Auf dem Weg zu 100 Kilo-Völkern

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  • Flügelschneiden ist Tierquälerei!

    Schwärmen lassen (und nicht wieder einzufangen) ist Umweltverschmutzung, sagt unser Zuchtobmann.

    Ich füge noch hinzu: Es ist Tierquälerei im Quadrat, denn diese Schwärme gehen i.d.R. im ersten, spätestens im zweiten und allerspätestens im 3. Jahr elend zugrunde und stellen in ihrer Siechtumsphase ein erhebliches Infektionsrisiko ganz besonders für gut betreute, gesunde, starke und findige Völker dar, weil der Ansteckungsweg bei Honigbienen genau umgekehrt verläuft, als wir es sonst gewohnt sind.

    Angeblich soll es noch andere Methoden der Schwarmverhinderung geben. Wechsel mal deinen Obmann ;)

    Von denen du laut deinem Profil aber nichts hältst, sie zumindest nicht anwendest

  • Hi Max

    erzähl doch mal von wieviel Ständen Du die Honig Zargen zusammen gekarrt hast für dieses Foto Shooting 😏.

    Weil solche Bilder entsprechen nicht der deutschen Realität kann sein daß ein maximal zwei Völker mal so nen Turm füllt aber nicht so wie von dir gezeigt wie an der Schnur gezogene Reihe.

  • Einen wunderschönen guten Morgen an diesem wunderschönen guten Morgen :)


    Ja, klar sind 100 kg machbar.

    Du schreibst Rapshonig aber was ist bei den Imkern, die z.B. im Bayerischen Wald Ihre Stände haben?

    Wenn Du hier den Leuten den Rapshonig schmackhaft machen willst, dann viel Spaß.

    Für die Waldimker brauchen/wollen Waldhonig und den gibt es halt nicht so oft.

    Genau gesagt, seit 4 Jahren nicht mehr, nur noch Inselweiße und da ruft dich kein Imker an und sagt: Hey hier honigt der Wald, komm.

    Nee, die sagen dann:

    Ach, bei uns war es gut. Grinsen und freuen sich das Du nichts hast.

    Dabei ist es egal wenn der Wald honig ob da 20 Völker oder 200 Völker stehen. Da bekommt jeder etwas.

    Und dieses Gewicht von Ü100 kg bekommt man nur wenn die Völker am guten Rapsfeldern auf guten Boden stehen.

    Bei uns fängt das mit dem Rapsanbau langsam an, aber es gab auch schon vor 30 J. einige Rapsfelder und am Anfang bin ich da mit ein paar Völkern hingewandert.

    Ergebniss: 0,00 kg

    Der Raps honigt nicht bei uns.

    Also machts den Standimkern, die in Ihrem Gebiet keine geigneten Rapsfächen haben, nicht den Mund wässrig :/

    Früher, wenn der Wald nicht gehonigt hat, gab es wenigstens noch Löwenzahnhonig, ist auch schon lange vorbei ;( oder von der Brombeere-Himmbeere und Faulbaum etwas, einen schönen würzigen Sommerhonig, gibt es auch nicht mehr.

    Es gibt eben Gebiete wo der Honig wie Wasser fließt und welche wo nur Wasser fließt.

    Und wo nichts ist, da ist halt nicht, egal wie gut die Völker sind.

    Man könnte nur weinen wenn die Völker sehr schön und stark sind, man weiß das Sie es können,ist halt so.

    Die Völker von uns, die auf den Festständen noch hier stehen, sind einzig nur noch für die Begattung der Königinnen bei uns.

    Den Honigernten hier, schminken wir uns immer mehr ab, den der Wald stirbt, nicht nur die Fichten,Kiefern und Weißtannen, nein die Buche,Eiche,Ahorn u.s.w..

    Was danach kommt :rolleyes: wissen wir nicht und müssen uns überrachen lassen, hilft ja nichts.

  • Hi Max

    erzähl doch mal von wieviel Ständen Du die Honig Zargen zusammen gekarrt hast für dieses Foto Shooting 😏.

    Weil solche Bilder entsprechen nicht der deutschen Realität kann sein daß ein maximal zwei Völker mal so nen Turm füllt aber nicht so wie von dir gezeigt wie an der Schnur gezogene Reihe.

    Hallo Rudi,

    das geht schon, leider bei uns nicht die letzten beiden Jahre. Dann schauen wir mal was dieses Jahr so bringt. Wird mal wieder Zeit für ein Jahr, in dem die Zaunlatten honigen. 😊

  • Dass nur stark ausgewinterte Völker im 100kg-Rennen sind, möchte ich mal in Frage stellen. Ich habe oft kleinere Völker wegen Varroastress auf 4-5 DN Waben Segeberger im März, und bei guter Königin gehen die ab wie Schmids Katze und sind schon im Raps gutes Mittelfeld.

    Bei nasskaltem April schaffen die es natürlich nicht so schnell. Das mit Abstand Wichtigste ist meiner Ansicht nach eine gute Königin, und damit meine ich erstmal nicht irgendeine Reinrassigkeit. Die Bienen sind dann deutlich motivierter, das sieht man sofort, wenn man sie bei der Arbeit beobachtet.

    Die Regel mit den starken Völkern bestätigt sich oft von selbst immer wieder, weil andere Gründe wie schwäche Königin oder Krankheit dazu führten, dass sie schwach sind.

  • Hi Max

    erzähl doch mal von wieviel Ständen Du die Honig Zargen zusammen gekarrt hast für dieses Foto Shooting 😏.

    Das Bild ist aus 2019, unserem letzten wirklich guten Waldhonigjahr, es hatte Honig bis Mitte/ Ende August. Aufgrund der ununterbrochenen Tracht waren auch die Völker bombig stark und der Imker am Ende.

    Wenn die Völker, praktisch aus der Volltracht gerissen, nach Hause gefahren werden können die nicht mehr an ihren ehemaligen Standorten aufgenommen werden. Zum einen weil da jetzt Jungvölker an ihren Platz stehen, zum anderen weil auch die Vollvölker dort auf einen ganz anderen Level sind. (Behandelt/ z.T. ein gefüttert, satt und träge)

    D.h. wenns so läuft kommen die sammelfreudigen, agilen (man könnte auch sagen "aggressiven")Wandervölker an einen neuen eigenen Sammelplatz, wo sie bei den Standvölkern keinen Schaden (Weder bei mir noch bei anderen) anrichten können und unter sich sind.

    Dort wird zügig abgeschleudert, ausschlecken lassen behandelt und gefüttert. Alle Maßnahmen immer Standweise,

    Später im Jahr werden, wenn sich die Aktivitätslevel (der Völker an den verschiedenen Ständen) wieder angeglichen sind, wird der gezeigte Stand wieder verkleinert bzw. aufgelöst.

    Die Völker im Vordergrund schlecken die abgeschleuderten Honigwaben der hinteren Völker aus, wahrend die eigenen Honigwaben grade beim Schleudern sind. Das ganze war eine Momentaufnahme, max. 2 Tage wars so. Ihr wisst ja alle dass solche Türme zur Honigernte unrealistisch sind!


    Das dass ganze eine besondere Situation darstellt sollte klar sein, darum habe ich auch ein Foto gemacht. Ich hoffe es verständlich erklärt zu haben.


    Gruß Max

    Die Natur muss gefühlt werden.

    (Alexander von Humboldt)