Stockflecken auf Außenseite Bienenbeute

  • Hallo und alles Gute für das neue Jahr!

    Ich habe über den bisherigen Winter besonders an der Hinterseite des hohen Bodens der Heroldbeute beobachtet, dass an der Außenseite Stockflecken entstehen. Der Boden wurde letztes Jahr neu gekauft und mit Apicura Kiefer behandelt. Im Innenbereich hinter der Belüftungsklappe an der Hinterseite entsteht im linken unteren Bereich am Varroa Schiebeboden ein Schimmelherd. Wahrscheinlich wegen Kondenswasserbildung in der Beute. Das kann ich auch soweit nachvollziehen. Aber warum auch an der Außenwand Stockflecken? Kann ich da was machen? Z.B. im Frühjahr abschleifen und neu streichen? Was würdet ihr machen?


    Gruß, Christoph

  • Bei der hinteren Beute passt die obere Zarge nicht 100% auf die untere. Der Boden bei dem Volk ist auch offen. Was ich eigentlich besser finde. Aus dem Grund, dass das Wasser an der Außenwand in die Fugen der unteren Beute laufen kann, habe ich das etwas provisorisch mit Wachs abgedichtet. Im Frühjahr mache ich das passend und nehme die untere Zarge als Kiste für Ableger. Danke für deine Einschätzung! Wenn du meinst, das ist normal, dann ist das gut so.

  • So, hab den Chef gefragt. Er sagt, daß sieht eher nach Bläuepilz aus, nicht nach Stockflecken. Blaue befällt Nadelholz und wirkt holzverfärbend, aber nicht holzzerstörend.

    Ursache dürfte sein, dass das Wasser auf der Oberkante des Bodens stehenbleiben und einziehen kann.

    Viele Grüße

    Andrea

    Ein Garten ohne was zu essen ist verschwendete Landschaft.

  • Hey,

    ein ganz großes Dankeschön! Dann bin ich beruhigt und muss ja weiter nichts machen. Ich bin echt beeindruckt, wie schnell und gut einem hier geholfen wird. Vielen Dank dafür! Wieder was dazu gelernt.

  • Für mich sieht es auch nach dem Bläuepilz aus. Wenn Du Wachs drauf machst, würde ich mit der Heißluftpistole das Wachs einschalten lassen. Ist zwar nicht ganz so effektiv, wie frittieren in heißem Wachs, aber geht. Beim Pilz noch besser finde ich Propolis, dass nach dem Auftragen erhitzt wird. Das ist dann ähnlich dem Propolisieren durch die Bienen

    Ich wurde gut erzogen. Keine Ahnung, was dann passiert ist...

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  • Hallo, Bienenmann!

    Ich bin der gleichen Meinung, wie der Maler,der Bläuepilz vermutete, verursacht durch Nässe von aussen. Regenwasser, das an der Wand runterfloss und den Weg in sämtliche Fugen gfunden hat., Auch innerhalb der Klappe wird es wohl sein.

    Wenn die Zarge richtig auf demBoden steht, nicht 2 - 3 cm zu weit vorne, zweifle ich an der Qualität dieser Beute.

    Die verwendete Lasur kenne ich nicht. Leider kenne ich überhaupt kein Anstrichmaterial, das für Bienenbeuten empfohlen wird und in der Lage wäre, Holz wirklich zu schützen.

    Was keine Pilzgifte enthält, kann das eben nicht. Und Pilze gibts reichlich und sie sind allgegenwärtig.

    Farben aus Pflanzenölen (Alkydharz- nicht verwechseln mit Acryl) befallen sie genauso wie das Holz und fressen sie gleich mit.

    Den wasserverdünnten Acrylfarben können sie nichts anhaben. Die werden aber unterwandert und abgeworfen. Man kann dann den eigentlich intakten Acrylfilm in Fetzen abziehen. Drunter kommt das von Pilzen geschwärzte Holz hervor.


    Deswegen streiche ich einmal satt einem mir etwas ungiftiger Dickschichtlasur und etwas Verdünnung gestreckten Bläuesperrgrund. Ich mache sehr nass. Stirnholz lasse ich saufen.

    Der Mterialverbrauch muss hoch sein.

    Nach dem Trocknen streiche 2 mal Dickschichtlasur, die keinerlei Gifte enthält.

    Für den ersten Auftrag der Dickschichtlasur wird diese stark verdünnt, damit sie der giftigen Grundierung in alle Pooren und Fugen folgt.

    Für den den 2. Auftrag der Dickschichtlasur wird diese auch verdünnt, aber so, dass sie noch einen dünnen Film bildet.

    Der Trick ist, das Imprägniergift tief ins Holz zu transportieren und dort mit dem Harz der Dickschichtlasur zu fixieren. Zusätzlich soll noch ein dünner Abdeckfilm aus der ungiftigen Dickschichtlasur entstehen.

    Ich verwende öliges Material. Man erkennt es daran, dass es mit Terpentinersatz, Testbenzin oder

    Orangenterpenen verdünnt wird.

    Es geht auch mit wasserverdünntem Material.

    Doch später leicht überschleifen und überstreichen geht besser bei öligem und wenn man nur einen dünnen Film macht, blättert das Ölige auch nicht ab.

    Die ölige Grundierung ist sehr kriechfähig und bringt die Gifte dadurch tief ins Holz.

    Wässrige Grundierungen enthalten auch etwas, (weiss nicht genau was) das hilft die Gifte in die Tiefe zu bringen. Aber bei Wasser auf Holz gibt es das Problem, dass die Holzoberfläche anquillt.

    Fugen und feine Risse können sich schliessen und lassen dann nichts rein.


    Die natürlich nur auf dern Aussenseiten aufgetragenen Imprägniergifte vergiften nicht die Bienen, denn sie kommen nicht durchs Holz nach innen, weil es bei bewohnten Kästen eine ständige Dampfwanderung von innen nach aussen gibt. Dieser Dampf geht an die Luft.


    Warum Dickschichtlasur und die dann verdünnen? Weil es für Aussenanwendung nichts Anderes gibt, das kein Imprägniergift enthält.


    Gruss RS

  • RSRied :


    Was schreibst du da schon wieder so etwas wirres und unverständliches ?!

    Und dann mit Terpentin verdünnt ?!

    Auf Beuten hat sowas nichts zu suchen! X(


    Bienenmann39 :


    Informier dich bitte mal nach Beutenlasuren, da gibt es eine Fülle von.


    Die sind für Bienen und Umwelt ungiftig.


    Das sollte jeder Imker wissen, der seine Beuten behandelt und streicht.

  • Vielleicht würde es auch helfen, wenn du deine schönen Beutendächer etwas weiter überstehen lassen würdest. Ich hab 10 cm Dachüberstand und damit weniger Spritzwasser.

    Willst du Gottes Wunder sehen, musst du zu den Bienen gehen.