Oxalsäure vernebeln vs sublimieren

  • Hallo an alle,

    ich bin beim stöbern zufällig über den RuBee Vernebler gestoßen. Dieser vernebelt das Oxalsäure-Wasser-Gemisch. Im Gegensatz um Sublimator der ja die Oxalsäure verampft (ich glaube im Zusammenspiel mit Wasserstoff?). Gut, beide Varianten sind in Deutschland verboten, aber mich würde trotzdem interessieren, ob es vom Effekt einen Unterschied gibt. Normalerweise doch nicht, oder? Beide tun das gleiche, oder? Beim Vernebler wird doch auch durch den Wasserstoff Wassertröpfchen gebildet, die die Oxalsäure in den Stock tragen, oder?

    Kann mich da jemand genauer aufklären?

  • Im Gegensatz um Sublimator der ja die Oxalsäure verampft (ich glaube im Zusammenspiel mit Wasserstoff?).

    ...

    Beim Vernebler wird doch auch durch den Wasserstoff Wassertröpfchen gebildet, die die Oxalsäure in den Stock tragen, oder?

    Ein bisschen wirr...


    Du verwechselst Wasser mit Wasserstoff.


    Oxalsäure, möglichst fein verteilt im Bienenvolk erreicht nahezu jeden Winkel. Dies funktioniert mit OXS-Staub, der beim Sublimieren und anschließender Kondensation (als feinst verteilter Staub) entsteht.


    In Wasser oder Wasser/Alkoholgemischen gelöste Oxalsäure lässt sich durch Bildung von feinst verteilten Tröpfchen (sog. Aerosole) durch Druck über eine Düse fein verteilen. Die Flüssigkeit verdunstet ggf. währen des Sprühvorgangs, sodass feste OXS zurückbleibt. Diese ist aber grober als der vorgenannte Staub nach Sublimation.


    Daraus folgere ich, dass die Verteilung und Größe der OXS-Partikel aus Sublimation homogener verteilt werden und somit eine höhere Wirkung entfalten.

  • Der RuBee ist ein Ultraschallvernebler.


    Freundin von mir ;) hat damit sehr gute Ergebnisse!

    OX soll ja bei feuchter Luft besser wirken, sie vermutet, dass da der Vernebler im Vorteil ist.


    Da sie aber noch nie sublimiert hat, fehlt der Vergleich.


    Gesucht ist hier ja eigentlich jemand, der beides schon gemacht hat und da direkt vergleichen könnte.


    Nachteil des Verneblers: die reine Anwendungszeit liegt bei 4 Minuten.

  • Gesucht ist hier ja eigentlich jemand, der beides schon gemacht hat und da direkt vergleichen könnte.

    Veitshöchheim hat das Vernebeln mal untersucht und kam zu dem Ergebnis, dass es nicht optimal wirkt

    Ich wurde gut erzogen. Keine Ahnung, was dann passiert ist...

  • Ich hab es auch versucht, in den 10ner Dadant wirkt es nicht besonders gut, bei Miniplus habe ich damit gute Erfahrung gemacht.

    Denke, dass der Nebel nicht gut genug in einer größeren Beute verteilt wird.

    Dubium sapientiae initium. Zweifel ist der Weisheit Anfang. René Descartes

  • Gesucht ist hier ja eigentlich jemand, der beides schon gemacht hat und da direkt vergleichen könnte.

    So einer bin ich: Habe keinen Unterschied in der Effektivität festgestellt. Tendenziell trat die Wirkung beim Sublimieren am 2. Tag, beim Vernebeln am 1. Tag nach Behandlung auf, bei beiden mit raschem Abfall innerhalb von 3 Tagen. Die Beobachtung, dass die Wirkung bis 5 Tage nach Behandlung anhält, konnte ich nicht bestätigen.
    Den Nachteil der längeren Intervention gleiche ich durch Einsatz von 2 Geräten ein, dann ist die Zeit zur Vorbereitung der nächsten beiden Völker gut genutzt.
    Beim von mir verwendeten Schweizer Beutenmass ist die getestete Verteilung im Stock problemlos und gleich wie bein Sublimieren.
    MfG Wolfhard

  • Ein Kollege hat das ausprobiert, ihm sind 50% der benebelten Völker an der Varroa eingegangen. Bei Ableger-Jungvölkern habe das gut funktioniert, bei Wirtschaftsvölkern nicht, sagte er.


    Wobei die Frage ist, ob die Jungvölkchen nicht auch ohne Behandlung durchgekommen wären.


    Ich glaube daher, vernebeln taugt nix.


    Schöne Grüße - Matthias

    Es war alles sooo gut geplant. Und dann kam das Leben dazwischen...

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  • Ich hab ein Jahr lang mit dem Vernebler gearbeitet.

    Alle behandelten Völker haben munter überlebt.


    Allein deswegen würde ich aber nicht auf die Idee kommen, ein Urteil über das Gerät (oder gar das Vernebeln selbst) zu fällen.

    Gilt ebenso für den anderen, unglücklicheren Fall, finde ich. Da ist noch viel zu viel Raum für den Zufall.


    Übrigens, vielleicht auch nicht uninteressant: mich hat das Geplansche in der Oxalsäurelösung dazu bewogen, mir statt dem Vernebler erst einen Varrox und dann den ProVap zuzulegen.

    Der Vernebler war nämlich nicht ringsum dicht. Mag bei anderen Geräten eventuell anders gelöst sein.

  • Oxalsäurebehandlungen sind wirksam bei Brutfreiheit.

    schön, wenn die Verfahren reproduzierbar sind- gleicher Löffel, gleiche Temperatur sind besser zu dosieren als Sprühen oder Träufel mit der dicken Pulle.

    Dies bzgl hat auch der Vernebler die Chance für eine reproduzierbare, wenn auch langsame Behandlung. Bedarf für Schutzausrüstung ist überschaubar.

    Kollege nutzt das Vernebeln mit TuB bei über 30 Völkern seit 2 oder 3 Jahren und ist zufrieden.

  • Ich glaube auch, dass die Wirksamkeit ähnlich sein sollte. Es könnte aber sein, dass die vernebelte Säure mehr die Bienen schädigt als der Oxalsäurestaub, gibt es Vergleiche in der Intervallbehandlung ?

    Es ist immer wieder schön zu beobachten, wie sich ein varroageschädigtes Volk unter Intervallbedampfung (5× alle 3 Tage) erholt, daran kann man gut sehen, wie schonend Ox Verdampfung relativ zu anderen Behandlungen wirkt.

  • Es ist immer wieder schön zu beobachten, wie sich ein varroageschädigtes Volk unter Intervallbedampfung (5× alle 3 Tage) erholt

    Kann ich 100% bestätigen....

    dass die vernebelte Säure mehr die Bienen schädigt als der Oxalsäurestaub

    ... dagegen nicht - zumindest zeigt sich das nicht an erhöhtem Totenfall.
    Ich erkläre mir das - wie auch die beobachtete schnellere Erstwirkung (#9) - so, dass die feuchte OS direkt wirkt, die Milbe also rascher abfällt, während beim OS-Staub die notwendige Feuchtigkeit erst noch hinzukommen muss. Man muss also quasi darauf warten, dass die Milbe vor Schreck feuchte Hände (Füsse) bekommt.