Auf dem Weg zu 100 Kilo-Völkern

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  • Nabend zusammen,


    inspiriert von der letzten Montagsimker-Sendung und den vielen offen gebliebenen Fragen habe ich mir in den letzten 2 Tagen Gedanken

    darüber gemacht, wie weit ich in den letzten 5-6 Jahren seitens des Ertrags gekommen bin.

    Eins vorweg - von dem Ziel im Titel bin ich noch ein gutes Stück entfernt und es gibt auch noch andere Baustellen. Ich habe aber trotzdem

    dieses Jahr meinen Ertrag von ehemals 20/20 fast verdoppelt - brauche aber noch die entscheidenden Veränderungen.


    Dieser Thread ist dafür gedacht eure " entscheidenden Hebel " für uns alle einzubringen. Bei mir war es definitiv die Umstellung auf Großraumbeute

    und das Wandern. Wobei ich mich auf unseren Kreis beschränke und nur mit 16 von 25 Völkern spazieren fahre. Dieses Jahr ergänze

    ich die 2 normalen HR noch durch eine 2/3 Zarge wegen Umtragen und Fluchten. Das war im vergangenen Jahr ein Manko. Betriebweisen

    wie das Führen von Ablegern über den Winter und anschließendem Vereinigen habe ich wegen Materialschlacht noch nicht gemacht.

    Oft sind es aber auch die kleinen Dinge, die den Erfolg bestimmen. Ich freue mich über eure Beiträge.


    Gruß Mario

  • Nr 1)

    Flecken (Trachtband) mit hervorragender Tracht suchen, finden und nutzen.

    In wie weit sich das für 20 Kisten lohnt, musst du selbst enstscheiden.

    Heuvel ist nicht ganz unbedacht umgezogen :)

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.


    Richtige Auslese und exaktes Verpaaren, ist das Ruder mit dem das Schiff auf Kurs gehalten wird.

    Paul Jungels


    https://www.bienen-plus.de/

  • Ich hatte wegen einer misslungenen Königinzucht 10 verdeckelte Brutwaben DN zu viel. Die habe ich auf ein mittelprächtiges Volk gestellt. Sie sind seltsamerweise nie in Schwarmstimmung gekommen (Danke, Uwe) und haben etwa 70 kg Frühtracht gesammelt. Seit dem bin ich restlos überzeugt, dass die Bienenmenge eine wichtige Rolle spielt.

  • Seitdem bin ich restlos überzeugt, dass die Bienenmenge eine wichtige Rolle spielt.

    Tracht auch. Und Glück. Wetter. Wer mit konstant 100kg Durchschnitt rechnet hat aber ganz andere Probleme.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Und von jedem Volk auch noch. Viel Spaß beim Versuchen. Diese Zahl als Berechnungsgrundlage für mehrere hundert Völker, das sollte Dir jeder Bankberater auseinanderpflücken. Ach, was soll’s.

    Viele liebe Grüße und trinkt nicht so viel

    Wolfgang, don’t drink and BWL

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • JaKi, kannst Du noch was darüber sagen, wie die 2. Ernte aus diesem doch enorm geboosteten Volk war, im Vergleich zu den anderen Völkern am Stand?

    Sprich: ist der Effekt direkt wieder verpufft, nachdem die 'Zusatzbienen' verstorben waren, oder hat es nachhaltig was verbessert?

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  • Zugegebenerweise halte ich die 100 Kilo auch selber für sehr ambitioniert. Deswegen habe ich dem Thread ja den speziellen Namen gegeben. Den Tipp mit den Trachtplätzen habe ich in der letzten Saison schon beherzigt. Die Wandervölker standen IM Raps und ich habe mich in dem trockenen Sommer nicht in eine Lindenallee sondern einen Lindenwald gestellt. Leider sind Akazienbestände im Rhein-Sieg-Kreis sehr unzureichend.


    Auch das mit der Bienenmenge sehe ich genauso. Hinsichtlich Frühtracht habe ich mit dem Segeberger System sicherlich nichts falsch gemacht. Was mir auffällt ist, dass wenn unsere Süßkirschen gerade ein wenig rot werden - ich wohne auf 170 m Höhe - die Kirschen im Kölner Norden gepflückt werden müssen. Deswegen überwintern meine Wandervölker inzwischen am Rhein. Hat da noch jemand ein paar Ideen ? Ich könnte mir einen Standort an der Südseite eines dunkel gestrichenen Hauses vorstellen. Was trägt sonst noch zu überquellenden Völkern im Frühjahr bei ?

  • JaKi, kannst Du noch was darüber sagen, wie die 2. Ernte aus diesem doch enorm geboosteten Volk war, im Vergleich zu den anderen Völkern am Stand?

    Sprich: ist der Effekt direkt wieder verpufft, nachdem die 'Zusatzbienen' verstorben waren, oder hat es nachhaltig was verbessert?

    Der Effekt war bei der zweiten Ernte nicht mehr so krass, allerdings war es vor dem verstärken ja ein „mittleres“ Volk. Zur zweiten Ernte war es eins der besten.