    Deswegen sind Waben mit Mittelwänden stabiler als Naturbauwaben. Altbekannte Sache

    (Habs selber nie probiert und weiss nicht, wieviel das ausmacht, kenne aber die Empfindlichkei der

    Naturgebauten Drohnenwaben.)


    Für den Melezitosehonig, den man rauskriegt, ist natürlich das Melitherm sehr gut.

    Wärmeschrank und dann feiner Siebsack geht auch.

    Ich mache mir die Mühe, Melezitosehonig umtragen zu lassen.

    Aber nicht durch Einhängen einzelner Waben ins Brutnest, wie ich auch schon gehört habe, sondern oben drauf in einer Auslutschzarge.

    (Eine Wortneuschöpfung, die von meinem Bienenlehrling und mir eingeführt worden ist. Eine Normale Zarge, die einen Glasdeckel bekommt, damit es darin hell ist. Zwischen Volk u Auslutschzarge kommt ein dünner Deckel mit gut 10 cm langem, 1 cm breitem

    Querschlitz. Durch den kommen die Bienen hoch, aber wenig Licht runter.)


    So aufgebaut, lutschen sie alles aus. Bei Melizitosehonig und kristallisiertem Winterzucker brauchen

    sie unbedingt Wasser dazu. EInsprühen ist nötig. Öfter.


    Glasdeckel muss unbedingt beschattet werden, sonst ist keine Auslutschzarge, sondern ein Sonnenwachsschmelzer.

    Ich empfehle, ein paar Zargen zu bauen, deren hintere Wand verglast ist. Soviel Glas reicht und die normale Abdeckung bleibt verwendbar. Hab ich auch.

    Will mir aber noch ein paar Neue machen, die mindestens 3 cm höher sind. Hab immer was zum mitreinschmeissen, wie Deckelwachs oder Wildbau.

    Zu den Mittelwänden noch was:

    Ich verwende sie - aus eigenem Wachs - auch, weil ich den Bienen helfen will.

    Durch Abdeckeln und Schleudern beschädige ich laufend Waben und deswegen müssen sie laufend mehr Wachs produzieren, als natürlicherweise.

    Und ich schmelze ein nach meinem Gusto, Warte nicht ab, bis wirklich überalterte Waben von den Bienen aufgegeben und den Motten überlassen werden.

    Nein, ich verlange Neubau. Und dabei helfe ich mit Mittelwänden, deren Wachsüberfluss bekanntlich von den Bienen genutzt wird, indem sie durch einfaches Umformenn Zellwände daraus machen.


    So, jetzt ist die Mittelwandgeschichte auch mal raus. Fand diesen Aspekt immerschon unterrepräsentiert.


    Dass sich die Auslutscherei, ob bei Melizetosehonig oder altem Winterzucker lohnt, will ich nicht behaupten. Man kann sich das einbilden, wenn man die Arbeitstunden nicht aufschreibt.

    Ich tue es auch, um die Waben zu retten. Nehme aktuell gern die grade erst ausgelutschten unbebrüteten Zuckerwaben für die Honigräume. Das sind pro Volk 2, 3, oder 4 Stück.

    Vom Melezitosehonig kann man, wenn man die halb ausgeschleuderten Waben gleich zum

    Auslutschen aufsetzt, und das Wetter mitmacht, zum Ende des Jahres, das halbe Gewicht schleudern. Und dann stehen auch die Honigwaben alle wieder zur Verfügung.


    Gibt übrigens klasse Waldhonig.


    Ich hoffe, das hilft Euch ein bisschen weiter.


    Gruss RS

  • Lustiger Faden...

    Um Augsburg rum ist die Wahrscheinlichkeit für Melezitose, tatsächlich relativ hoch.

    Aber hier geht ziemlich viel durcheinander. Wenn es Waldhonig gibt, alles kein Problem, schleudern und fertig. Wenn Mele, dann mal mit jemandem der das schon mal gemacht hat anschauen, sonst ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er im Ausguss landet.

    Er schmeckt hervorragend und ist ein toller Honig, wäre schade drum.

  • Bei mir gings letztes Jahr mit Naturbau gut raus, grosse,Zellen und Messerentdeckelung.

    Allerdings mit Selbstwendeschleuder und kein extremer Melizithosehonig, gibt ja verschiedene Laeusen, deswegen die Frage.

    Aber tlw. Schleudern und umtragen lassen ist eine Möglichkeit.

    Mehrere kaputte Waben waeren schlecht.

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  • Hallo, Imker J!


    Ich kann nicht gut umgehen mit dem Tablett und Bilder ins Forum rüberziehen und verschicken hab ich nicht drauf.


    Diese Zwischendeckel sind nur ein zargengrosses Sperrholz - Hartfaser von alter Schrankrückwand oder was Anderes ginge auch.

    Den Schlitz für den Aufstieg habe ich im hinteren Bereich, also fluglochfern.

    6 bis 7 cm von hinten, quer zu den Waben, gut 10 cm lang, damit 3 Wabengassen drunter sind.


    Die Zarge ist eine normale. Als Glas nehme ich, was ich habe. Wegen Bruchgefaht am Liebsten Plexiglas aber auch jedes andere. Hab auch ein Stück altes Drahtglas. Mit Struktur. Darfs ruhig sein. Nur gefärbtes nehme ich nicht, schwächt das Licht ab.


    Ich habe falzlose Zargen. Drum lässt sich das alles so simpel aufeinanderlegen.

    Noch was hab ich: Verschieden hohe, zargengrosse Rahmen, die ich auf den Zwischenboden lege, damit die Zarge höher kommt. Die dünnsten sind nur 6 mm. Ohne einen solchen stehen die eingehängten Waben gradeso auf dem Zwischenboden auf. Oder auch nicht, jedenfalls hängen sie nur halbwegs.

    Stören tut mich, dass ich ohne solchen Rahmen beim Wechseln der Waben darunter Bienen zerdrücke.

    Habe von diesen Rahmen auch 4 cm hohe. Die verwende ich, wenn Deckelwachs auszulutschen ist.

    Es gehört ein Lochblech dazu.

    Sieht dann, nach dem Schleudern, so aus:

    Auf dem Volk dieser dünne Zwischenboden oder Zwischendeckel mit Aufstiegsschlitz.

    Darauf ein 4 cm hoher Rahmen.

    Darauf das Lochblech mit reichlich Löchern von mindestens 10 mm Durchmesser.

    Darauf noch ein 4 cm Rahmen

    Darauf die Zarge.


    Deckelwachs oder Wabenbruch oder Wildbau mit Honig wird max 4 cm dick, aufs Lochblech glegt.

    Dann werden ausgeschleuderte Waben, gegebenenfalls solche mit Melizetose in die Zarge gehängt.

    Glasdeckel drauf

    Abstandsklötze drauf.

    Beschattung drauf.

    (Als Abstandsklötze für die Beschattung habe ich grade auch 1 kg Joghurteimerchen im Einsatz. Geht gut. Leicht, platzsparend durch ineinanderstecken, und

    kratzen nicht am Glas.)


    Funktioniert dann so:

    Die Bienen kommen auf den Zwischendeckel in den 4 cm hohen Raum unter dem Lochblech.

    Sie bearbeiten dann das was da drauf liegt von unten und von oben.

    Dabei fällt das ausgelutschte Wachs durch die Löcher in kleinen Bröckchen runter auf den Zwischendeckel. Dabei wird neues honighaltiges Wachs zugänglich usw.

    Natürlich bleibt auch einiges oben auf dem Lochblech liegen. Das aber gut ausgelutscht. Es hilft den Bienen, dass beim rumwühlen im Deckelwachs immer was davon runterfällt und damit aus dem Weg ist .

    Natürlich gehen auch von Anfang an Bienen an die oben eingehängten Waben.

    Und: Nur etwa 5 Waben mit Abständen dazwischen, einhängen, sonst wird es dazwischen zu dunkel. Dann fangen sie, wenn Du Pech hast, an, diese Waben da oben normal zu bewirtschaften, anstatt sie auszuräumen.

    Darfst keinen der 3 Fehler machen, die da wären:

    Zwischendeckel weglassen

    Kein Glas, kein Licht da oben. (Was am Licht ist, ist Beute und wird geholt)

    Waben zu eng einhängen. (Wieder zuwenig Licht)


    Gruss RS


    Ps. Wie schonmal: dass sich das alles lohnt, habe ich nicht versprochen. Ich machs trotzdem.

    Hab keinen Deckelwachsschmelzer.

  • Diese Zwischendeckel sind nur ein zargengrosses Sperrholz - Hartfaser von alter Schrankrückwand oder was Anderes ginge auch.

    ...

    Darauf die Zarge.

    Warum nicht gleich eine Futterzarge, und den Aufstieg offen lassen? - Hat man eh da. Und muss nicht basteln. - Da kann man auch alles lose Zeug reinpacken. :/

  • für das lose Zeug geht natürlich die Futterzarge, aber es war ursprünglich von Melizitosehonigwaben die Rede, und im Moment sind Winterfutterwaben mit Zuckerecken aktuell, die, zumindest ich, jetzt noch leeren lasse, um sie für Honigräume zur Verfügung zu haben und sie nicht aufheben zu müssen.

    Ich nehme das in diesen Tagen auch gerne als Reizfütterung. Vielleicht tut es gut.

    Immerhin ist es so kalt geworden, dass sie kaum fliegen und es sollte doch was reinkommen, damit die Legetätigkeit nicht zurückgeht.

    Weils grade angeschnitten ist, für die Anfänger:

    Die Stimmung im Volk und damit die Legetätigkeit wird kaum vom Futtervorrat beeinflusst, sondern davon, ob grade was reinkommt oder nicht.

    Will man Völker hochkriegen, muss man ihnen Futter geben, geben, geben.

    Wieviel sie schon haben ist in diesem Zusammenhang egal.

    Wenn sie vom Futtervorrat zehren müssen, geht die Legetätigkeit zurück, siehe Herbst.

    Aber nicht nur im Herbst.

    Gruss RS

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