Welche Arbeiten kann man sich sparen?

  • In einem anderen Faden brachte Stylex die Idee auf, doch mal zu sammeln, welche Arbeiten man sich sparen kann, um die Arbeit an, mit und um die Bienen effektiver zu gestalten.

    Da ich die Idee grandios finde, mache ich den Faden hier mal auf.

    ED81 schlug vor, insbesondere Ideen zu sammeln, die einen so richtig nach vorne gebracht haben.

    Ich habe ja erst seit letztem Jahr Bienen, daher hab ich da noch nicht viel Erfahrung. Ich freu mich aber sehr auf Eure Tipps!

    Viele Grüße

    Andrea

    Ein Garten ohne was zu essen ist verschwendete Landschaft.

  • - Königinnen suchen muss ich vielleicht 1x im Jahr (TBE, Königinnenableger, Umweiselung), nicht bei jeder Durchsicht. Ich muss auch die Königin nicht mit aller Gewalt zum Zeichnen finden. Lack immer dabei, irgendwann läuft sie dir über den Weg.


    - Bei Schwarmkontrollen nicht immer alles durchgucken. 2 Waben reichen mir und ich weiß was los ist (Drohnenrahmen + 1 Wabe weiter ins Brutnest bei Dadant).

  • Ich hänge ein feines Spitzsieb direkt in den Honigeimer. Da die Wachsteilchen etc. aufschwimmen, setzt sich nichts zu. Nächstes Jahr gibt es einen Kübel mit Quetschhahn oben, unter den ein Eimer passt, dann entfällt die Sauerei beim Umhängen des Siebes in den nächsten Eimer.

    Viele Grüße

    Andrea

    Ein Garten ohne was zu essen ist verschwendete Landschaft.

  • Frühzeitig daran denken: Bei den Beuten alles Material jeweils vom gleichen Hersteller, und den Beespace einhalten. Das ganze an einem (1 !) gut organisierten Platz gelagert. - Sonst ist man ganz schnell dabei, dass die eigentliche Arbeit an den Bienen nur den kleinsten Teil der Zeit ausmacht.


    Das über die Jahre gesammelte und gebastelte Zeug an unterschiedlichen Böden, Zargen, Rähmchen, Fütterer und Deckel macht mich wahnsinnig. Ständig ist man am Suchen und Rennen. Das was man gerade braucht steht eingebaut ganz hinten, oder dann doch nicht und ganz woanders. Vielleicht sogar an einem anderen Stand. ||

    Und dann wäre noch üben, üben, üben: Die Königin schnell und sicher finden, abfangen, und zeichnen können. - Das spart eine Menge Zeit, Ärger, und Workarounds.

  • - Bei Schwarmkontrollen nicht immer alles durchgucken. 2 Waben reichen mir und ich weiß was los ist (Drohnenrahmen + 1 Wabe weiter ins Brutnest bei Dadant).

    Ich möchte das Funktionieren nicht anzweifeln, aber mitlesenden Anfängern sei gesagt, dass das nach hinten losgehen kann. Je nach Herkunft der Bienen legen die nur 2 Schwarmzellen an, Königin bleibt bis kurz vor Abflug in Eilage und dann sind sie plötzlich weg.

    Es gibt natürlich auch Herkünfte, die legen 21 Zellen an und hören Tage vorher zu Legen auf.

  • Sich vorher exakt aufschreiben, was genau man über die Völker wissen möchte, spart enorm Zeit. Bzw. auch bei allen anderen Tätigkeiten .


    Standardisierung, z.B.

    Alle Völker gleich einrichten, Flugloch immer an der selben Stelle, Spanngurt immer gleich herumlegen, Drohnenrahmen an dieselbe Stelle, alle das gleiche Maß, das gleiche Material. Überall die gleiche Methode anwenden. Sauber arbeiten. Gerne mal mit Stechuhr arbeiten: wie lange brauche ich genau? (Das macht m.E. erst Sinn, wenn die normalen Handgriffe sitzen und wenn man schon bisschen Bescheid weiß). Stände gleich organisieren. Immer alles an die selbe Stelle zurücklegen. (Ordnung ist das halbe Leben, die andere Hälfte verbringst mit suchen). Vorgänge standardisieren.


    Je mehr du standardisierst, um so besser läuft alles. Auch muss man nicht mehr bei jeder Sache groß nachdenken, sondern kann sich mit wichtigerem befassen.


    Unterteilen von gesamttätigkeiten in zusammengehörige Module.


    Alles auf rückenfreundlichkeit einrichten. Alles ebenerdig (hab ich wieder Bauarbeiten :rolleyes:). Eine Etikettensorte, eine Gläsersorte. Dinge zusammenfassen.


    Immenlos schreibt, 30 Sachen gleichzeitig bedenken bei einer Durchsicht, dann macht er einen Handgriff und alles ist okay. Da muss man sich hinarbeiten, so viel Erfahrung zu sammeln. Das spart dann natürlich viel Zeit.


    Seit diesem Jahr ziehe ich z.B. meist nur noch eine Wabe und weiß was ich wissen möchte. (WR? Volksstärke? Kö ok? Futter passt? Sind die Bienen zufrieden? Varroa? Eigenschaften/ Genetik ok? usw.). Schwarmkontrolle trau ich mich noch nicht, nur zwei Waben zu ziehen, da finde ich oft genug auf der letzten Wabe noch Zellen. Schwärme verhindern spart sehr viel Zeit. Die richtige Kiste. U.v.m., bin selbst noch am Anfang was optimieren angeht.


    Schöne Grüße - Matthias

    Es war alles sooo gut geplant. Und dann kam das Leben dazwischen...

  • welche Arbeiten man sich sparen kann, um die Arbeit an, mit und um die Bienen effektiver zu gestalten.

    Materialbeschaffung in der Saison kann man sich auch völlig sparen, wenn man das frühzeitig jetzt macht.
    Ist ein bisschen langweilig, weil man nicht jede Woche zum Imker Dealer muss und tatsächlich die Zeit für die Bienen hat ;)

    Ach ja und die Spannung ob man echt alles Material was man braucht auch wirklich bekommt, entfällt auch irgendwie

  • Wenn die Minis nur dazu da sind, die Königinnen zu lagern, spare ich mir das flüssig füttern. Eine große Menge Teig in der Futterzarge reicht die ganze Saison und löst keine Räuberei aus.

  • Ablegerkästen .

    Ich hatte dieses Jahr das Problem, dass meine Ablegerkästen noch auf dem Postwegwaren und ich eine verdeckelte Schwarmzelle hatte.


    Da habe ich eine normale Beute genommen, 1cm dickes Styropor unter den Gitterboden und vertikal mit 1cm Luft zum Gitterboden in die Beute gehangen und so den Ableger gebildet. Dann noch das Flugloch bis auf eine Bienenbreite verengt.


    Da konnte ich sogar noch eine Schale mit Zuckerwasser in die Kiste stellen und das Volk in die Beute reinwachsen lassen.


    Wenn ich die Ablegerkästen nicht schon gekauft hätte würde ich das mit der Beute wieder so tun.