Drahtbügelgläser als Honigglas? Hersteller? (Vor- und Nachteile)

  • Hallo zusammen,

    ich war schon Ewigkeiten nicht mehr hier unterwegs. Aktuell vermarkte ich meinen Honig in Twistoffgläsern, da man die Deckel dieser nicht wiederverwenden kann, möchte ich aus Nachhaltigkeitsgründen auf ein anderes Glas umstellen. Gläser mit Kunstoffdeckel sind wesentlich nachhaltiger, da nur die Papiereinlage ausgetauscht werden muss, und der Rest wieder verwendet werden kann, jedoch gefallen mir diese Gläser nicht sonderlich gut.


    Jetzt war die Überlegung auf Drahtbügelgläser umzustellen (Pfandglas). Jedoch sind bei diesen die meisten Drähte nicht aus Edelstahl, was dazu führt die Drähte vor dem Spülen entfernen zu müssen, da diese ansonsten rosten oder anlaufen. Ich finde lediglich Gläser mit Edelstahldraht bei einem großen schwedischen Möbelhaus, jedoch sind die Gläser mit 500 ml etwas zu groß oder mit 130 ml etwas zu klein.


    Hat jemand in der Verwendung von Drahtbügelgläsern Erfahrung? Kennt jemand eine andere Bezugsquelle für Bügelgläser mit Edelstahldraht (google war bei mir nicht sonderlich hilfreich) am besten mit 400 ml. Oder ist die Verwendung von üblichen Bügelgläsern mit verzinkten Draht durchführbar, ohne dass zu viel Ausschuss wegen angelaufenem, röstigen oder schwarzen Draht entsteht?


    Vielen Dank für alle Hinweise und Anregungen.


    Beste Grüße

    Kai Harry

  • Um wieviel Gläser geht's Dir denn?


    Bei den Bügelgläsern muss man doch bestimmt auch die Gummiringe austauschen, oder? Ohne Fummelei wird's also sowieso nicht gehen.

    Bei so 200 Gläsern kann ich mir das noch vorstellen, aber das sind ja grad mal 100 kg Honig, also ca. 6-7 volle Dadant-Zargen.


    Ne halbe oder ganze Tonne kriegst Du so vermutlich nicht gehändelt, oder?


    Ich grübel auch noch ein bisserl hin und her, pendle aber eher zwischen Plastik- oder Metalldeckeln. Grüner Punkt versus Metallreycling...

  • Bei den Bügelgläsern muss man doch bestimmt auch die Gummiringe austauschen, oder?

    Du musst die Gummiringe auf jeden Fall zum Spülen abnehmen, sonst sammelt sich darunter der Kniest. Und hinterher wieder drauffummeln.

    Auf der Suche nach der Bee-Life-Balance.

    Nächstes Imkerforumstreffen am 3-5.2.2023 im Jagdhof Kleinheiligkreuz bei Fulda. :daumen:

  • Ich hätte keine Probleme mit der Wiederverwendung der Gummis, solange sie in Ordnung sind. Zumindest früher die Weckgummis waren ja drauf ausgelegt, immer wieder verwendet zu werden. Mehrfaches Auskochen haben sie gut vertragen, sie mussten ja sterilisierbar sein und lange dicht halten. Aber da Honiggläser nach dem Befüllen eben nicht in den Sterilisator wandern, hätte ich Bedenken wegen des Handlings. Da muss man schon mit mehr Kontakt ran als mit den Fingerspitzen.

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  • Ich hätte keine Probleme mit der Wiederverwendung der Gummis, solange sie in Ordnung sind. Zumindest früher die Weckgummis waren ja drauf ausgelegt, immer wieder verwendet zu werden. Mehrfaches Auskochen haben sie gut vertragen, sie mussten ja sterilisierbar sein und lange dicht halten. Aber da Honiggläser nach dem Befüllen eben nicht in den Sterilisator wandern, hätte ich Bedenken wegen des Handlings. Da muss man schon mit mehr Kontakt ran als mit den Fingerspitzen.

    Auskochen der Ringe müsste ja eigentlich funktionieren, das sollten alle Rückstände abtöten. Zusammenbauen funktioniert dann nur mit Handschuhen, um keine Kontaminierungen in die Gläser zu bringen.

  • Gummi nimmt Fremdgerüche an, da würde ich niemals Rückläufer wieder verwenden.

    Zumindest früher die Weckgummis waren ja drauf ausgelegt, immer wieder verwendet zu werden.

    Im eigenen Haushalt, aber nicht verkauft und wieder verwendet

    Ich wurde gut erzogen. Keine Ahnung, was dann passiert ist...

  • Ich finde es ist echt eine schwierige Entscheidung, ich will eigentlich auf Kunststoff verzichten, aber das macht alles ziemlich kompliziert. Es sind bei mir 750 kg - 1 t Honig also etwas zwischen 1750 - 2500 Gläser, also ziemlich aufwendig. Und dann müsste ich auch 2 € Pfand für die Gläser nehmen, ob das die Kunden bereit sind auszulegen weiß ich einfach nicht. Ich muss mir das in den kommenden Tagen nochmal überlegen.

  • Ich finde es ist echt eine schwierige Entscheidung, ich will eigentlich auf Kunststoff verzichten, aber das macht alles ziemlich kompliziert. Es sind bei mir 750 kg - 1 t Honig also etwas zwischen 1750 - 2500 Gläser, also ziemlich aufwendig. Und dann müsste ich auch 2 € Pfand für die Gläser nehmen, ob das die Kunden bereit sind auszulegen weiß ich einfach nicht. Ich muss mir das in den kommenden Tagen nochmal überlegen.

    Hm. Aus Umweltsicht würde ich vermuten, das Gummi schlechter als Kunststoff oder Metall ist, weil Gummi am Ende ewig auf der Müllhalde herumliegt. Die anderen Materialien sind einfacher recyclebar.


    Und viel Kunststoffkontakt hat der Honig ja nicht, solange man die Gläser stehend lagert.


    Ich muss auch zugeben, das mir als Kunde die Bügeldeckel zu riskant wären. Man kauft so ein Glas, in der Tasche bleibt es wo hängen und das Ding geht auf.


    Aber es sieht aus natürlich schön nach hausgemacht aus und ich stell mir da eine gemütliche Oma vor, die den leckeren Honig ins Glas schüttet. :)