Bienenausgleich im Frühjahr

  • Hallo zusammen,


    ich würde gerne in diesem Jahr die Methode des Ausgleichens der Bienenmenge im Frühjahr versuchen, wie es Bruder Adam beschreibt.


    Dazu die Frage:


    Er schreibt, daß er Bienen (auch Flugbienen) und Brut von einem Volk in das andere setzt, um gleich starke Völker zu erhalten.


    Was ich nicht verstehe, ist: Ist das keine Gefahr für die Königinn des Volkes, in das umgesetzt wird ? Ich dachte , daß Fremdbienen (vor allem Flugbienen) da ziemlich gefährlich für fremde Königinnen sein können ?
    Oder habe ich da etwas falsch verstanden ?


    Viele Grüße


    buchneria

  • Hallo Buchneria,


    soweit ich weiß, kann man im März die Völker ausgleichen, da der Bezug zur Königin angeblich noch nicht so stark ist. Die Königinnen selbst dürfen natürlich nicht zusammen kommen.
    Beschrieben wird auch die Möglichkeit die Völker folgendermaßen auszugleichen.
    Das schwache Volk einem starken über Absperrgitter aufsetzen. Das untere Volk wärmt das obere. Hat er Schwächling Brut, werden Ammenbienen des starken Volkes angelockt, dadurch wird die Legeleistung der oberen Königin angeregt und so weiter. Nach ca. 4-5 Wochen sollen die Völker wieder getrennt werden. Hört sich in der Theorie gut an, habs aber noch nicht ausprobiert.


    Vielleicht kann noch jemand eigene Erfahrungen mit der Methode berichten.


    Gruß Magnus

  • Hallo Kollegen und -innen!
    Am einfachsten geht ein Bienenausgleich über den Honigraum.
    Nachdem in einem "Megavolk" alles in Ordnung ist und oft schon Ende März/Anfang April der erste Honigaufsatz fällig wird, ziehen hier die "Jungbienen" ein. Durch das Absperrgitter wird ja verhindert, dass die Königin in den Honigraum kommt.
    Hat man nun ein gesundes (!) Volk, welches hinterherläuft, so kann man dies stärker machen indem man ebenfalls über dem Absperrgitter eine solche "erste Honigraumzarge" dem starken Volk abnimmt und dem Schwachem aufsetzt.
    Der Starke bekommt eine neue, leere Honigzarge.
    So kann man einfach die Völker vereinheitlichen.
    Bei der Zuchtauswahl muss man aber solche "Honigverluste" des starken Volkes mit berücksichtigen.
    Gruß
    Klaus Bäuerlein, Abenbeg :D

    Herzliche Grüße aus Abenberg
    von Klaus Bäuerlein

  • Hallo buchneria,
    Ich verstärke seit Jahren meine Völker da wo es notwendig ist, auf zwei Arten. Die erste Methode ist ,wenn ich ein zu kleines Volk habe , daß ich das schwächere Volk einfach über ein Absperrgitter auf ein Danebenstehendes setze. Das Absperrgitter ist hier notwendig! Wenn die beiden Völker nicht zusammen stehen, ist eine Verstellung über 3 km nötig. Beide Völker legen so schnell ein schönes Brutnest an.Nach einniger Zeit kann ich dann mit einer Königin und einigen Brutwaben einen Ableger machen.
    Die zweite Methode ist ,wenn ich etwa die Königin eines Volkes für den Schaukasten brauche,kommt beim vereinigen zweier Völker immer das Volk mit der Königin nach oben. Die untere Bienen die evtl. der Königin feindlich gesonnen sind , brauchen um zum Flugloch zu kommen nicht an der Königin vorbei. Ich lege auch zwischen den beiden Volkseinheiten eine Zeitung ,gelocht mit dem Stockmeißel oder einem Nagel oder eine sonstiges Instrument.Zum Schluß besprühe ich die Zeitung mit etwas Wasser um sie weicher zumachen.Ale Bienen sind so schnell dabei und entfernen diesen Fremdkörper und vertragen sich sofort. Gruß Matthias Asmussen

  • Hallo buchneria,
    Ich verstärke seit Jahren meine Völker da wo es notwendig ist, auf zwei Arten. Die erste Methode ist ,wenn ich ein zu kleines Volk habe , daß ich das schwächere Volk einfach über ein Absperrgitter auf ein Danebenstehendes setze. Das Absperrgitter ist hier notwendig! Wenn die beiden Völker nicht zusammen stehen, ist eine Verstellung über 3 km nötig. Beide Völker legen so schnell ein schönes Brutnest an.Nach einniger Zeit kann ich dann mit einer Königin und einigen Brutwaben einen Ableger machen.
    Die zweite Methode ist ,wenn ich etwa die Königin eines Volkes für den Schaukasten brauche,kommt beim vereinigen zweier Völker immer das Volk mit der Königin nach oben. Die untere Bienen die evtl. der Königin feindlich gesonnen sind , brauchen um zum Flugloch zu kommen nicht an der Königin vorbei. Ich lege auch zwischen den beiden Volkseinheiten eine Zeitung ,gelocht mit dem Stockmeißel oder einem Nagel oder eine sonstiges Instrument.Zum Schluß besprühe ich die Zeitung mit etwas Wasser um sie weicher zumachen.Ale Bienen sind so schnell dabei und entfernen diesen Fremdkörper und vertragen sich sofort. Gruß Matthias Asmussen

  • buchneria schrieb:


    ich würde gerne in diesem Jahr die Methode des Ausgleichens der Bienenmenge im Frühjahr versuchen, wie es Bruder Adam beschreibt.


    Hallo buchneria,


    ich kann den Anweisungen von Bruder Adam in diesen speziellen Fall des Ausgleichens für meine Imkerei nichts abgewinnen. Meine Völker werden nicht verstärkt oder sonstwie manipuliert, denn es soll sich das starke gegenüber dem schwachen, das sanftmütige gegenüber dem stechwütigem, das wabenstete gegenüber dem flatterhaften, das fleißige gegenüber dem faulen und zu guter letzt das vitale gegenüber den kränklichen abzeichnen. Meine Vision und jeder Mensch sollte auch in der Imkerei Visionen haben ist, dass ich an meinem Stand eine Superbiene habe. Wo soll ich Auslese betreiben, wenn ich die Völker immer wieder durch Verstärken manipuliere. Naturlich kaufe ich wieder die ein oder andere Königin zu, aber den Großteil meiner Zuchterfolge will ich am eigenen Bienenstand erleben.
    Vielleicht nur eine Vision, aber ich habe diese.

  • Hallo Kollegen!


    In den letzten Tagen (März 2007) hatten wir hier - am Fuße des Westerwaldes - ausgezeichnetes Flugwetter.
    Meine beiden Völker flogen reichlich und trugen viel Pollen ein, so dass ich bei beiden einen guten Zustand vermute!


    Nur: eines von beiden wurde 2-zargig, das andere, ein Schwarm vom Mai 2006, hingegen nur 1-zargig in den Winter geschickt!


    Ich möchte nicht manipulieren, doch beide, sowohl das Muttervolk als auch der Schwarm, haben im letzten Jahr vorzüglichen Honig (insgesamt ca. 50 Kg) geliefert! Dürften also gleich leistungsfähig sein. Ich habe nur vor, sie etwa gleich stark zu machen!


    Gründe: dem einen soll durch Schröpfung die Schwarmlust etwas gedämpft werden, das andere soll auf
    2 Brutzargen gebracht werden!


    Ich gedenke daher - bevor ich - je nach Witterung Anfang April eine 3. Zarge, die Honigzarge über Gitter beiden Völkern aufsetzen will, beide etwa gleich groß zu haben!


    Was spricht dagegen, wenn ich daher dem stärkeren von beiden (bei besserer Witterung als gerade jetzt 19. März 2007, 7° Außentemperatur) 3 bis 4 Brutwaben entnehme, sie durch MW und Waben ersetze und daraus eine 2. Zarge für mein kleineres Volk mache?
    Grüße von Kalle

  • Hallo


    erweitere wenn es wärmer wird und etwas reinkommt
    das KLEINE ganz normal
    Ein Ausgleich ist hier nicht nötig
    weil sie sich sowieso angleichen werden
    und Du 2 Völker auch wenn sie nicht gleichlaufen
    überschaubar im Griff haben kannst.


    Dieses Ausgleichen ist etwas für größere Bestände


    Gruß Uwe

  • Natürlich gleiche ich die Völker aus keine Frage, aber nicht umständlich mit in HR aufsetzen, sondern mit Brutwaben und deren ansitzenden Bienen. Passieren kann da überhaupt nichts, denn die umgesetzten Bienen haben andere Sorgen als die neue Mami zu killen.


    So bekomme ich stets zu Wanderbeginn in etwa gleich starke Völker.


    @ Buchneria


    aber bitte größte Vorsicht, kranke -zB. Kalkbrut- Völker bekommen natürlich nichts, denn hier wäre es Schade um die Mühe. OT aber ein Wort zu Kalkbrutvölker. Diese möglichst eng und den Boden penibel sauber halten, Boden mitunter austauschen und unverzüglich abflammen.