Erfahrung und Meinungen zu BeeStrong und Eiweißfutterteig

  • Grüße euch,

    nächstes Jahr ist mein zweites Wirtschaftsjahr. Also noch so gut wie keine Erfahrungen als Imker.

    Deswegen die Frage an euch.


    Wie sind eure Erfahrungen zu

    1. BeeStrong

    2. Eiweißfutterteig


    Alles nur Geldmacherei oder wirklicher nutzen dahinter.


    P.S: Ich habe bei mir im Frühjahr jede Menge an Weiden bei mir.

  • Meine Erfahrung mit Eiweissfutterteig ist, dass ich damit jede Menge Arbeit und doch immer genug Pollenvorräte in den Völkern hatte. Ich hab ihn nie drauf gelegt und mache jetzt auch keinen mehr.

  • Eiweißersatzfutter macht Sinn, wenn du in den USA als Bestäubungsimker in der Mandelblüte tätig bist. Denn die blühen dort als erstes, wenn es noch kein anderweitiges Pollenangebot zu Verfügung steht (breits im Februar) und die Bestäubungsimker werden dort pro mit Bienen besetztes Rähmchen bezahlt. Daher der Wunsch bereits im Winter volle Kisten zu haben. Nicht wegen den Bienen - rein aus finanziellen Interessen.

  • Man kann sich von den vorhandenen Mittelchen ziemlich einfach ausrechnen (oder es auf der Packung ablesen), wie viel Eiweiß da tatsächlich je 100g drin ist. Und dann überlegen, ob das überhaupt selbst rein theoretisch Sinn machen würde, wenn die Bienen das in einer seeeehr langen Trachtpause ohne Flugmöglichkeit im Frühjahr ggf. abnehmen würden.


    Ich pflanze statt dessen in der Nähe Krokusse und Winterlinge, da haben die m.E. mehr von, und (zumindest auf die Dauer) ist es deutlich günstiger als das Zeug. 1000 Krokusse habe ich schon für unter 40 Euro im Großhandel gefunden, wie viel Eiweiß im Blütenpollen ist, keine Ahnung, aber ist schon ein bisschen was :)


    Schöne Grüße - Matthias

    Es war alles sooo gut geplant. Und dann kam das Leben dazwischen...

  • Wie Randy Oliver sagt, wenn was reinkommt macht es keinen Sinn was zu füttern. Kommt allerdings nichts rein, macht es sehr viel Sinn etwas zu füttern, damit sich die Völker


    1. im Frühjahr weiter entwickeln statt durch Eiweißmangel in der Entwicklung zu stagnieren

    2. im Sommer in Brut bleiben und die Völker stark und vital bleiben

    3. im Herbst sich gesunde und starke Wintervölker mit fetten Bienen entwickeln können.


    Es kommt also auf die Situation an. Ich hatte dieses Jahr im Frühjahr aufgrund des Wetters keinen Pollen mehr in den Völkern und sie haben die Brut kannibalisiert. Ergebnis war eine mäßig erfolgreiche Saison, da die Völker lange gebraucht haben das wieder aufzuholen. Diesen Brutknick ende März hätte ich nach meinem heutigen Wissen verhindern können und auch müssen für eine erfolgreiche Saison. Hab mich da dieses Jahr viel durchs Web gewühlt und einige interessane Infos gefunden, die man tatsächlich suchen musste. Randy Oliver hat dazu viel auf seiner Webseite geschrieben, einfach googlen. Auch das Buch von Zbigniew Lipinski, Honey Bee Nutrition and Feeding, ist äußerst aufschlussreich.

  • ich seh das bischen anders, ich habs nämlich versucht ;)

    Spart euch die Kohle!

    Wenn Amis ihre US Italiener puschen, damit sie ACHT in Zahlen 8 Waben Brut in Mitte Februar haben, um im Februar in die Mandelblüte zu ziehen, um die volle Kohle zu bekommen....

    Ganz klar, ne Spezial Biene nur für diesen Zweck gezüchtet (gefühlt wandern ja alle Amis in die Mandel) und eine spezielle Aufgabe, nicht Tracht :!:Dann brauchst alles was greifbar ist um.....

    HIER machts im Frühjahr nur Sinn wenn zb, Drohnenvölker früh auf Belegstelle gehen. Oder früh gesplittet (machen die Amis auf jeden Fall) zur Ablegerbildung....

    Trachtvölker, schwache Trachtvölker :saint: bringst damit im Frühjahr nur in den Schwarmtrieb, der Brutrhytmus kommt total durcheinander. Starke bedürfen sowas nicht.

    Pollenarmut im Herbst/Spätsommer wird von den Immen voll Kompensiert.

    Ihr solltet mal sehen was JETZT an Pollen und Brut in meinen Kisten ist.

    DAS passt

    Spart euch die Kohle, wintert Fette Völker mit Fetten Queens ein, und bedient nicht die Bedürfnisse von findigen Geschäftsleuten. :!:

    Übrigens, die Us Italiener sind hier kaum zu brauchen, die wandeln hier jeden Tropfen Tracht in Brut um. Bei den Amis mit ihren Massentrachten mag ja was übrig bleiben, bei uns klappt das nicht. Ihr würdet euch bis zum Ruin füttern

  • Wenn im Sommer bei der Aufzucht der Winterbienen kein bzw. wenig Pollen zur Verfügung steht, dann winter mal fette Völker ein...

    Hat niemand geschrieben, dass das einfach ist. In diesem Sommer besonders tricky.

    Aber das Ausweichen auf Zusatzfütterung mit entsprechenden Kosten ist doch nur eine weitere Krücke.

  • kein Pollen, keine Brut, richtig.

    Kommt Regen, kommen Pollen, kommt Brut, das reicht aus.

    Im Süden Europas klappt das schon immer, da sich deren Verhältnisse dank Klimaerwärmng nach Norden verschieben, klappt das auch hier. Wie heuer geschehen.

    Bienen können das.

    Ich versteh deine Bedenken, grade in deiner sehr trockenen Südalpenzone........

    Aber bisher.... oder nicht?

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.


    Richtige Auslese und exaktes Verpaaren, ist das Ruder mit dem das Schiff auf Kurs gehalten wird.

    Paul Jungels


    https://www.bienen-plus.de/

  • Habe hier je nach Niederschlag im Laufe des Sommers recht wenig Pollen. Im Juli TBE habe ich nach mehreren Jahren und vielen schwachen Völkern im folgenden Frühjahr aufgegeben. Wir haben hier keine Blühflächen im Herbst, wo ich noch Generationen an fetten Bienen bekomme.

    Ich denke, so wie Steppler bei der letzten Honigernte guten Pollenersatz zu füttern kann eine Alternative sein.

  • kann eine Alternative sein.

    mit Verlaub, welche Biene hast denn? (ICH mag alle Bienen)

    Ich denke, da gibts Lösungen!

    Also, lies ma was so ne Zentralanatolier so alles kann, und wo die wohnt, womit die zurecht kommen muss. :u_idea_bulb02:

    So wie die Baumarten heuer ausgewechselt werden müssen , könnte man bei Bienen.... :liebe002:

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.


    Richtige Auslese und exaktes Verpaaren, ist das Ruder mit dem das Schiff auf Kurs gehalten wird.

    Paul Jungels


    https://www.bienen-plus.de/