Verkauf über 12 Monate

  • Um mal "produktiv" und hilfreich was beizutragen:

    Bei MIR ist es so, dass die Nachfrage ab September steil nach oben geht und ab Februar/März immer weniger wird. Im Hochsommer geht nur ganz wenig.

    (Außer 2022. Da geht seit der Inflation allgemein nur noch ganz wenig.)

  • ...Ich frage mich nur, wie viel Honig ich in Eimern abverkaufen kann, damit ich eine Punktlandung hinlegen kann...

    Ich zitiere hier mal


    ...eine Ernte im Lager, eine auf der Bank und die aktuelle im Verkauf...

    Also erstmal nix in Eimern verkaufen, bis du ein Jahr in Gläsern verkauft hast, dann hast du (vielleicht) noch Reste in Eimern, die dann in Gläser kommen und die neue Ernte ins Lager.

    Erst wenn am Ende des 2. Jahres immer noch Eimer aus dem ersten Jahr im Lager stehen würde ich mir Gedanken über den Verkauf in Eimern machen (oder überdenken, ob ich zu wenig Werbung gemacht habe).

  • Im Eimer würde ich nur verkaufen, was wirklich aus irgenwelchen Gründen "über" ist und "weg muss". Weil man z.b. keinen Lagerplatz mehr hat und wegen Krankheit nichts verkaufen konnte, oder eben einfach kein Verkaufstalent hat, das hat schließlich wirklich nicht jeder. Oder natürlich, wenn man in seiner Gegend zuviel Konkurrenz hat und den Honig einfach nicht los wird, soll ja vorkommen wie man hier hört. Oder weil man sich einfach aus Gründen die Vermarktung sparen und den Honig schnell weiter bringen will. Ja, es soll sogar Leute geben, die imkern gar nicht für den Honig, sondern nur, weil sie mit den Bienen spielen wollen...! :eek:


    Das alles scheint bei dir ja nicht der Fall zu sein, also gibt es keinen Grund, was zurückzuhalten oder gar im Eimer zu verkaufen - im Gegenteil.


    Das Glas verdient das Geld, der Eimer macht nur das Lager schnell leer!


    Wie gesagt, Lagerbestand ist schön und anzustreben, aber nur ganz schwer erreichbar, da in der Regel alles verkauft ist, wenn die neue Ernte kommt. Honig aus Deutschland ist ein Mangelprodukt. Hat sich nur leider noch nicht bei allen Imkern rumgesprochen.

    Ja, spinn' i oder bien i?

    Einmal editiert, zuletzt von hornet ()

  • Im Eimer würde ich nur verkaufen, was wirklich aus irgenwelchen Gründen "über" ist und "weg muss". .

    Nö. Auch um einem Kollegen auszuhelfen. Weil daß das keine Einbahnstraße ist, merkt man spätestens, wenn man selbst blank ist^^

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • ja, ist auch ein Grund, meine Aufzählung erhebt nicht den Anspruch der Vollständigkeit, was mögliche Gründe betrifft. Aber anstreben sollte man halt immer den Glasverkauf.

  • Ich kenne genug Kollegen, die das gänzlich anders sehen, und das auch mit Zahlen hinterlegen können^^


    Für m i c h kann ich sagen, der Glasverkauf ist der richtige Weg. Aber es gibt soviel Wege....

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Warum muss sogar der Honigabverkauf verkompliziert und wissenschaftlich betrachtet werden.

    Wenn Du nichts zukaufen willst, solltest Du sehen, dass Du einen Ernteausfall 2023 verkraften kannst.

    Ein guter Weihnachtsmarktverkauf reduziert sich, durch total verregnete Markttage, drastisch. Es gibt keine Regeln. Und Imker, die viel verkaufen, haben keine Zeit für nutzlose Verkaufsstatistiken.

    Jeder hat andere Voraussetzungen.


    Gruss

    Ulrich

  • Ich mag halt gerne Fakten. Die Situation hat sich so ergeben, dass meine Ernte gegenüber dem Verkauf drastisch zugenommen hat. Ist ein Luxusproblem, aber immer noch ein Problem, welches gelöst werden muss. Weihnachtsmärkte sind noch ein Problem, da ich zur Vorweihnachtszeit bisher immer in Brasilien war und von der Ernte überrannt wurde. Am Marketing bin ich dran, aber das braucht seine Zeit. Ralf hat mal in der Weihnachtsmarkt-Sendung gesagt, dass man sich den/die Märkte aufbauen muss. So ist das meiner Meinung nach auch bei anderen Absatzwegen.


    Dank an Leberkas für den September-März-Hinweis. Ein erster Lichtblick. Vielleicht kommt ja noch was.

  • hat schon mal wer von euch den Verkauf über ein komplettes Jahr in Monaten gemessen und würde die Daten prozentual zur Verfügung stellen ? Da bei Imkern mit wenig Völkern oft Schwund durch Verschenken ist, bitte nur Imker mit mehr als 10 Völkern. Das soll bei der Planung helfen, wie viel Honig ich unabhängig von der Ernte 2023 zurück halten muss.

    Ja im Rahmen der Bio-Kontrolle. Kann dir aber gleich sagen, dass die Prozentzahlen in den einzelnen Monaten nichtmal annähernd gleich waren.


    Die Daten sind aber, wie meine Vorredner schon geschrieben haben, für dich sinnlos, da es sich dabei um betriebsspezifische Kennzahlen handelt.


    Da du mit deinen 25 Völkern jetzt ja nicht im 1. Jahr imkern wirst, solltest du ja Aufzeichnungen über Erntemengen haben und wissen was davon nach der Ernte des neuen Jahrs noch über ist. Darauf aufbauend kannst du, sofern der Kundenstamm sich nicht ändert, die ungefähre Menge abschätzen, die du ja im Jahr verkaufst.

  • Mal darüber nachgedacht, dass deine Frage so gut ist wie: welches Auto soll ich kaufen?


    Jeder hat einen anderen Bedarf, jeder hat andere Märkte, jeder vertreibt anders, manche haben Wiederverkäufer die eher stabileren Durchsatz haben, andere schlagen 50% oder mehr auf dem Weihnachtsmarkt um.


    Nehmen wir mal an, dass dir jemand eine prozentuale Aufteilung liefert, wie du es dir wünscht. Was bringt dir das? Gar nichts, solange du nicht seine genauen Vertriebswege und Zahlen kennst und zwar im Details. Nur dann könntest du ganz vielleicht ja daraus etwas ableiten.


    Bei so einer Frage muss man sich über die Entwicklung des Threads nicht aufregen (auch wenn dein Unmut darüber bei manch anderem Thread sicher korrekt ist).

  • Weißt du denn nicht, was deine Kunden in etwa kaufen?

    Ich glaub, sooo ganz lange imkert und verkauft er noch nicht.

    Ich mag halt gerne Fakten.

    Wenn man eine konkrete Antwort erhalten möchte, muss man auch eine konkrete Frage stellen.

    Erst in #13 wird nach mehreren Nachfragen einigemaßen klar, worum es dir geht. Es ist nicht so schön, den anderen antwortenden Mitgliedern dann Vorwürfe zu machen.


    Zur Antwort:

    Wie schon mehrere ausführten, sind die prozentualen Angaben des Verkaufs wenig hilfreich, wenn man nicht die jeweilige Situation vorort kennt.

    Allein die Tatsache, dass du garnicht auf Weihnachtsmärkten verkaufst, sehr viele Kollegen aber dort den größten Umsatz des Jahres machen, sollte dir die Sinnlosigkeit deiner Frage verdeutlichen.

    Ich verkaufe viel an Touristen, was den Absatz viel mehr über das Jahr verteilt als bei anderen Imkern. Hast du viele Touristen unter deinen Kunden?

    Die richtige Verkaufsmenge abschätzen ist ein Glückspiel. Das geht nicht mit konkret. Es gibt das ganze Jahr über Interessenten für guten Honig im Eimer. Zunächst würde ich um diese Jahreszeit nur soviel verkaufen, wie du sicher als zuviel einschätzen kannst. Vor der neuen Ernte gibt es dann die Imker mit dem leeren Lager, die dankbar sind, noch Honig im April oder Mai kaufen zu können, wenn man selber nur noch 2 Monate abschätzen muss.

    Wenn sich neue Ernte und ( kleinere) Resbestände der vergangenen Saison überschneiden, ist das auch gut. Eine komplette Ernte vorzuhalten, weil man immer mit einem Totalausall rechnen muss, erscheint mir nicht angemessen, da ich bisher immer entweder im Frühjahr oder im Sommer eine zufriedenstellende Ernte hatte.

    Jaja, igendwann ist immer das erste Mal. Dann wird halt mal ein Jahr ge- und nicht verkauft. Die Wahrscheinlichkeit für dieses Szenario ist mir aber zu gering, um mich voher schon darüber verrückt zu machen.

    "Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen und vor sich hin zu schauen.“ Pippi Langstrumpf

  • hat schon mal wer von euch den Verkauf über ein komplettes Jahr in Monaten gemessen und würde die Daten prozentual zur Verfügung stellen ?

    Also die Frage war doch von Anfang an klar, nur dass keiner eine Antwort gegeben hat.
    Ich verstehe das Problem auch gut. Ich habe einige Stammkunden, die möchte ich gerrne dauerhaft bedienen. Da stellt sich schon die Frage, ob ich neue Vertriebswege suchen soll um mein Lager zu leeren, oder ob ich lieber mein Lager voll lassen soll, falls nächstes Jahr wenig rein kommt. Dazu hat Hornet eine Antwort gegeben. Die werde ich für mich beherzigen, Dankeschön.

    Liebe Grüße

    Uwe

  • Wenn man ganz sicher gehen will, hilft nur der allgemeine und schon oft angesprochene Spruch:

    1xBank, 1xLager und 1x im Volk.

    Alles was dann zuviel ist kann weg.


    Wo ist da das Verständigungsproblem?


    Letzte Ernte kommt ins Glas, neue ins Lager und alles was dann noch übrig sein sollte kann in freien Handel.


    Liebe Grüße Bernd

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.