Buckfast-Langstroth vs Dadant

  • Bruder Adam hat Buckfast in Dadant Beute gezuchtet. Deshalb es gilt als das beste für diese Rasse und wie ich habe verstanden, meistens von Buckfast-Imker halten die Bienen in Dadant.
    Die Frage lautet -wie ist die Erfahrung mit Langstroth und andere mehrmagazine Beuten?
    Ich mag Buckfast und die Erfahrung die ich ich habe in Dadant Lettische Art gemacht war sehr positiv. Da ich plane auf Norwegische Mass umzustellen (10Rämchen, 365x260mm) und möchte trotzdem mit Buckfast fortsetzen, es wäre interessant was für Erfahrung haben die Kollegen.
    Mit Imkergrüssen aus Lettland im Schnee


    Ainars

  • Hallo Ainars,


    nach neuesten Erkenntnissen der Wissenschaft soll die Rähmchenbreite in relativ dünnwandigen Magazinen (20 mm) nicht kürzer als 420 mm sein um eine optimale Überwinterung zu gewährleisten.
    Dies unabhängig von der gehaltenen Biene.
    Ich schreibe dies nur weil Du gerade umstellen willst.....

  • Danke Erich für deine Bemerkung.
    Wir haben kältere Klima. Deshalb braucht man dickere Wände. Der originale Norwege hat Doppelwände mit Isolation (Styropor oder andere) 40-45mm. Noch in der Sowjetzeit der BienenInstitut hat die Forschung für verschiedene Regione gemacht und festgestellt das für unsere Klima 35mm ist optimal. Die Zargenlänge natürlich war 435mm, weil das war Standart (Dadant-Blatt). Für 365mm es konnte auch anders sein.
    Ich habe auch gelesen das wenn die Wände zusammen mit Isolation 50mm sind, es wird nicht durchfrieren auch wenn -30-35C gibt was bei uns ist selten und nicht jedes Winter.
    Der Profi-Imker mit wem ich habe gesprochen und der war der erste wer hat angefangen in Lettland mit Norwegische Beute, imkert schon 10 Jahren mit 35mm. Er nimmt von obere Magazine im Oktober noch 2 seitliche Zargen und steckt drin 20cm dicke Karton.
    Kannst du sagen wo diese Forschunge (20mm-420mm) wurden gemacht?
    Schöne Wochenende!
    Ainars

  • Hallo Ainars,


    in Österreich wurde viel in diese Richtung recherchiert und veröffentlicht.
    Ich will natürlich nichts behaupten, ich bin mit Euren klimatischen Gegebenheiten nicht vertraut, ich will Dir bloß schildern was für ein Zusammenhang nach neuestem Wissen zwischen 20 mm / 420 mm besteht.
    1) Die Bienen "heizen" nur die Wintertraube und der restliche Raum in der Beute hat fast Aussentemperatur.
    2) Also kann man über offenem Boden imkern, denn:
    - erstens ist er eine große Erleichterung bei der Varroabekämpfung.
    - zweitens sind die Bienen dadurch näher am "Puls" der Natur und können schneller auf Umwelteinflüsse reagieren.
    - drittens gibt es über offenem Boden keine schimmeligen Randwaben.
    3) Damit die Wintertraube nicht unmittelbar an die dünne Beutenwand (20 mm) stößt, sollte die Breite der Wabe mindestens 420 mm betragen. Das Luftpolster zwischen Wintertraube und Beutenwand ist nähmlich eine sehr gute Thermoisolation!
    Früher hat man dickwandigere Beuten gebraucht weil man viel kleinere, also schwächere Völker überwintert hat die ohne Hilfe ihren Wärmehaushalt gar nicht hätten regulieren können und die auch auf viel kleinerem Wabenmaß gehalten wurden. Dadurch stieß die Wintertraube direkt an die Beutenwand!
    Ich imkere hier in Bayern in einfachen Holzmagazinen mit 20 mm Wandstärke und mit das ganze Jahr über offenem Gitterboden.
    Und die Überwinterung ist optimal, bloß der Futterverbrauch ist etwas höher weil mehr Heizungsenergie aufgebracht werden muß.
    Magazine mit 35 mm dicken Wänden wären demnach (bei uns?) vollkommen überflüssig. Ob dies alles auch im Baltikum gültig ist kann ich aber nicht sagen!