Verkauf über 12 Monate

  • Ich komm bei der Überlegung "Zurückhalten" beim normalen Verkauf generell nicht mit.

    Ich sorge dadurch für einen Zeitraum in dem ich möglicherweise mal keinen Honig habe dafür, dass dann doch welcher da ist, indem ich zu einem früheren Zeitraum nichts verkaufe obwohl ich Honig habe, so als hätte ich zu diesem Zeitpunkt keinen.

    Man lagert den "ich hab nix mehr" Zeitraum einfach nur künstlich vor.

    Das wäre nur DANN sinnvoll, wenn man z.B. im Sommer nichts verkauft, weil man davon ausgeht, dass man den Honig auf dem Weihnachtsmarkt dramatisch teurer verkaufen kann.

    Da muss man dann aber auch, je nach Menge, auch so Sachen wie das Lagern etc. mit einkalkulieren.

    "Wie stellst du dir das Land vor in dem Milch und Honig fließen?" "Klebrig."

  • "..ist das sehr unterschiedlich" beenden.

    Nö. Eher mit braucht größeren Datensatz. Das der Honigverkauf siaonsl schwankt ist nun keine abenteuerliche Annahme und durchaus möglich. Hierzu Daten anzufragen ist nun bei weitem nicht so abwegig, wie es hier vielerorts dargestellt wird. Klar ist, dass ein einzelner Datensatz allein nicht hilfreich ist. Aber bei wachsender Stichprobe wächst auch die Aussagekraft. Daher vielen Dank an Imker Lorenz:)


    Wobei Tipps zum Führen einer Fleischerei nun natürlich auch nicht schlecht sind. Vielleicht möchte ich ja in einigen Jahren mal was in diese Richtung machen ;)

  • Vielen Dank für deine Zahlen. Ich denke, auf das Sommerloch kann man sich verlassen, es sei denn, man wohnt da, wo andere Urlaub machen.

    Das mit den Etiketten und sonstiger Verkaufsförderung bin ich schon angegangen. Hab inzwischen auch meine erste Großlieferung gemacht und bin auf deren spezielle Kundenwünsche eingegangen. Hofläden und Bäckereien fehlen noch. Was mir ein bisschen Sorgen macht, ist der hohe Rapsanteil an der Ernte.

  • Deinen Beitrag Rainfarn habe ich übrigens nur exemplarisch zitiert, genauso hätten es 20 vorherige sein können.

    Dass die 20 vorherigen Beiträge in die ähnliche Richtung gingen, bringt dich nicht auf die Idee, an den dort getätigten Aussagen könnte was dran sein?

    Und ganz entfernte Diagnose: Lasst ihn das doch selbst entscheiden und denkt euch euren Teil, wenns euch stört. Immerhin zerschießt ihr dann nicht den nächsten Thread. Es nervt massiv.

    Zerschossen hat diesen Thread in meinen Augen niemand, geht halt nicht immer nur nach dem Motto: "Schreibt nur, was ich auch lesen will."

    Dieser Faden kann mit Zahlen gefüllt werden bis ultimo, zwecks Unterhaltung oder weil Winter ist. Für den Neuimker ergibt sich unter Umständen nur der falsche Schluss, sich mit seinen Absatzzahlen an hier genannten Zahlen orientieren zu können/müssen. Holzweg!

  • Und ganz entfernte Diagnose: Lasst ihn das doch selbst entscheiden und denkt euch euren Teil, wenns euch stört. Immerhin zerschießt ihr dann nicht den nächsten Thread. Es nervt massiv.

    Ich glaube, Du missverstehst eine ganz wesentliche Funktion des Forums, nämlich auch für andere Adressaten Gedanken zu bieten als bloß den Fragesteller. Ich finde die Frage völlig logisch, als Anfänger hab ich mir solche Zahlen natürlich auch dringend gewünscht. Genau wie die richtige Betriebsweise, Biene, Kiste, - man muß ja nicht selbst jedesmal das Rad neu erfinden!


    Doch. Muß man. Weil man nur mit dem eigenen Rad fahren lernt. Ich imkere jetzt seit über zwanzig Jahren mit inzwischen doch mehr als drölf Völkern, ich haue jedes Mal daneben müßte ich vorher sagen, was ich verkaufen werde. Das ist der einzige Rat, den ich seriös geben kann (Erfahrung aus 20+ Jahren):


    Der Regelfall (bei mir) ist so: 1.) Boah, ist DAS viel Honig! (Bei der Ernte). 2.) Extra Kunden für das Mehr an Honig suchen, finden, Altkunden kaufen überraschend mehr als im Vorjahr. 3.) Honig wird knapp. 4.) Überschlagen, wieviel Honig man braucht (Neukunde halten, Altkunden nicht verlieren. Panik) 5.) Mehr Honig machen. 6. ) Boah, ist DAS viel Honig!!! 7.) Neukunden suchen...


    Usw. Da hab ich mal einen Vortrag zu gemacht. Die Schmerzen des Wachstums. Das kommt genau DAHER. Inzwischen kann ich ein gut gefülltes Lager besser aushalten. Um den Spruch mit den drei Ernten auch inhaltlich zu verstehen hab ich fast 20 Jahre gebraucht. Nicht ist so verführerisch wie genaue Zahlen. Und so gefährlich.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Dass die 20 vorherigen Beiträge in die ähnliche Richtung gingen, bringt dich nicht auf die Idee, an den dort getätigten Aussagen könnte was dran sein?

    Hier, im IF? Nein, echt nicht. Bei manchen Themen fühle ich mich an Monty Phyton erinnert. "Er hat Jehova (Liebig) gesagt, steinigt ihn". Drei Kollegen geben die Richtung vor, danach wird eingeschwenkt. Fällt mir hier bei vielen Themen auch. Auch bei solchen wo ich die Mehrheitsmeinung teile.


    Zitat

    Holzweg!


    Wieso? Wenn hier viele Datensätze kämen (Der Zug dürfte abgefahren sein) und sich ein Bild abzeichnen würde - etwa dass die Verkäufe im Winter etwas besser sind - könnte dieser Holzweg die Jungimker durchaus davor bewahren Eimer im August zu verschleudern, weil sie im Juni und Juli wenig los wurden. Dieser Thread hätte echtes Potential gehabt eine Hilfestellung zu werden.


    Wenn die Diskussion aber direkt torpediert und unterbunden wird, ergibt sich nichtmal ein Holzweg, sondern gar kein Weg.


    rase Deinen Einwand sehe ich mit obiger Antwort an Rainfarn auch adressiert. Natürlich sind Daten nicht 1:1 übertragbar und jeder muss seine eigenen Erfahrungen machen. Ich sehe nicht, wo dieser Thread das verhindern würde? Nicht, nachdem es drölf mal erwähnt wurde ;)

  • Wenn das Rad immer neu erfunden werden müsste - wozu braucht es dann Schulen und Ausbildungsbetriebe ? Eine der wenigen Erfahrungen, die man selbst machen muss, ist die heiße Herdplatte.


    Wobei ich nicht unbedingt uninnovativ bin. Gehe gerne neue Wege. Aber warum nicht das nutzen, was bekannt ist ?

  • Als Hobbyimkerin kann ich es mir, im Gegensatz zum Berufsimker natürlich problemlos leisten, auch mal keinen Honig mehr zu haben. Das hat bei mir im Jahr danach sogar für etliche Vorbestellungen gesorgt, weil meine Kunden sichergehen wollten, dass sie welchen bekommen.

    "Wie stellst du dir das Land vor in dem Milch und Honig fließen?" "Klebrig."

  • Hier, im IF? Nein, echt nicht. Bei manchen Themen fühle ich mich an Monty Phyton erinnert. "Er hat Jehova (Liebig) gesagt, steinigt ihn". Drei Kollegen geben die Richtung vor, danach wird eingeschwenkt. Fällt mir hier bei vielen Themen auch. Auch bei solchen wo ich die Mehrheitsmeinung teile.

    Was man diesem Forum bestimmt nicht nachsagen kann, dass es weichgespült nach Mehrheitsmeinung (gibts die bei Imkers? ) agiert. Vielleicht ein bisschen weniger direkt als noch vor Jahren. Bei dem ewigen Wiedergänger "Dunkle Biene" geht es vergleichsweise harmlos zu derzeit.

    Dieser Thread hätte nicht dazu geführt, die ein oder andere unternehmerische Entscheidung sinnvoll zu unterstützen, egal wie viele Zahlen hier stehen würden und wie viele Saisonschwankungen auch immer hier verewigt worden wären. Und zwar u. a. aus einem ganz simplen Grund, der mir zunehmend auffällt. Es wird vielfach nicht gelesen und danach bewertet. Es wird bewertet aus der eigenen Erwartungshaltung heraus.


  • Wobei Tipps zum Führen einer Fleischerei nun natürlich auch nicht schlecht sind. Vielleicht möchte ich ja in einigen Jahren mal was in diese Richtung machen ;)

    Du solltest herauslesen, dass bei Kleinbetrieben, egal in welcher Branche, jeder Alleinunterhalter ist. Jeder muss seine Marktlücke, die er ausfüllen will, selbst finden.

    Daten eines einzelnen Imkers helfen nicht. Daten vieler Imker ergeben eine Statistik. Diese muss man lernen zu lesen, trotzdem lügt jede.


    Gruss

    Ulrich

  • Wenn ich in einer Bäckerei gehe und nach Brötchen frage, wäre ich sehr irritiert, wenn der Bäcker mir stattdessen Brot verkaufen möchte. Es ist höflich und vor allem nützlich, das Gefragte zu beantworten. Und falls besondere Umstände den Verkauf über die 12 Monate beeinflussen, kann man das ja auch dabei schreiben. Threadentführungen wie eben bei Schwierige Zeiten/Lösungen braucht keiner.

  • Wenn das Rad immer neu erfunden werden müsste - wozu braucht es dann Schulen und Ausbildungsbetriebe ?

    Weil verschiedene Dinge halt über die Jahre stabil sind. Mathe zum Beispiel. Oder verstehendes Lesen. (Keine Ahnung wie letzteres auf westdeutsch heißt.)

    Eine der wenigen Erfahrungen, die man selbst machen muss, ist die heiße Herdplatte.

    Und - wie wir schon seit 5 Seiten versuchen, Dir beizubringen - der Vertrieb von einem Luxusgut wie Imkerhonig, der bei jedem Imker anders abläuft, auch über die Jahre, und auch pro Imker und Jahr andere Ergebnisse bringt. Ja, auch in der jahreszeitlichen Verteilung.


    Deswegen der wiederholte Ratschlag, mit der Unsicherheit umgehen zu lernen und demensprechend den Vertrieb zu organisieren.

  • Das war keine Entführung, der Diskurs hat sich aus dem Thema ergeben und zeigt bestenfalls wie wichtig das Thema war oder ist. Was mir hier auffällt ist daß Du ständig weiterbohrst obwohl doch nun wirklich alles klar sein sollte.

    Ich fasse es nochmal für Dich zusammen.

    Im Allgemeinen verkauft man im Winter mehr Honig und während der Sommerferien weniger. Dazwischen geht es gegen Weihnachten nach oben und Richtung Sommer nach unten.

    Jetzt teilst Du 100% in 12 Teile, ziehst die Zahlen im Winter etwas höher als das Mittel und im Sommer etwas runter. Das ist ausreichend genau. Genauer wird es nur für das jeweils vergangene Jahr in genau Deiner Imkerei bei Deinen Bedingungen und Deiner Kundschaft in Deiner Gegend.

    Ich vermute ja, daß Du insgeheim eine Prämie erhältst wenn Du es schaffst eine unsinnige Frage auf über 100 Beiträge aufzublasen so wie das bei mir ist 😏.

    Viele liebe Grüße und bleibt stabil

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Heißt "wir" alle mit Ausnahme von mir ? Auch das nervt, zumal es auch so nicht stimmt.

    Da war eben was mit Jehova/Liebig...


    Und ich bin mir auch sicher, dass die beiden prozentualen Wertereihen gelesen wurden. Und vielleicht bekommen wir ja auch noch welche.