Welche Arbeiten kann man sich sparen?

  • Entdeckelungsgabel wegschmeissen. Klärfass braucht es nicht, wenn man den Raps auf dem Punkt erntet. Spitzsieb steht immer IM Honig, sodass Wachs aufschwimmen kann.

    Ich verstehe das nicht. Scheinbar sind bei Dir immer alle Völker gleich weit entwickelt und sammeln im Frühjahr nur während zwei Wochen Nektar, bzw stehen in so einer bienenfeindlichen Umgebung, dass sie nur In einem engen Zeitfenster von einer einzigen Tracht leben?

  • Standorte auf dem Weg zur Arbeit eher nicht, weil ich dann durchgeschwitzt bei der Arbeit ankäme. Aber gut, daß mich das nicht mehr trifft. Als Vorruheständler versuche ich eine Reihung der Stellplätze hinzubekommen bei der ich alle nacheinander anfahren kann in einer Schleife sozusagen. So könnte ich mir einen Wochentag aussuchen, bei den Wochenendimkern Samstag oder Sonntag, an dem ich gebündelt und regelmäßig imkere. Diese Systematik bringt ebenfalls Ruhe rein und Planbarkeit. Das entspannt. Ich muß leider etwas rumfahren um in wirklich schöne Gegenden zu kommen.

    Vielleicht hat ja jemand von Euch Erfahrungen mit der Tournee-Imkerei?

    Viele liebe Grüße und bleibt stabil

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Meine größten Arbeitserleichterungen der letzen Jahre waren:

    -Futter im Fass mit einer Pumpe anrühren lassen, statt mehrere 20L Kanister minutenlang zu schütteln.

    -Speedking statt Gabel

    -24 Waben radial statt 6 tangential. Spart mehrere Tage. Früher habe ich mehrere Tage von 7 bis 23 Uhr entdeckelt und geschleudert. Jetzt fange ich um 9 an und räume um 17 Uhr auf. 500kg Honig sind dann im Klärfass.

  • Da hast du aber ein großes Klärfass :)

    Über die Schleuder kann man sicher diskutieren, aber das passt zu einem anderen Faden.

    Mit gabel einfach rüberratschen biste auch ziemlich fix, die Zellen sehen danach halt nicht so schön aus... an manchen Stellen brauche ich die Gabel schon noch.

    Komplett ohne Siebe arbeiten ist sicher auch möglich, zumindest in der Sommertracht. Rapshonig ist irgendwie immer ein Sonderfall...


    Schöne Grüße - Matthias

    Es war alles sooo gut geplant. Und dann kam das Leben dazwischen...

  • Man könnte ziemlich viel Zeit sparen, wenn man das Imkerforum selektiver nutzt. Für mich heißt das, bestimmte Nutzer auf Igno zu setzen, die mich erfahrungsgemäß nur Zeit und/oder Nerven kosten, nicht mehr über jedes Stöckchen springen, speziell für mich uninteressante Threads ausblenden.

  • Man könnte ziemlich viel Zeit sparen, wenn man das Imkerforum selektiver nutzt. Für mich heißt das, bestimmte Nutzer auf Igno zu setzen, die mich erfahrungsgemäß nur Zeit und/oder Nerven kosten, nicht mehr über jedes Stöckchen springen, speziell für mich uninteressante Threads ausblenden.

    Wie wäre es mit einer Ignorierliste - best of ?

    Es gibt welche die wirklich nichts beitragen, Beiträge kapern oder einfach vollspammen.

  • Das wird jetzt aber OT ;)


    Allerdings, das Forum im Winter auf gute Beiträge durchsuchen und sich die besten Tipps zusammenfassend notieren, kann sicher weiterhelfen.


    Schöne Grüße - Matthias

    Es war alles sooo gut geplant. Und dann kam das Leben dazwischen...

  • Bei den Bienen lässt sich durch beobachten und Uebung viel Zeit sparen, z. B. Weniger Waben ziehen. Ab Juli keine regelmäßige Kontrolle mehr.

    Dummerweise war fast immer irgendwas unnormal wenn ich hingeschaut hab. 8 Kisten 1 ohne Koenigin, oder Futter fertig aber nicht die Kiste am Rand. Koenigin wegen Behandlung in den Adamfuetterer gezogen top Wabenbau unten leer, Absperrgitter war bereits weg.

    Maeuse haben sich seitlich in die Kiste eingefressen. Vorne wars denen zu eng.


    Aber Zeit lässt sich jetzt sparen wenn man 1 Jahreszeitlich angepasste Grundausruestung dabei hat. Etwas Werkzeug, Kistenmaterial, Raucher, Raehmchen und sowas. Sonst heisst es sicher, neue Anfahrt, Bei kleineren Sachen kann man sich das sparen.

  • Wie wäre es mit einer Ignorierliste - best of ?

    Es gibt welche die wirklich nichts beitragen, Beiträge kapern oder einfach vollspammen.

    Nö, erstens betrifft das für jeden etwas anderes und zweitens führt das nur zu Unfrieden. Wer das nicht selber rausfinden kann, muss halt noch ein bisschen leiden.


    Es gab hier allerdings mal einen, der ständig verkündete, wen er jetzt auch noch auf seine Igno-Liste gesetzt hat. Es wurde aber nicht unbedingt als Schande betrachtet, dort gelandet zu sein. :D

  • Sogar ich hab mich letztens das erste mal auf einer Ignore Liste wiedergefunden. Weiß zwar nicht wie ich zu der Ehre gekommen bin, aber yeah, ich bin dabei! 😂

  • Ich glaube, das mit dem Einsparen geht mit der Zeit von selbst.

    Anfangs zählte ich auch noch einzelne Milbenleichen, schaute bei der Schwarmkontrolle ALLE Waben an, schrubbte Zargen von innen, hatte 4 Stände mit 3-4 Völkern abzufahren, druckte Einzeletiketten für 20Gläser ....etc

    Irgendwann merkte ich ( und meine Familie) dass mir das zu viel wurde. Und so regulierte sich das: ich wurde gelassener, und tat mir nicht mehr alles an.

    Inzwischen habe ich das Gefühl, dass es meiner Imkerei gut tun würde, wenn ich wieder mehr Zeit investieren würde... das Dumme ist: es ist nicht mein einziges Hobby!


    Gruß Jule

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.

  • Danke Nannyo dass du die Idee von Stylex umgesetzt hast. Vielen Dank auch an alle die hier so viele wertvolle Tips gegeben haben (und das ohne es zu „zerdiskutieren“ 😉 ). Es macht richtig Spaß diesen Faden zu verfolgen. Herzlichen Dank!


    Das meiste wurde ja geschrieben. Meine absoluten Favoriten sind:


    -Immer voller Werkzeugkoffer im Auto. Ausreichend Rauchmaterial und Wassersprüher dabei haben.


    -In der Schwarmzeit fährt immer ein bestückter Ablegerkasten mit. (Kö-Ableger oder Schwarmfang)


    -möglichst im Standmaß bleiben. Wenn Mini+ dann mit Adapterrähmchen und Zargen


    -Etiketten von der Rolle mit Etikettiervorrichtung


    -seine Betriebsweise finden und treu bleiben. Man muss nicht alle Imkerlichen Tätigkeiten machen. Dabei mit Kollegen vermehrt zusammen arbeiten, statt über Beuten und Bienenherkünfte zu lästern


    -Vor Neuanschaffung hier im Forum lesen, lesen, lesen. Sparst viel Geld und Nerven.


    Wünsche euch noch viele gute Beiträge und einen schönen Sonntag!

  • Bis letzte Saison dachte ich noch, Rähmchen aus dem Dampfwachsschmelzer müssen beim Wiedergebrauch fast wie neu aussehen. In Zwischenzeit schabe ich die Seiten der Hoffmannseitenteile einmal ab, einmal Drähte freimachen, ggf etwas Schlonz ab dass das Rähmchen einigermaßen frei ist, fertig. Idealismus führt hier nicht zum Ziel, nach zehn Stunden freikratzen für 80 Rähmchen hieß es: entweder wegschmeißen und verbrennen oder Anspruch reduzieren. Seitdem ist es "es muss nicht perfekt sein, aber es muss gut genug sein". Passt, auch/ zusätzlich wegen der jährlichen AFB Probe aller Völker.


    Schöne Grüße - Matthias

    Es war alles sooo gut geplant. Und dann kam das Leben dazwischen...