Bienenstich während der Schwangerschaft

  • Ich habe erst im letzten Sommer angefangen zu imkern. Gegen die Stiche bin ich immer weniger empfindlich geworden, außer im Gesicht, also bin ich wohl nicht allergisch. Jetzt habe ich allerdings folgende Frage: Ist ein Bienenstich während der Schwangerschaft gefährlicher, womöglich gefährlich für das Baby?

  • Hallo Petra,


    falls es, wie üblich, nur zu einer lokalen Hautreaktion kommt, besteht meiner Meinung nach kein Grund zur Sorge. Da Bienengift nicht wie Schlangengift über die Blutbahn im Körper verteilt wird, stellt sich auch die Frage nicht, ob der Kreislauf des Ungeboren vom Bienengift erreicht wird.


    Es sind, soweit ich das einschätzen kann, auch nur Fälle bekannt, wo als Folge von Bienen- oder Wespenstichen Überreaktionen auftraten, die dann die Ursache für Komplikationen waren. Von gesteigerter und deshalb gefählicher Empfindlichkeit gegen Stiche während der Schwangerschaft, habe ich noch nicht gehört.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Petra!
    Ich rate Dir Deine Blutwerte (inkl. Säurewert) und die Leberwerte messen zu lassen.
    Diese Werte sollten mit dem begleitenden Artz abgestimmt werden, damit es nicht zu einer Stoffwechselreaktion zwischen Mutter und Kind kommt.
    Fall der Arzt keine Bedenken hat sind "vorbeugend" Nahrungsmittel mit Calzium sinnvoll, weil diese im Fallen eines Stiches den "Säureschub" reduzieren helfen.
    Gruß
    Klaus Bäuerlein, Abenberg 8)

    Herzliche Grüße aus Abenberg
    von Klaus Bäuerlein

  • Hallo Petra,


    "Ferndiagnosen" wird dir kein gewissenhafter Arzt oder Heilpraktiker anzubieten wagen.
    Rede mit dem Arzt deines Vertrauens, dann entscheide.
    Und dann wünschen wir dir alles erdenklich Gute ...
    Und, falls Du dich nicht für einen Namen entscheiden kannst, dann machen wir hier ne Abstimmung im Forum ... :wink:

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo!
    Meine Frau ist während der Schwangerschaft einmal von einer Biene gestochen worden. Da es schon vor der Schwangerschaft keine allergischen Reaktionen gab, sind wir nicht gleich zum Arzt. Der Hausarzt bestätigte diese Entscheidung später auch als ok. Falls du einen Namen brauchst - ich würde Ambrosius für einen Buben vorschlagen (bei mir wurde es ein Mädchen...)
    Schöne Grüße
    L.

  • Hallo Petra,


    ich hatte dir ja geschrieben, dass ich mit meiner Frau (Hebamme) einmal darüber spreche. Es gibt wohl zwei Dinge, auf die geachtet werden muß: 1. Gefahren, die durch eine allergische Reaktion auftreten können. Und: 2. eine toxische Reaktion, mit eventuellen langfristigen Folgen.


    Sie habe aber noch nie gehört, dass es zu Komplikationen aufgrund eines Bienenstichs gekommen ist, außer natürlich bei einem anaphylaktischen Schock der Mutter. Ob zur Frage einer toxischen Reaktion für das ungeborene Baby nach einem Bienenstich überhaupt schon jemals geforscht worden ist, war ihr nicht bekannt. Es gibt ja immerhin noch die sog. Plazentaschranke. Um letzte Zweifel zu zerstreuen, empfiehlt sie aber, diese Frage einem Toxikologen einer medizinischen Fakultät zu stellen, wenn die Frauenärztin/arzt darüber keine Auskunft geben kann.


    Viele Grüße auch an die Jungimkerin in spe Melissa
    Christoph