Teucrium hircanicum - Kaukasusgamander

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  • Ich möchte hier mal die Blühstaude aus meinem Bienengarten vorstellen, die sich über die letzten 5 Jahre als am unkompliziertesten erwiesen hat und dabei jedes Jahr ähnlich stark beflogen wird wie Afrikanisches Basilikum 😊


    Sie steht auf einem kalkreichen (eigentlich mag sie es eher leicht sauer) ehemaligen Flussbett, im Sommer wird es durch das ehemalige Bachbett in 50-70cm Tiefe, das eine stark drainierende Wirkung hat, dort oft sehr trocken.

    Aber etwa 1-2 Mal im Jahr steht dieser Garten auch wadentief für 24 - und 48 Stunden unter Wasser... 🤪


    Was diese Prachtstaude alles klaglos hinnimmt.


    Weitere Highlights:


    - Schnecken und Läuse haben 0 Interesse 😊


    - Wühlmäuse sind trotz exponierter Lage da draußen auch nur sporadisch und ohne gravierenden Schadwirkung da drin


    - das Zeug wächst teppichartig, unkrautunterdrückend: Wenn man im Frühjahr düngt und 1 Mal das Unkraut entfernt, ist ab da außer vielleicht mal nachdüngen nichts mehr zu tun.. 😀

    Bei ca 6 Pflanzen je qm


    - honigt bei Trockenheit vergleichsweise noch am längsten


    - blüht ewig abIMG_20220623_122329.jpg Mitte/ Ende Juni


    - ist entgegen offizieller Angaben anscheinend doch sehr ausdauernd, alles vom Anfang noch da, während die Kugeldiesteln schon nach 3 Jahren schlapp gemacht haben

  • Sehr schön und danke für den Tip - wird besorgt!


    Den kannte ich noch nicht - wird unseren Edelgamander (Teucrium chamaedrys) ergänzen. Letzterer hat die gleichen Eigenschaften - unkompliziert, kann trocken und blüht seit Juli.

  • Sehr schön und danke für den Tip - wird besorgt!


    Den kannte ich noch nicht - wird unseren Edelgamander (Teucrium chamaedrys) ergänzen. Letzterer hat die gleichen Eigenschaften - unkompliziert, kann trocken und blüht seit Juli.

    Hatte ich auch schon mit geliebäugelt.


    Ich suchte für den Bereich aber eine höhere Staude

    Und der Kaukasusgamander erreicht locker 70cn.

    Wenn ein heftiger Sturm den einmal flachdrückt, wächst er einfach weiter und ist nach 3 Wochen wieder so groß wie vorher 😆.


    Die perfekte Bienenleckerpflanze (nicht nur für Bienen, da tummeln sich sämtliche Nektarfans drin) für unsere Zeit des Klimawandels 😊


    Einziges Manko: Kaum Pollen, ich habe da noch nie Pollensammlerinnen drin beobachtet.

  • Ich würde einen übergeordneten thread in dieser Art ja ohnehin begrüßen. Gerade in Zeiten des Klimawandels ist es sehr hilfreich, von Imkerberichten zu profitieren, die mit den Stauden schon länger Erfahrung haben.

    Ich hätte da auch Tipps und freue mich auch sehr über Tipps von Euch, daher auch Danke an Alpenbiene!

  • Der Kaukasusgamander lässt sich auch prima aussäen.

    Und übernimmt das auch gerne selbst... 🤪:


    Neben meinem Gamander Beet hatte ich im letzten Jahr nach Kornblume eine Freifläche von 4 x 5m.

    Darauf habe ich Ende Oktober das Schnittgut vom Gamander Beet geworfen (man schneidet diese Staude eigentlich erst im Frühjahr zurück, aber im Eifer des Gefechts...).

    Ich vermutete hinter den winzigen Pflänzchen, die dort entstanden, eher Beikraut (es gibt da etwas, vermutlich Braunelle, die als Jungpflanze dem Kaukasusgamander zum verwechseln ähnlich sieht) und hatte im Frühjahr schon den Spaten zum Umgraben in der Hand und ein Angebot für eine Großbestellung meiner Lieblingsstaude eingeholt - und es dann doch drauf ankommen lassen.

    2 Monate später war mein neues Gamander Beet dann ganz von alleine fertig 😀, die haben auch alle in diesem Sommer kräftig geblüht.


    Da ich das Schnittgut als Winterschutz für andere Stauden benutzt habe, wächst und blüht er jetzt überall... 2022101809000900.jpg

    Hier auf dem Foto am Fuß einer Seidenpflanze ist die Saat jetzt erst in der letzten Regenperiode aufgegangen, da steht noch eine Umsiedlungsaktion an 😊.

    Diese kleinen Pflänzchen werden alle schon im nächsten Sommer ordentlich blühen.

    Wenn man erst im Frühjahr aussät, dauert es allerdings bis zur nächsten Vegetationsperiode mit der Blüte.

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