Einordnung Imkerei - Ausschankgenehmigung, Reisegewerbekarte

  • Moin Moin,


    in dieser Weihnachtsmarktsaison sind uns ein paar Fragen aufgekommen, die uns ein wenig stutzig gemacht haben.


    Und zwar geht es um die Ausschankgenehmigung ( Gaststättenanmeldung ) von Met zum Direktverzehr auf Weihnachtsmärkten.


    Bis dato hatten wir es so gemacht, dass wir uns eine Ausschankgenehmigung für den jeweiligen Markt bei der jeweiligen Gemeinde geholt hatten und gut war es.


    Nun hatten wir aber 2 x von 2 verschiedenen Gemeinden gehört, dass Imkerein im Gewerbe keine brauchen.


    Und zwar würde eine Ausschankgenehmigung automatisch im Reisegewerbeschein gelten, welchen Imkereien ja nicht brauchen, da sie als Landwirtschaft gelten und davon befreit sind ( wegen u.a. Urproduktion ). Demnach wäre bei Metverkauf auch keine Ausschankgenehmigung notwendig, da er da als Honigprodukt ( auch wenn Verarbeitungsstuffe ) gilt, welche ja durch die Befreiung der Reisegewerbefreiheit geschützt ist....... Desweiteren wäre der Ausschank nur temporär auf dem Markt und nicht dauerhaft.....


    Dieses wurde von den Sachbearbeitern, aber auch in einem Fall durch den Chef des Ordnungsamtes so genannt.


    Wir waren ein wenig baff deswegen und stellen uns nun die Frage, was nun richtig ist - brauchen Imkerein im Gewerbe generell keine Ausschankgenhmigung da befreit oder ist das von Gemeinde zu Gemeinde wieder ein Goodwill bzw. Musthave?


    LG

  • Am besten du richtest dich nach der betreffenden Gemeinde und wieviel die für die Genehmigung eventuell wollen. Wenn es nichts kostet und der Gemeinderat trinkt bei dir Met, ok. Wenn Sie Geld wollen, dann hängt es ab wieviel und ob es sich dann überhaupt lohnt. Manche denken du bist ein Brauereiauschank.

    Und dann gibt es noch Verwaltungen die das ans Fianzamt melden und dann wollen die eine Umsatzsteuervorandmeldung und dann::: ??


    Ich mache meine Urprodukltion und siehe, es ist einfach und bringt mehr. Basta.


    Man muss nicht jeden Markt mitmachen den es gibt. Oft ist das viel Aufwand für nichts im Beutel.

    Imkern muß einfach, praktisch, bienengemäß, imkerschonend und preisgünstig sein

  • Eine Befreiung von der Schankgenehmigung für Imkereien gibt es nicht. Das hat auch nichts damit zu tun, dass die Imkerei kein Gewerbe im Sinne der Gewerbeordnung ist.

    Ich habe den Eindruck, die zuständige Gemeinde bringt da etwas durcheinander. Lediglich der Ausschank von Proben (Verkostung) ist genehmigungsfrei.

    Ich würde mir die Genehmigungsfreiheit sicherheitshalber schriftlich bestätigen lassen.

    Es gibt zwar noch eine Sonderregelung für sog. Straußwirtschaften. Dafür gibt es landesrechtliche Vorschriften. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass der Ausschank auf einem Weihnachtsmarkt darunter fällt.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Es ist wohl überall anders:

    Eine mittelkleine Stadt in Südhessen erteilte Ausschankgenehmigungen pauschal für die 3 Tage des Weihnachtsmarktes.

    Dann zog ich nach Rheinland-Pfalz in ein ganz kleines Dorf- aber die haben einen eigenen winzigen Weihnachtsmarkt. Ich frag meinen Ortsbürgermeister, wie das hier mit der Ausschankgenehmigung ist : der hatte davon noch nie gehört :D


    Nicht zielführend meine Antwort, weiß ich, aber so ist's nun mal....

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.

  • Es ist wohl überall anders:

    Eine mittelkleine Stadt in Südhessen erteilte Ausschankgenehmigungen pauschal für die 3 Tage des Weihnachtsmarktes.

    Dann zog ich nach Rheinland-Pfalz in ein ganz kleines Dorf- aber die haben einen eigenen winzigen Weihnachtsmarkt. Ich frag meinen Ortsbürgermeister, wie das hier mit der Ausschankgenehmigung ist : der hatte davon noch nie gehört :D


    Nicht zielführend meine Antwort, weiß ich, aber so ist's nun mal....

    Ok, dann deckt sich das was wir jetzt erfahren haben - die einen wollen, die anderen nicht. Ich denke auf den großen ist es usus das du eine haben mußt, auf anderen eher nicht.


    WFLP - Es scheint da wohl auch noch keiner wirklich nach gefragt haben. Ich habe heute mal mit unserem Ordnungsamt hier darüber gesprochen und die waren auch da überfragt. Sie meinte ( meine Ansprechpartnerin ) nur ganz stumpf - "keinen Plan, sowas hat auch noch nie einer angefragt".


    Wir belassen es jetzt erstmal - keine schlafenden Hunde wecken, im Vorfeld lieb anfragen und dann dementsprechend reagieren. Es hätte ja sein können, dass es da was offizielles gibt zu den Imkereien. Weil im Netz findet man nichts - außer das man keine Reisegewerbekarte braucht.........


    Was ist bei dir denn ne "Imkerei im Gewerbe"?

    Auf angemeldeten Gewerbe, sprich mit Steuernummer und allem pipapo - brauchten wir schon alleine da wir auch innergemeinschaftlichen Verkehr betreiben. Wir sind aber auch von der Völkerzahl höher und dementsprechend auch steuerlich eingeordnet und haben die Imkerei als Gewerbe angemeldet bei der Stadt........

  • Imkerei = Landwirtschaft = KEIN Gewerbe

  • Ist doch nicht so schwer, wenn Essen am Stand zubereitet wird oder wenn Alkohol am Stand verkauft wird greifen die entsprechenden Vorschriften, es seihe denn, die Gemeine oder der Veranstalter weiß nichts davon.

    Beim Essen an Stand zubereiten und verkaufen geht es um Hygiene und darum, daß nicht die halbe Stadt am Tag danach überm Klo hängen soll, beim Alkoholverkauf um Grundsätzliches und daß Du nicht vorbestraft bist.

    So habe ich es verstanden, als ich meinen Bulettenschein gemacht habe und alkoholische Getränke am Imbistro verkauft habe.

    Denke mal, das ist noch immer so.

    Viele liebe Grüße und bleibt stabil

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.