• Hallo Imkerkollegen


    Im Netz ist bei der Stiftung Warentest der lang erwartete Honigtest veröffentlicht worden.


    Er ist einsehbar bei:


    http://www.warentest.de/


    dort besteht auch die Möglichkeite den Test als PDF-Datei zu laden


    Mit imkerlichen Grüßen


    Reinhard

  • Gestern war in den Hauptnachrichten des ZDF (19.00h) ein ausführlicher Bericht dazu. Der Eindruck, der vermittelt worden ist, war katastrophal. Zunächst wurde als Aufmacher ein Honigglas gezeigt (kein DIB-Glas) allerdings mit DIB-Etikett. Der Bericht war sehr undifferenziert. Denn er zeigte nicht, daß ausschließlich nichtdeutsche Honige durchgefallen sind. Heute las ich dann im meiner Tageszeitung, daß in deutschen Honigen keine Rückstände gefunden worden sind.


    Die Nachrichten im ZDF hinterließen bei einem unbedarften Zuschauer den Eindruck, alle Honige seien belastet und selbst Bio-Honige seien zum Verzehr nicht geeignet.


    Mein Vorschlag: Jede Rückmeldung an die Nachrichtenredaktion des ZDF wirkt, als ob einige tausend Zuschauer geschrieben hätten. Wir sollten uns eine derartige Berichterstattung nicht gefallen lassen. Also schreibt, bis die Finger Wund sind!


    Viele Grüße
    Christoph

  • Lieber Christoph,
    hast du schon mal Deinen Honig auf Rückstände von Pflanzenschutz-
    mitteln untersuchen lassen? Ich würde hier den Ball etwas flacher halten
    und nicht die Medien, sondern die Verursacher (BASF und Bayer AG)
    angreifen.


    Liebe Grüsse
    Heinrich

  • Hallo Heinrich
    du hast recht, wenn du sagst, dass wir die Verursacher angreifen sollten, aber ich finde es nicht ok, wie die Medien die sache Darstellen, nämlich dass ALLE Honige, einschlieslich der Deutschen, nicht geniesbar seien.
    Das sieht finde ich so aus, als würde die halbe Wahrheit weggelassen, um die Sachen noch schlimmer aussehen zu lassen, da nur schockierende Nachrichten die Zuschauer interresieren und den Fernsehsendern nur die Einschaltquoten wichtig sind...

  • Hallo Heinrich,


    um dich zu beruhigen: Habe meinen Honig testen lassen, und das Testergebnis bekommen alle Kunden zu sehen! Aber was soll diese merkwürdige Frage. Mir ging es um die falsche Berichterstattung im ZDF, die durch das Ergebnis der Stiftung Warentest nicht gedeckt ist. Genau damit erleiden die Imker Schaden, die sich besonders um eine besondere Honigqualität bemühen (z.B. keine Medikament) und ihren Honig (z.B. im Rahmen der Honigprämierungen) auf Pflanzenschutzmittel testen lassen.


    Nicht nur die Produzenten sind an dem Desaster mit verantwortlich. Gartenbesitzer, Obstbauern, Landwirte und natürlich auch der Gesetzgeber, der die Produktion und Anwendung zuläßt. Außerdem gibt es Imker (weltweit), die mit merkwürdigen Betriebsweisen zum schlechten Image der Zunft beitragen.


    Nach der Fernsehmeldung haben mich viele Bekannte angesprochen und nachgefragt. Deshalb kann ich allen nur raten, ihren Honig testen zu lassen, und alle sind anschließend zu frieden: Kunden und Imker.


    Viele Grüße
    Christoph

  • Liebe Imker,
     
    Honigtests sind fragwürdig. Nur was gesucht wird, kann auch gefunden werden! Und Honigtestzertifikate sind außerdem nicht fälschungssicher. Ein Honigtest spricht immer nur exakt für das eine getestete Glas Honig, über die "restlich Produktion" und den Zukauf sagt er nichts, wird aber sehr gerne so hingestellt. Wenn die DIB-Testergebnisse vorliegen ist der Honig oft schon ausverkauft. Das Testergebnis hat aber mit dem gerade erzeugten Honig, in Betracht der eingetragenen Inhaltsstoffe nicht viel zu tun. Honig den der DIB als "nichtverkehrsfähig" einstuft ist also längt in Verkehr.


    Wer in landwirtschaftlichen Flächen steht, weis längst, daß mal Mais und mal Raps neben seinen Bienen aufgehen. Was nützt da ein Zertifikat vom letzten Jahr, daß im Honig keine Pflanzenschutzmittel waren, wenn draußen gerade Sonnenblumen gedrillt werden?


    Ganz nebenbei: Gab es irgendwelche Rückrufe oder Sanktionen nach dem Honigtest? :D

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Honig-Test-Gestresste,


    zur Abwechslung mal eine gute Nachricht über Honig


    < http://www.wissenschaft.de/wissen/news/239408.html >


    und besonders über dunklen Honig


    < http://www.wissenschaft.de/wissen/news/153280.html >

    Mit freundlichen Grüßen
    Frieder


    ____________________


    Der Bienenstaat gleicht einem Zauberbrunnen;
    je mehr man daraus schöpft, desto reicher fließt er (K.v.Frisch)


    Es irrt der Mensch, solang er strebt (J.W.v.G.)

  • Hallo Leute


    Was kostet so eine Honiguntersuchung ungefair , und wie lange dauert es , bis man das Ergebnis kriegt ? .
    Pro Eimer 1gläs zur Untersuchung ?.
    Ich weis von mir aus , das mein Honig A1 okay ist *nur biologisch behandelt*. dennoch will ich mich absichern , um auch den Kunden schriftlich was vorzulegen .


    Marc

  • Hallo Fleischer,
    was ist das für eine Einrichtung oder Institut in Erlangen? Wird die
    Uni-Hohenheim auch mit Forschungsgeldern von Bayer AG unter-
    stützt? Nach welcher Methode werden dort die Analysen gemacht?


    Aus reiner Neugier
    Heinrich

  • Marc schrieb:

    Hallo Leute


    Was kostet so eine Honiguntersuchung ungefair , und wie lange dauert es , bis man das Ergebnis kriegt ? .
    Pro Eimer 1gläs zur Untersuchung ?.
    Ich weis von mir aus , das mein Honig A1 okay ist *nur biologisch behandelt*. dennoch will ich mich absichern , um auch den Kunden schriftlich was vorzulegen .


    Marc


    Hallo Marc,
    =============================================
    31.03.2004 Förderanträge "Honig und Wachs"
    Termin für die Rücksendung der Anträge ist der 30. Juni 2004. Den Anträgen ist die Rechnung und eine Kopie des Kontoauszuges als Zahlungsbeweis beizufügen. Bankstempel wie „Auftrag angenommen oder erhalten“ oder Selbststempler sind kein Zahlungsbeweis. Wenn die Bank auf der Rechnung bestätigt „Überweisung ausgeführt“ ist die Kopie des Kontoauszuges nicht notwendig.
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    Die Untersuchung kostet mich in Bayern aufgrund der gezahlten Zuschüsse ungefähr 15 + - 5 €, habe mir aber die letzte selbst bezahlt, da ich die Frist nicht eingehalten habe. Wenn du den Honig nicht untersuchen lässt (Nicht die Rückstandsuntersuchung), darfst du kein Sortenetikett führen, sonst machst du dich strafbar! Wenn man Wert legt auf eine saubere Imkerei legt, sollte man seinen Honig untersuchen lassen. Genau die Imker, die beim Honigpreis kräftig hinlangen, lassen nicht untersuchen, weil es 50 € oder 100 Mark kostet oder hat man Angst vor den Untersuchungsergebnis? In meiner Imkerei wir der Honig jedes Jahr zur Untersuchung eingeschickt, ein Jahr auf Qualität und das andere Jahr auf Rückstände ohne beim Honigpreis zu drehen, das sollte man dem Honigkunden schuldig sein.


    http://www.honigmayerhofer.de/honigunters_2003.htm