Bekomme die Kugel nicht aus der Schleuder raus

  • Aber zerreiben, abschleifen durch Drehung, das ist sicher auszuschließen.

    Ich habs doch erlebt. Wodurch das passierte, weiß ich nicht. Vielleicht war die Kugel ja auch so minderwertig, dass sie als erstes nachgegeben hat. Keine Ahnung.

    Hast Du meinen Text gelesen? Da würde es stehen was passiert ist. Oder den von Ulrich, da steht es auch drin. Ganz ausführlich.

    Ganz knapp: da waren keine erkennbaren Strukturen mehr übrig, nur schwarzes Fett. Das spricht gegen Deine Theorie, das ein Zermahlen unmöglich ist^^

    Wo keine Drehung da keine Reibung, wo keine Reibung da kein Zermahlen.

    Die Kugel ist der Abstandshalter einer formschlüssigen Wellenverbindung.

    Es kann sein dass es die Kugel vom Druck zersprengt hat,

    aber nicht dass es durch drehen auf der Kugel zu Abrieb kam.

    Man muss es ja nicht glauben, ist aber trotzdem so...

    Man kann ohne Bienen leben, aber wie halt.

  • Also ich hab heute mal Bilder gemacht um mal die "Lagervergleiche"zu verstehen.

    Ich bin immer von dieser Lagerung ausgegangen:


    Welle mit Ausbuchtung für Kugel - Metallkugel - Kugellagerung aus Kunststoff


    20230121_110552.jpg20230121_110830.jpg20230121_111403.jpg  20230121_111109.jpg

    So ist das bei mir montiert.

    20230121_111027.jpg


    Die Kugel kommt zur Reinigung raus, falls man die (wie ich zwei mal ! )sowieso nicht schon verloren hat.

    Jetzt dreimal Ersatzkugel im Depot. :)


    8mm Stahlkugel

    20230121_110741.jpg


    Entnahme ist denkbar einfach mit nem Magnet.




    LG

    Hulki20230121_110915.jpg

  • Wo keine Drehung da keine Reibung, wo keine Reibung da kein Zermahlen.

    Bei mir dreht sich die Achse vom Korb, das Lager ist fix, dazwischen sitzt die Kugel. Natürlich dreht sich die Achse auf der Kugel. Wenn es da an der Stelle keine Reibung gäbe, könnte man sich ja auch das Fett sparen (kann man aber nicht. Klappt ja auch tadellos, meistens jedenfalls). Ich wollte bloß auf die Möglichkeit hinweisen, das so eine Kugel durchaus gelegentlich 'verschwinden' kann und man sie deswegen nicht heraus bekommt. Weil 'weg'.

    Zitat

    Man muss es ja nicht glauben, ist aber trotzdem so...

    Das ist dann der Unterschied zwischen Theorie und Praxis.

    So schaut es auch bei mir aus.

    Muss auch gestehen ich habe da noch nie was geschmiert

    Solltest Du aber^^

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Das ist auch deshalb möglich, weil die Kugel nicht unbedingt exakt in die Wölbung der Achse angepasst ist.


    Unebenheiten und Reibungswiderstand am Metall.

    So beginnt das Drama.


    Ein ähnliches Phänom kenne ich von Betonmischern.

    ( Diese kleinen Trudelbecher)


    Das Antriebsritzel ist aus Gusseisen, die Zahnkranzsegmente aus Kunststoff.

    Und tatsächlich nutzt sich das Ritzel schneller Ab.

    Seltsamer weise immer !


    Hätte ich vorher nicht gedacht.

  • Da haben wir das fehlende Puzzleteil.

    Oberantrieb ist das Zauberwort.

    Die Plastebuchse dreht nicht mit Martin?

    Also kein Kugellager als Führung verbaut?

    Man kann ohne Bienen leben, aber wie halt.

  • Statt Kugellager hat Mannen dem Beispiel Plaste als Radiallager und die Stahlkugel als Axiallager. Ist eine billige Ausführung, die Kräfte aufzunehmen. Der Kunststoff ist zäh mit minimalem radialem Abrieb.

    Ordentliche Lösungen mit 2 echten Stahllagern sind aufwändiger, damit teurer und auch korrisionsanfälliger.

    Die Schleuderbauer müssen da also Kompromisse eingehen.

    Die Kugel als Axiallager ist ein leicht zu reinigendes und ersetzendes Verschleissteil. Es erfolgt auf ihr keine abrollende Bewegung, sondern die Schleuderkorbwelle dreht sich auf der stehenden Kugel. Welle oder Kugel, eins von beiden verschleißt. Idealerweise die Kugel.

    Peter, bei Unterantrieb sind da 2 eventuell sogar 3 (2x Radial ) echte Lager plus Wellendichtring im Winkelgetriebe oder im Riemenscheibenantrieb verbaut.


    Gruss

    Ulrich

  • Da haben wir das fehlende Puzzleteil.

    Oberantrieb ist das Zauberwort.

    Die Plastebuchse dreht nicht mit Martin?

    Also kein Kugellager als Führung verbaut?

    Oberantrieb, korrekt! :)

    Genau, die Buchse dreht nicht mit, ist fest auf dem Schleuderboden montiert.

    Man kann also auch nicht genau sagen, ob die Kugel mit der Welle synchron mitläuft, oder in der Lagerbuchse starr liegt.

    Ich denke eher erstes.

    Es sind keine Verschleißspuren auf der Kugel erkennbar.

    Scheint also in der Buchse zu drehen.

  • Die Reibung der Stahlkugel im Kunststoff ist normalerweise höher als die Reibung der Stahlkugel auf Stahlwelle.


    Somit "reibt" die Welle auf der Kugel. Sollte die Kugel auf/in dem Kunststoff reiben würde ich auf sehr schnellen Verschleiß des Kunststoff wetten.

  • Diese ganze Kugel Problematik ist also so wie ich das verstehe, nur ein Ding der von oben angetriebenen Schleudern?


    Bei Schleudern mit Motor unten, kann sie quasi ja nicht im "Nassbereich" vorhanden sein, da die Welle ja bis nach unter den Kesselboden geführt werden muss, wo der Antrieb sitz.


    Oder verstehe ich das falsch?