Honig sieben - Melitherm

  • Hallo zusammen!


    Langsam bekomme ich die Kriese, wenn es ums Sieben von Honig geht.


    Beim Schleudern habe ich dieses Jahr den Honig nicht durchs Spitzsieb gejagt, da mir das erste Sieb nach kurzer Zeit verstopft ist, und ich keine Spitzsiebheizung hab, aber ein Melitherm. Also habe ich den Honig aus der Schleuder in Abfüllkannen geschüttet, und dann oben Schwebzeug und Wachs abgeschöpft, der Rest ging dann aus der Kanne in die Eimer.


    Jetzt habe ich die ersten 3 Eimer erwärmt und durch den Melitherm gejagt. Jetzt verstopft aber der Seihbeutel vom Melitherm und es tropft nur sehr langsam runter, obwohl der Honig im Melitherm flüssig ist.


    Bin ich zu ungeduldig? Ist der Seihbeutel zu fein?

    Wie macht ihr das?


    Beste Grüße

  • Wenn Honig über Schwerkraft geklärt wird, braucht es Zeit und der Honig sollte warm stehen. 28-30 Grad Raumtemperatur sollte es schon haben. Hast Du die Eimer nach einigen Tagen noch mal abgeschäumt?


    Wegen dieser Wartezeit habe ich jetzt die Fritz Zentrifuge gekauft. Damit werden meine 5 Klärfässer a 300 kg arbeitslos.



    Gruss

    Ulrich

  • Ich vermute, du hast Wachstücher produziert. Ich würde es so wie Ulrich sagt, machen. Nochmal bei solala 32 Grad das Wachs aufschwimmen lassen und dann entfernen. Ich habe keine Seihtücher, ich weiß nicht ob man die reinigen kann.

  • Ich habe letztes Jahr nur ein Grobsieb genommen und dann direkt in 12 kg Eimer gefüllt. Wir haben die ziemlich spät abgeschäumt und ein verstopftes Melitherm hatte ich danach nie.

  • Ich habe jetzt die zweite Saison eine Melitherm mir ging's letztes Jahr genauso, diese Jahr wie JaKi schrieb durchs Grobsieb direkt in den Eimer wenn voll mal kurz gerührt Deckel drauf nach zwei Tagen abgeschöpft zumachen und ab ins Lager.

    Wenn gebraucht auftauen bei 30-35 Grad und jetzt (nach Möglichkeit in einem kühlen Raum) in die Melitherm die Heizung darf beim durchlaufen nicht ausschalten ansonsten lösen sich die Zuckerkristalle nicht auf und verstopfen das Seihtuch. Jetzt kann man den Honig flüssig oder cremig gerührt abfüllen.

    So laufen bei mir 3-5 12kg Eimer ohne zu verstopfen durch die Melitherm.

  • Rudi Beck auf welche Temperatur hast Du das Melitherm eingestellt?

    Der Honig bei mir war diesmal fast flüssig. Ich hab den mit ner Heizmatte in Segeberger Kisten bei 35°C aufgewärmt, das Melitherm ist aber mehrfach aus gegangen, hatte ich aber nur auf 35°C stehen.


    Ich habe bisher nur ein Doppelsieb, muss mir mal 2 Grobsiebe holen.


    Ich hab hier im Forum mal gelesen, dass einige sich ein feines Sieb aus Edelstahl fürs Melitherm besorgt haben. Ist das in der Handhabung besser als die Seihsäcke?

  • Da liegt das Problem. Melitherm auf Max Temperatur einstellen. Nach 10-15 min die Heizung herunter drehen, bis sie ausschaltet. Dann sofort etwa 10 Grad wärmer als diese Temperatur einstellen. Die Heizung soll erst dann ausschalten, wenn der Honig komplett durch ist.


    Der Thermostat soll verhindern, dass die Heizung ohne Honig zu heiss wird.


    Gruss

    Ulrich

  • Ich hab heuer einen Siebkübel selbst gebaut und dafür das gröbste Spitzsieb genommen, das ich finden konnte. Die Durchlaufgeschwindigkeit war super und zu meiner Überraschung hat Teresa beim Abschäumen Eimer gefunden, da gab es quasi nix zum Abschäumen.

  • PaBa hier wurde dir ja schon geantwortet, ich habe die Temperatur an der Melitherm immer auf Maximum bin auch immer um den weg so lange der Honig durchläuft.

    Ich hatte auch Angst als ich das Melitherm das erste mal benutzte wegen Überhitzung hatte auch Probleme mit dem durchlaufen, die Kristalle brauchen eine bestimmte Temperatur um sich aufzulösen (um sie beim auftauen aufzulösen benötigt man um die 45 Grad oder noch etwas mehr um diese Gradzahl im innern des Eimers zu erreichen reichen keine 24 Std. und so lange ist der Honig dieser Temperatur ausgesetzt) sobald sie sich in der Melitherm aufgelöst haben sind sie ja weg von der Wärmequelle.

    Das Ergebnis was unten rauskommt ist feinst gefilterter Honig wie frisch geschleudert.

  • Langsam bekomme ich die Kriese, wenn es ums Sieben von Honig geht.


    Beim Schleudern habe ich dieses Jahr den Honig nicht durchs Spitzsieb gejagt, da mir das erste Sieb nach kurzer Zeit verstopft ist, und ich keine Spitzsiebheizung hab, aber ein Melitherm. Also habe ich den Honig aus der Schleuder in Abfüllkannen geschüttet, und dann oben Schwebzeug und Wachs abgeschöpft, der Rest ging dann aus der Kanne in die Eimer.

    Verstehe ich das richtig, dass du den Honig erst direkt von der Schleuder in ein Spitzsieb (fein, extra fein?) laufen hast lassen, ohne Grob- und Feinsieb vorher?

    Falls ja, wundert es mich nicht, dass der verstopft. Auch nicht, daß das Seituch vom Melitherm verstopft.

    Ich kenne das nur mit mindestens Grobsieb beim Schleudern. Feinsieb ist eigentlich auch Standard. Ich selber nehme dann ein extra feines Spitzsieb zusätzlich her sobald der erst Eimer voll ist. Melitherm erst viel später bei Bedarf.

  • Ich habe ein feines Spitzsieb im Siebkübel und sonst gar nix mehr an Sieben in Benutzung. Die unter der Oberfläche liegende Siebfläche hat sich bisher noch nie so zugesetzt, dass es merklich langesamer ging.

    Der gesiebte Honig wird dann nach zwei Tagen abgeschäumt und großteils direkt verarbeitet (flüssig abgefüllt oder gerührt und abgefüllt). Falls ich im Eimer lagern will, kommt später der dann grob kristallisierte Honig ins Melitherm und wird nach dem Abkühlen weiter verarbeitet wie oben beschrieben.

    Bei dieser Anordnung hab ich bisher keine Probleme mit zugesetzten Sieben oder Seihtüchern gehabt. Es wird bei dir wohl daran liegen, dass im Melitherm Kristalle oder Wachsteilchen an der Spirale vorbei an/in die Löcher vom Seihtuch gekommen sind und dort nicht mehr schmelzen. Solange von oben nicht mehr Hitze ankommt, weil die Heizspirale ja im Honig schwimmt, der sie ständig kühlt und der Wärmetransport im Honig nicht reicht, um die Grenzfläche am Seihtuch zu erwärmen, verstopfen sie dann dauerhaft die Poren.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Nee, ich habe das am Anfang zuerst durch das Doppelsieb und dann durch Spitzsieb laufen lassen. Da hat sich das Spitzsieb aber zugesetzt.

    Dann habe ich alle Siebe sein lassen, und den Honig aus der Schleuder in Abfüllkannen, diese stehen lassen, abgeschöpft und dann in Eimer. Die Eimer habe ich am nöchsten Morgen noch mal abgeschöpft.

    Diese Eimer gehen jetzt duchs Melitherm.