Entdeckelungsmethoden

  • Womit entdeckelt ihr denn? 6

    1. 1. Gabel (4) 67%
    2. 2. Messer, stromlos (0) 0%
    3. 3. elektisches Messer (2) 33%
    4. 4. Entdeckelungshobel (0) 0%
    5. 5. Heissluft (0) 0%
    6. 6. Nadelwalze (0) 0%
    7. 7. Anders (0) 0%

    Hallo
    Schon seit längerer Zeit treibt mich die Frage um, welche Vor und Nachteile die verschiedenen Methoden zur Entdecklung von Honigwaben haben.


    1. Entdeckelungsgabel. Funktioniert eigentlich immer, aber keine besonders schnelle Methode. Erzeugt viele kleine Wachsteilchen, daher Doppelsieb häufig reinigen. Wird von sehr vielen Imkern angewandt.


    2. Entdeckelungsmesser, stromlos. Auch recht universell, aber Deckel sollten höher als Wabenkante sein. Weniger Wachs im Honigsieb wie 1. Geschwindikeit ähnlich wie 1.


    3. Entdeckelungmesser mit Strom. Es werden Geräte von 120W bis 600W angeboten. ???


    4. Entdeckelungshobel. Ähnlich wie 3. aber ziehen statt schieben.


    5. Heissluftpistole. Weniger Wachs im Honigsieb als 1. Geschwindigkeit lt. thread wohl schneller als 1. Nur unbebrütete Waben.


    6. Entdeckelungswalze. Zum Entdeckeln lt. thread wohl ungeeignet.


    7. ???


    Ich habe Erfahrungen mit 1 und 2, würde aber gerne von Euch Informationen zu anderen Methoden haben, am liebsten Berichte von praktischen Erfahrungen. 5 und 6 wurden hier schon ausführlich behandelt, braucht nicht nochmal wiederholt werden. Welche anderen Methoden gibt es noch?
    Viele Grüße
    Wolfgang

    Selber denken ist durch nichts zu ersetzen.

  • Ich habe das große Glück in einer großen Imkerei schleudern zu können. Dort benutze ich eine Entdeckelungsmaschine mit Federzungen und für zu tief liegende Bereiche die alte Entdeckelungsgabel. Der Vorteil dieser Arbeitsweise an zwei Radialschleudern ist, daß der Entdeckelungszeit genau die halbe Schleuderzeit gegenübersteht. Man kann also wärend die eine Schleuder anschleudert und die andere ausschleudert eine komplette Ladung entdeckeln. In die leere Zarge kommen dann die ausgeschleuderten Waben und die andere Schleuder läuft inzwischen im Zwischengang. Ist die gerade geleerte Schleuder wieder bestückt und läuft im Anschleudern, wird die andere auf Ausschleudern hochgefahren und das nächste Magazin entdeckelt.


    Wärend die Entdeckelungsmaschine die nächste Wabe entdeckelt wird die letzte kontrolliert und nachentdeckelt.


    Diese Methode ist insgesamt sehr schnell nicht monoton und hat keine Leerlaufzeiten. Wer schon einmal Waben für eine Schleuder mit 50 und mehr Waben vorbereitet hat, weiß was ich mit monoton meine. :wink:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Wolfgang,
    ich bin mir nicht ganz sicher, wie's im Innern genau aussieht und wie die Federzungen genau gelagert sind. Die Federzungen sind irgendwie auf rotierenden Bürsten angebracht zwischen denen die Wabe abgesenkt und wieder hochgefahren wird. Dabei werden die Wachsdeckel (und manchmal auch die Abstandshalter) abgerissen oder abgebürstet. Die Wabe sieht hinterher auch etwas zerfranst aus, weil das Wachs ohne Rücksicht auf Verluste auf die Rähmchenbreite abgefräst wird. Nach oder schon beim Trockensaugen werden die Waben allerdings sehr schön repariert und haben beim nächsten Mal auch alle die selbe Breite (auch die die vorher Dickwaben waren)

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • also ich arbeite schon sehr lange mit dem amerikanischen Elektromesser, hat glaube ich 600 W. Ich bin damit so schnell wie meine 54 Wabenschleuder! hab kaum verstopfte Siebe und sehr schöne, wenig ausgefranzte Waben! ich hab schon die verschiedesten Entdecklungsmaschinen im Einsatz gehabt und hab sie alle beiseite gestellt! was wirklich Sinn macht, ist eine Entdecklungswachs-Zentrifuge! dann kannste bis runter aufs Holz allen überbau mit einem Ratsch abhauen, und der viele Honig ist dabei nicht verloren!
    Beim Einsatz von Entdecklungsmaschinen braucht man ja sowieso so ein Gerät oder was ähnliches!
    Was sich als sehr gut herraus gestellt hat ist, wenn man im Honigraum eine Wabe weniger rein hängt und dafür die andern etwas auseinander rückt! also etwas in Richtung Dickwabe. Damit hat man zwei Fliegen mit einer Klappe! erstens ist das Entdecklen leichter und schneller, besonders wenn man nur helle Waben hat, Zweitens muß pro Honigraum eine Wabe weniger entdeckelt werden was eine Zeitersparniss ist!


    Gruß

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Und es gibt weniger "tiefe" Stellen die von Hand nachentdeckelt werden müssen! :wink:


    Allerdings werden die Wabengassen über dem Honigraum unter Umständen unterbrochen, was bei manchen aufliegenden Absperrgittern, die auf 11 Wabengassen gelocht sind, zu Problemen mit toten Gassen weiter oben führt.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Entdeckelungsmesser geht meines Wissens nur bei glatten Rähmchen ohne irgendwelche Anstandshalter oder HS.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Henry,


    ich hab frühr Zander mit Hofmann Abstandsregelung gehabt und da ging es auch! das Messer ist ja auf zwei Seiten scharf und mit einem kurzen ruck nach oben geht das dann auch weg!
    Achtung du mußt immer Quer entdeckeln! also man stellt dazu das Rähmchen mit dem Seitenteil auf einen Dorn, damit es unten nicht weg rutscht. Als Rechtshänder nimm ich die Wabe dann in die linke Hand! der Unterarm und das Messer sollten nun eine Liene haben, und wenn diese dann etwa die Mitte der Wabe ist, dann hat man die richtige Arbeitshöhe, desshalb Entdecklungswanne mit verstellbaren Füßen kaufen! So kann hat man dann auch genug Kraft für ein rasches arbeiten! von oben nach unten! so mach ich es! Schlecht erklärt, aber mit mehrmaligem lesen kapiert mans glaub ich :wink:

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Hallo
    Toyotafan hat den Einsatz des elektrischen Entdeckelungsmessers beschrieben. Dabei fällt viel mit Endeckelungswachs gemischter Honig an, den er mit einer Honigzentrifuge trennt. Ok, aber was machen die Kleinimker? Das Abtropfenlassen im Entdeckelungsgeschirr ist nicht sehr effektiv, es bleibt doch noch einiger Honig im Wachs. Das kann man in eine Kunststoffschale geben und im einem Honigraum ohne Waben einem Volk zum Ausfressen aufsetzen. Nicht optimal.
    Ich habe von irgendwelchen Taschen gehört, in die man das verhonigte Endeckelungswachs gibt und dann in der Schleuder ausschleudert. Hat jemand von Euch damit praktische Erfahrungen?


    Brauch
    ich
    eine
    neue
    entdeckelungsmethode??!?


    Viele Grüße
    Wolfgang

    Selber denken ist durch nichts zu ersetzen.

  • Hallo Wolfgang,


    für einen Imker welcher nur ein paar Völker hat, stelt sich die Entdecklungsfrage im Grunde nicht! der kommt doch mit der normalen Gabel ganz gut zurecht, denke ich!


    Die Methode von mir beschreiben ist mit Sicherheit das schnellste und Preiswerteste. Klar ist viel Honig im Entdeckelungswachs! und das zu gewinnen ist nach wie vor die Zentrifuge das Beste! die Dinger sind auch sau teuer! lohnen sich erst bei größeren Imkerein

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!