Die Dunkle Biene (Reaktionen auf die Sendung der Montagsimker)

  • Landimkerei, die Demokratie die den bevorzugt der am lautesten schreit? Seit dem Heck-Rind sind Nach-bzw. Neuzüchtungen früherer Tiere aus alten Zeiten ja etwas in Verruf geraten. Jurassic Park hat auch nicht gerade dazu beigetragen die Idee einer zugegebenermaßen nicht perfekten Rekonstruktion von Retrotierarten zu befördern. Was ich meine ist, daß die Protagonisten dieses Ausflugs in die Grimmsche Märchenwelt auf die vorhandenen Imker Rücksicht nehmen sollten und irgendwelche Schutzgebiete nicht politisch durchdrücken sollten. Es ist auch in einer Demokratie schwierig das Rad der Entwicklung zurückzudrehen oder liebgewonnene Gewohnheiten abzuschaffen wegen einer kuriosen Idee aus der Mottenkiste der letzten Eiszeit.

    Ich hoffe, einige unter Euch verstehen mich.

    Viele liebe Grüße und bleibt stabil

    Wolfgang

    Lieber Wolfgang,
    hier bringst Du jetzt aber einiges mächtig durcheinander. Es geht hier keinesfalls um eine Rückzüchtung, das ist ein vollkommen anderes Thema. Des weiteren prophezeie ich Dir, dass, wenn es soweit sein wird, diese Entscheidung von der Mehrheit getragen werden wird. Deshalb werden wir auch noch eine ganze Weile Geduld haben müssen. Ich verstehe wirklich nicht, wovor Du Angst hast. Als die heimische ausgerottet wurde, war das doch auch kein Problem, oder?

  • Und Toleranz für die eigene Biene fordern und dann ankündigen, dass ein ganzer Landstrich gesetzlich dazu gezwungen werden soll, nur noch die dunkle zu halten, paßt auch nicht zusammen.

    Demokratisch wurde übrigens schon entschieden, was Deutschland von der Dunklen hält. Das Ergebnis kennt ihr ja.

    Da hast Du mir aber nicht richtig zugehört. Ich habe nirgends etwas von einer Forderung durch uns geschrieben oder gesagt. Wenn Du das gern möchtest, dann können wir die Wartezeit sicher verkürzen, aber ich hatte nicht ohne Grund von einer langen Wartezeit gesprochen. Also immer schön bei der Sache bleiben, bitte. ;)

  • also,ich habs nicht geschaut, geht grad nicht.

    Ich erzähl über die Schwarze, was ich weiß. Kommen tut sie aus Nordafrica, wo sie als Intermissa benannt ist, nach der letzten Eiszeit konnte sie das Mittelmeer an Gibraltar und über Sizilien überwinden, dort nennt man die Nachfahren Iberica und (mir kommts grad nicht) die Sizilische blieb an den Alpen ? hängen die Iberika konnte um die Pyrenäen herum nach Norden Vordringen. Also nach Frankreich (da heisst der Ökotyp schon nur Melifera Melifera) und verbreitete sich weiter nach Engeland Scandinavien bis an den Ural (immer noch Melifera Melifera) ohne weitere Bezeichnung eines bestimmten Ökotypen, bis auf die Dutsch Bee (Heidebiene, aber schon durch Auslese ausgezüchtet)und die alte Englische Biene. (berichtigt mich)

    Aus Erfahrung eigener Erfahrung, mit der Iberica, Drohnenseitig auf Bukis oder Italiener, kann ich nur warnen, sehr warnen! was giftigeres.......! Rückkreuzung zu Buckfast ergibt in f1 die Beste Biene die ich je hatte....... Dieses urwüchsige Wilde....

    Ja, ich hatte Bruder Adams Goldbiene.

    Ich schreibe das hier nicht um in irgend ein Horn zu blasen.

    Aber,

    DIE Schwarze Biene ist keinesfalls betroht, sie gibts in ganz Europa noch verteilt in ihren Ökotypen, mindestens mehr als Reste davon, und in geschulter Hand....

    Wolfgang, Nonsens :liebe002:

    Was mir Sorgen macht, sind die Drohnen der Dunklen, die bringen andere Okotypen.... die Schwarze rührt und mischt gaaaanz Tief in der Genetik, das gibt bei nicht geübten Züchtern, eine nicht begerrschbaren Heterosis Vigor.

    DA beisst die Maus keinen Faden ab. Die Bienen wollt ihr nicht, glaubt mir!

    Ich bin sehr für den Schutz von Ökotypen, unbedingten!

    Aber, es ist eben nicht die Letzte Schwarze die geschützt unbedingt erhalten werden muss.

    So, wie ich das Aussetzen von Wölfen in unpassende Umgebung....... ES GIBT HALT GENUG WÖLFE; wir schützen nicht den Letzen, sonders bürden der hier sehr geschunden Natur nur einen weiteren Predator zu. Nicht weil es dringend nötig ist, sonders weil bestimmte Leute sich das in den Kopf gesetzt haben, und das mit aller Gewalt durchsetzen wollen.

    So wie steh ich zur Schwarzen?, Ich liebe sie, weil ich die in meiner Jugend an der Belgischen Grenze noch ausreichend kennen gelernt hab. Aber das ist auch der Grund warum ich warne vor Geistern die rief.

    Schaut, ich bin sicher , diese Schwarzen sind nicht die Schwarzen die hier Propagiert werden, DIE waren im Verhalten total anders wie das was grad feil geboten wird.

    Ich habe gelernt auch nach Verhalten zu züchten, und das passt nicht mit dem im geringsten was ich in der Jugend gelernd habe, ü berein. Ja nich weit von meiner Heimat direkt hinter der Grenze gibts ein paar Belgier, die haben heut noch was ich kennen gelernt hab. Die wollt ihr auch nicht, wetten?

    So, nun macht was ihr wollt, haut drauf auf mich.

  • Ja was ist hier denn los?😱

    😂👍


    Winterblues. Anders kann ich's mir nicht erklären. Wenn I C H mir was wünschen darf, dann bitte keine Rassendiskussionen, zumindest nicht knapp über der Ackerkrume^^


    Machts a eigenen Faden zu auf, dann ist's gut. Hier bitte nicht. Das wäre mein Wunsch.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Ich soll mir also keine Sorgen machen, weil ihr noch weit weg von eurem Ziel seid, andere zur dunklen Biene zu zwingen? Oder weil ich nur vielleicht von dem Zwang betroffen sein soll? Oder es nicht so schlimm finden, weil andere Verbände das auch wollen?

    Was ist Dir denn über die Leber gekrochen?! 😱 Hoffe, das ist nur die übliche Winterdepression. Dafür hättest Du mein vollstes Verständnis. ;)

  • Hallo,


    ich denke, das die meisten der Meinung sein werden, dass eine Erhaltung der Genetik sinnvoll ist. Je mehr davon verschwindet, desto problematischer werden z.B. Krankheiten, etc.


    Wenn wir uns in Deutschland dafür einsetzen, die Genetik zu erhalten, dann können wir 2 Sachen tun, entweder Züchter in anderen Ländern unterstützen oder selber etwas aufbauen. Für einen Weg muss man sich entscheiden.


    Nun sind wir in Deutschland doch recht stark besiedelt. Ein Schutzgebiet, welches den Namen verdient (also keine 6km-Zone) würde sehr viele Imker dazu zwingen, eine andere Biene zu halten. Daher hat JaKi recht, selbst wenn demokratisch abgestimmt wird, dann werden immer noch extrem viele Imker zu einer anderen Biene gezwungen.


    Ich persönlich halte das trotzdem für sinnvoll, auch wenn ich mir die durchführung recht schwierig vorstelle. Wir sehen gerade in anderen Bereichen, wie es ist, wenn wir uns auf andere internationale Partner verlassen. Es ist absolut sinnvoll, das Deutschland in irgendeiner Form bei der Erhaltung mitarbeitet. Ob die vorgeschlagenen Wege die korrekten sind, kann ich nicht sagen, dafür bin ich in dem Thema nicht drin. Auch nicht, wie groß ein wirkliches Schutzgebiet sein muss, ob 30x30 km reichen würden oder man von 100x100 ausgehen muss, um eine Vermischung zu unterdrücken. Auch kann ich die Sorgen von z.B. Berufsimkern verstehen, die ihre Betriebsweisen anpassen müssten und gleichzeitig wahrscheinlich nicht mehr die Bienen hätten, die sie benötigen. Ob sich dann eine Imkerei mit so einer Umstellung noch halten kann, weiß ich nicht.


    Hier sind viele Dinge zu beachten. Amerika könnte sowas einfach bestimmen da sie Platz haben, in Deutschland ist es durch die Besiedelung nun mal sehr schwierig. Wenn man sich aber nicht für den Schutz solcher Arten einsetzt, dann werden sie verschwinden über kurz oder lang. Und Deutschland ist nun mal ein Land, in dem die Art vorkam.


    Ich persönlich finde den Weg, erst mal F1-Königinnen mit zu verteilen und eine eigene Population aufzubauen, vernünftig. Hier mag es auch sein, dass ich zu wenig Erfahrung habe. Mein nächster Schritt wäre aber eine Ausweitung der Belegstelle, um die Reinheit der begatteten Königinnen zu verbessern. Außerdem wäre evtl. eine Kombination sinnvoll. Es gab mal einen Bericht im Bienenjournal von 18:00 Uhr-Begattung, da hatten Imker die Drohnen- und Königinnenlöcher so geschaltet, dass sie erst um 18 Uhr aufgehen. Da zu diesem Zeitpunkt nicht mehr viele andere Drohnen unterwegs sind, könnte man sogar ohne Belegstelle befriedigende Begattungsergebnisse erzielen. Ob sowas auf einer Belegstelle sinnvoll ist und ob die Begattung dadurch leidet, weiß ich natürlich nicht. Aber es wäre eine Ergänzung, die ein paar Prozente mehr Sicherheit für Begattung durch dunkle Drohnen liefern würde.


    Gruss,


    Bugsi

    My Brother went over the Ocean, my Sister went over the Sea. My Father went over my Mother, that was the beginning of meeeee...


    10 Völker Carnica/Buckfast DNM 1.0 und 1.5 in Seegeberger und Holzbeute, Anfänger seit 2021

  • Hab’s doch irgendwie geschafft, das neue Thema anzulegen und hoffe, daß es hier weitergehen kann.

    Ich habe ja nicht so viel Ahnung wie einige hier, ich wundere mich nur, daß einerseits gesagt wurde, daß es schwierig ist historisch reines Material zu bekommen und man sich mit mehr oder weniger originalen Herkünften zufrieden geben muß, andererseits geschrieben wird, daß die Dunkle Biene noch weit verbreitet ist.

    Desweiteren frage ich mich dann, warum der ganze Aufwand. Der Aufwand den jeder einzelne dabei treibt ist mir egal, kann jeder machen, wir sind ein freies Land, solange es nicht einen deutlichen Mehraufwand für anliegende Imker bedeutet, die damit nichts am Hut haben.

    Es wird propagiert eine Biene zu haben, die weniger Aufwand erfordert, aber offensichtlich bedeutet diese Biene einen doch größeren Aufwand in der Zucht.

    Man erwähnt die Wichtigkeit ein Genetisches Backup zu haben und die Kälteresistenz, aber kaum ein Imker möchte, daß seine Königinnen sich mit dunklen Drohnen verbinden, was die simple Standbegattung wiederum verderben würde, übrigens in einer immer wärmer werdenden Umgebung.

    Was soll die Fixiertheit auf alles, was nach der letzten Eiszeit eingewandert ist. Eingewandert ist eingewandert und die Bedingungen sind nicht mehr die ( zum Glück ) alswie damals.

    So, und jetzt die Fachleute, die meinen Kopf zurechtrücken.

    Viele liebe Grüße und bleibt stabil

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

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    Zitat


    und andere Threads werden geschlossen, weil Imker über den Beschaffungspreis von Futtermitteln diskutieren....

    Das stimmt so nicht! Es wurde Werbung gemacht.
    Leute, auch wenn ich nicht mal sofort reagiere, ich habe alles im Blick. Das hier ist das Internet, keine Notfallstation ;)
    Das Telefon habe ich derzeit nicht immer im Blick. Von daher, wer mich kontaktieren möchte, dann bitte per PM oder Mail. Das geht schneller...


    Beste Grüße

    Hartmut

  • Ich persönlich finde den Weg, erst mal F1-Königinnen mit zu verteilen und eine eigene Population aufzubauen, vernünftig.

    Dunkle F1-Königinnen in "wesensgemäßen" Kisten sind Greenwashing als Wiederansieldung einer in Deutschland ausgestorbenen Unterart. - Nur gut für das Ego des einen und den Geldbeutel des anderen.

    ich denke, das die meisten der Meinung sein werden, dass eine Erhaltung der Genetik sinnvoll ist.

    Das ist bei einer Unterart nur mit "Zoo-Imkerei" möglich. - Durch 100% kontrollierte Begattung von isolierten Populationenen.

    Wenn wir uns in Deutschland dafür einsetzen, die Genetik zu erhalten, dann können wir 2 Sachen tun, entweder Züchter in anderen Ländern unterstützen oder selber etwas aufbauen. Für einen Weg muss man sich entscheiden.

    Oder beides: Die Bemühungen in Deutschland unterstützen, mit Züchtern in anderen Ländern zusammen arbeiten, und in wenig besiedelten Weiten Europas nach Schutzzonen suchen.