Verkauf über 12 Monate

  • Hallo zusammen,


    hat schon mal wer von euch den Verkauf über ein komplettes Jahr in Monaten gemessen und würde die Daten prozentual zur Verfügung stellen ? Da bei Imkern mit wenig Völkern oft Schwund durch Verschenken ist, bitte nur Imker mit mehr als 10 Völkern. Das soll bei der Planung helfen, wie viel Honig ich unabhängig von der Ernte 2023 zurück halten muss.

  • Ich erfasse wegen der Biozerfizierung jedes einzelne Glas Honig. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass die Daten eines anderen Imkers für die eigene Plaung wirklich nützlich sind, weil es sehr auf die Vertriebsstruktur ankommt (bei mir z.B. vorwiegend Versand, jährlicher Kauf eines Großkunden, selten Märkte usf.).

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Ich verstehe die Frage nicht.


    Du kennst ja den Spruch: eine Ernte im Lager, eine auf der Bank und die aktuelle im Verkauf.


    Der Honig eines Jahres wird natürlich zu 100% verkauft, bei mir nur im Glas. Dewegen ist das mit "eine Ernte im Lager" extrem schwierig und klappt eigentlich nur äußerst selten, wenn es mal eine wirklich außergewöhnlich starke Ernte gibt.


    Was jemand verschenkt, kann bei dir doch ganz anders sein. Eigenverbrauch ist irrelevant, da wohl kaum mehr als wenige Kilogramm pro Nase.

  • Ich verstehe deine Frage nicht. Was möchtest du bitte von deiner Ernte zurückhalten?

    Selbst wenn ich dir jetzt sage das ich meine Ernte zu 35% vor Weihnachten verkaufe du deine Ernte jedoch bereits im August komplett verkaufen kannst, wieso solltest du künstlich etwas zurückhalten. Es wird solange was verkauft wie etwas zu verkaufen da ist. Danach gibts nichts mehr und es muss ggf. auf die nächste Ernte gewartet werden.

  • Aus dem Bauch heraus würde ich mal sagen, dass sich Honig in den kalten Monaten besser verkaufen lässt. Ist mein erstes Jahr im vierstelligen Bereich. Ich möchte meinen Rapshonig nicht verramschen. 2021 hätte ich zu einem guten Preis verkaufen können, wenn ich den denn dann schon gehabt hätte. Also sind Rücklagen nicht schlecht. Was mir aber am wichtigsten ist, ist dass ich meine Kunden sicher bis zur nächsten Ernte versorgen kann. Es wird sicher einer unter uns sein, der ein Jahr mitgeschrieben hat.

  • Jetzt verstehe ich deine Frage noch weniger....


    Kostet dein Rapshonig denn im Winter mehr als im Sommer? Warum verramschen? Wenn deine Kunden im Sommer Rapshonig haben wollen sagst du dann den gibts erst im Winter oder was? Ob du deine Kunden sicher bis zur nächsten Ernte versorgen kannst hängt einzig und alleine davon ab wieviele Kunden du hast, wieviel deine Kunden kaufen und wieviel Honig du geerntet hast.

  • "Zurückhalten" gibt es für mich nur für die Familie und den Freundeskreis. Was sonst da ist, wird so schnell verkauft, wie ich es loswerde.

    "Wie stellst du dir das Land vor in dem Milch und Honig fließen?" "Klebrig."

  • Jetzt verstehe ich deine Frage noch weniger....


    Kostet dein Rapshonig denn im Winter mehr als im Sommer? Warum verramschen? Wenn deine Kunden im Sommer Rapshonig haben wollen sagst du dann den gibts erst im Winter oder was? Ob du deine Kunden sicher bis zur nächsten Ernte versorgen kannst hängt einzig und alleine davon ab wieviele Kunden du hast, wieviel deine Kunden kaufen und wieviel Honig du geerntet hast.

    Ich meine Eimerverkauf kontra Glasverkauf. Ich möchte einfach wissen, wie viel Rapshonig ich bis Mai 23 in etwa im Glas abverkauft bekomme, wenn ich meine Zahlen vom November in Relation dazu setze. Was mich ständig irritiert, ist, dass konkrete Fragen nicht beantwortet werden und statt dessen darum herum gekämpft wird. L. beschäftigt sicherlich Mitarbeiter die nichts anderes machen, als den Markt über das Jahr zu untersuchen.


    Wenn ich, wie gerade in einem Thread über Geschwindigkeiten eines Rührwerkes etwas sinnvolles beitragen kann, dann tue ich das und gebe keine Ratschläge wie "Kauf doch ein fertiges Rührwerk". Leider wird hier fast jeder Thread "entführt". Traurig.


    Das Ergebnis könnte so aussehen:


    Jan. 15 %

    Feb. 11 %

    ...


    Ich bin mir sicher, dass die Daten sich bei verschiedenen Imkern ähneln werden.


    Und ich bin mir sicher, dass einige Imker, die vom Honig leben, die Zahlen haben.

  • Wenn Du einerseits Deine Kunden befriedigen willst geht andererseits zurückhalten wohl nicht. Den meisten Honig wirst Du auf Weihnachtsmärkten verkaufen, wenn Du da auch hingehst. Um die Weihnachtszeit wird wohl auch mehr Honig in Geschenkeläden und an Büdchen verkauft, während der Sommerferien eher weniger, es seihe denn, Du verkaufst an Hotels oder Touristen im Algäu, bei Neuschwanstein oder an einem Park in Charlottenburg.

    Du siehst, Dein Unterfangen ist schwierig, weil es besser ist einem Kunden zu sagen, sorry, schon alles weg als, ich habe noch welchen aber den Verkauf ich Dir jetzt nicht weil vielleicht noch andere Kunden kommen in zwei Monaten. Auch wenn Du ihm einfach frech ins Gesicht lügst wird es nicht besser, sollte er von Bekannten hören, daß Du doch noch welchen verkaufst oder Dich im Internet erkundigst wie man das am besten macht.

    Verkauf alles was Du verkaufen kannst in dem Moment wenn Du es verkaufen kannst. Freue Dich wenn Du Dir nicht auf den Weihnachtsmärkten die eiskalten Füße in den Bauch stehen mußt und daß keiner Deiner Kunden reklamiert weil der Honig umgekippt ist, Phasentrennung aufweist oder hart wurde. Mit der eigenen Erfahrung an Deinem Ort bei Deiner Verkaufsstrategie mußt Du halt im nächsten Jahr mehr produzieren, zukaufen oder die Produktion bzw. Deine Verkaufsbemühungen bremsen.

    Viele liebe Grüße und bleibt stabil

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Und ich bin mir sicher, dass einige Imker, die vom Honig leben, die Zahlen haben.

    Ja. Ihre Zahlen! Im besten Fall aber auch die Nummer vom Kollegen, der aushelfen kann. Das ist die deutlich wichtigere Zahl. Weil wie überall in der Imkerei gilt auch hier: unverhofft kommt oft.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • dass konkrete Fragen nicht beantwortet werden

    Manchmal muss man halt auch noch ein paar Zusatzinformationen bekommen, um die generelle Frage überhaupt verstehen zu können. Und dann fragt man halt nach.

    Und manchmal machen Fragen auch neugierig auf die Umstände, bzw. die Ursache für die Frage. Und dann fragt man ebenfalls nach.

    Viele sehr gute Informationen und Ideen sind hier schon dadurch aufgekommen, dass auch um die Randerscheinungen einer Ausgangsfrage herum diskutiert wurde.

    Ich selbst hab schon das eine oder andere gefragt, bei dem mir durch Infragestellen dessen was ich wissen wollte, klar gemacht wurde, dass meine Frage völlig falsch gestellt war und mir die direkte Antwort darauf gar nicht weitergeholfen hätte.

    "Wie stellst du dir das Land vor in dem Milch und Honig fließen?" "Klebrig."

  • Ich glaube, ich habe mich da missverständlich ausgedrückt. Meine ENDkunden werde ich mit den Mengen die ich habe, ganz sicher bedienen können. Ich frage mich nur, wie viel Honig ich in Eimern abverkaufen kann, damit ich eine Punktlandung hinlegen kann. Und sicherlich verschiebt sich bei Imkern mit Weinachtsmärkten der Verkauf in Richtung Dezember. Aber auch solche Daten sind nützlich. Vielleicht mag ich mir ja auch mal kalte Füße holen. Und was Marion schreibt, stimmt natürlich auch. Ich habe ja in dem anderen Thread nicht konkret auf die Frage nach der Drehzahl geantwortet, aber, so hoffe ich, Morpheus geholfen. Es gibt aber auch Forianer die einen Thread in ganz andere Richtungen ziehen und der Faden damit untergeht.


    Es wäre trotzdem schön, wenn jemand eine Jahresbilanz hätte. Wie gesagt prozentual - nicht absolut.

  • Was mir aber am wichtigsten ist, ist dass ich meine Kunden sicher bis zur nächsten Ernte versorgen kann. Es wird sicher einer unter uns sein, der ein Jahr mitgeschrieben hat.

    Meine ENDkunden werde ich mit den Mengen die ich habe, ganz sicher bedienen können. Ich frage mich nur, wie viel Honig ich in Eimern abverkaufen kann, damit ich eine Punktlandung hinlegen kann.

    Eigentlich beantwortest du dir deine ursprüngliche Frage schon selber.

    Ansonsten siehe #10. Die königliche Aussage bringt es auf den Punkt. Wichtig ist deine eigene Marktsituation mit deinem Produkt und deine unternehmerische Risikobereitschaft.

    Zahlen von anderen Betrieben nutzen da doch recht wenig.