Knappe Ressourcen, Liefer-Engpässe 2022/23?

  • Wer kauft noch Honig, wenn man sich sonst auch nichts mehr leisten kann.

    Da gibt es eine Lösung: Für den Luxusmarkt produzieren. Der ist wenig preissensibel. ;)

    Ich sehe aber keine dramatischen Kostensteigerungen, weil Zucker und Gläser nur einen geringen Teil der Produktionskosten ausmachen. Selbst wenn sich der Preis für Biozucker verdoppelt, macht das bei mir nur etwa 25 Cent pro Glas aus. Wenn es ganz schlimm wird, überwintere ich auf Honig.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Naja Futter habe ich genug beschafft.


    Einen ganzen Stahlschrank voll Zuckerpäckchen. Und die Behälter für Sirup sind auch voll.


    Und abseits des Imkerns sind auch die Vorräte für die Hühner aufgefüllt.

  • Nun lasst euch nicht verrückt machen.

    Der Drops um umfänglich vorzusorgen ist längst gelutscht.

    Eine Ernte im Keller, eine auf der Bank und eine in den Völkern.

    So lebt es sich etwas krisensicherer.

    Das wussten nunmal schon die Altvordern.


    Aber haben ist trotz allem besser als brauchen... ;)

  • Wer kauft noch Honig, wenn man sich sonst auch nichts mehr leisten kann.

    Da gibt es eine Lösung: Für den Luxusmarkt produzieren. Der ist wenig preissensibel. ;)

    Ich sehe aber keine dramatischen Kostensteigerungen, weil Zucker und Gläser nur einen geringen Teil der Produktionskosten ausmachen. Selbst wenn sich der Preis für Biozucker verdoppelt, macht das bei mir nur etwa 25 Cent pro Glas aus. Wenn es ganz schlimm wird, überwintere ich auf Honig.

    Es ist doch umgekehrt: Gerade weil Honig eigentlich kein Grundnahrungs- sondern ein Genussmittel, wenn nicht sogar Luxus ist und noch dazu nur in verhältnismäßig geringer Menge konsumiert wird, spielt der Preis hier nur eine untergeordnete Rolle.


    Und gerade die Leute, die bisher auf regional und bio geachtet und dafür gutes Geld hingelegt haben, obwohl es billige Alternativen im Discounter zu Hauf gibt, sind im Zweifel auch die, die finanziell eher besser gestellt sind.

    Wie man am ungebremsten Autoverkehr ohne die geringsten Anzeichen von sparsamer Fahren sieht, gibt es von Leuten mit genug Geld, die noch gar nicht auf die Inflation reagieren jede Menge, nach wie vor. Da sehe ich also wenig Probleme.


    Und dass der Zuckerpreis oder der Glaspreis alleine nur wenig zur Kostensteigerung beiträgt ist auch klar - es ist die Gleichzeitigkeit, mit der fast alles an Vorprodukten teilweise erheblich teuerer geworden ist, was die Produktionskosten in Summe doch ganz erheblich beeinflusst hat und vor allem noch beeinflussen wird!


    Gläser: mindestens 60% teuerer, Zucker demnächst wohl auch, Holz, Edelstahl weiß ich gerade nicht aber ist auch weit über der Durschnittsrate von derzeit 8%. Sprit, Strom...da sind wir gerade bei 100% und bei Gas schon bei mehreren 100% und die schlagen derzeit noch gar nicht direkt zu, das kommt alles noch!


    Zurücklehnen und darauf vertrauen, dass die Kosten schon nicht so stark ausfallen werden, kann ich in dieser Gemengelage nicht nachvollziehen. Wer den Honig nur mit der allgemeinen Inflationsrate teuerer macht, wird draufzahlen, weil die Imkerkosten meiner Ansicht nach deutlich stärker gestiegen sind und es auch weiterhin tun werden, als es die allgemeinen Lebenshaltungskosten tun.

  • Ich hab gestern mal geschaut, die Schleuder, die wir vor zwei Jahren mit einem freundlichen Rabatt gekauft haben, wird bei dem selben Händler jetzt für knapp 40 % mehr gelistet.

  • Das befürchte ich auch manchmal.

    Allerdings verhalten sich Menschen oft nicht so.


    Mein Großvater war Imker in der Nachkriegszeit, der Honig war sehr begehrt.

    Und da waren die allgemeinen Lebensverhältnisse noch mal deutlich elementar eingeschränkter als heute.

    Das Toptauschobjekt war so was von überflüssig : Zigaretten!


    Es könnte auch passieren, dass die Leute mehr Lust auf Süßes bekommen bei all den Unsicherheiten....

  • Oh - dann reichen meine Sprachkenntnisse dann anscheinend doch nicht aus für die ausländischen Zeitungen bzw. den Gesprächen mit Einheimischen bei Auslandsaufenthalten...

    Das würde mich aber jetzt schon interessieren, wo es vermeintlich besser ist als hier.

    Die Argumentation höre ich in letzter Zeit öfter und da auch schon ein bisschen rumgekommen, wunder ich mich, was mir da entgangen sein sollte.

  • Oh - dann reichen meine Sprachkenntnisse dann anscheinend doch nicht aus für die ausländischen Zeitungen bzw. den Gesprächen mit Einheimischen bei Auslandsaufenthalten...

    Schon beleidigt oder was? 8)

    Imker müssen leidensfähig sein. Im Leben und im Forum erst recht ;) .


    Berichte halt was du meinst.

    Die Natur muss gefühlt werden.

    (Alexander von Humboldt)

  • Das mit dem Investitionen zurück stellen… kommt drauf an..

    Ich Kauf mir seit Anfang des Jahres schon Gerät was eigentlich für mich überdimensioniert ist.. aber mein Geld liegt sonst rum und ich hab dann lieber jetzt noch Geräte die ich in 10 Jahren nutzen kann und zur auch wieder verkaufen könnte bei entsprechender Qualität.

    Lieber jetzt „Marken“ kaufen als nach Schnäppchen zu suchen.

    Günstiger werden sie auf jeden Fall nicht mehr!


    Bei Strompreisen prognostiziert man 4-5 Jahre auf aktuell hohem Niveau

    Hauptproblem ist dass keine langfristigen Maßnahmen unternommen werden um die Problematik zu entschärfen sondern politisch genau das Gegenteil passiert. Eine ideologische Verknappung. Man hat die letzten 5 Jahre schon kaum noch Investitionen in diese Richtung getätigt. Probleme werden eher noch schlimmer bevor sie besser werden. Und dafür müsste die Problematik erst noch erkannt werden. Wir sind viel zu geduldig mit der Politik…

    Kurzfristige Schocks wird es wohl geben. Langfristig vllt nicht unbedingt den 3. Weltkrieg oder wieder in die Steinzeit, aber ne dicke Portion Wohlstandsverlust, dass man danach froh ist wenn man noch Haus und Hof hat und mit nem blauen Auge davonkam.


    Hoffe aber wir haben unrecht und es löst sich dann doch von selbst.

    Aber ich bezweifle es bei der aktuellen Politik.

  • Es sei mal angemerkt, dass die Holz- (KVH) und Stahlpreise zuletzt wieder merklich gefallen sind. Sagt zumindest mein Baustoffhändler und die Rechnung belegt das. Klar, von einem sehr hohen Niveau kommend, aber viele der aktuellen Preise haben etwas mit Nachfrage und knappen Angebot zu tun. Eine Rezession regelt das sehr schnell auf normale Preise (klar immer noch mit einer realistischen Inflation von 2-5%).

  • Wenn man die blanken Zahlen betrachtet, müsste die Inflation Anfang des nächsten Jahres stark fallen. Ich tippe spätestens für Februar auf einen Wert zwischen 4 und 5 %. Wenn der Konsum stark eingeschränkt wird, auch noch darunter. Das Verhalten der Verbraucher ist aber nicht vorherzusagen.

  • Wer investiert, muss sich auch sicher sein, dass er sein Geld wieder rein bekommt. Man muss sein Produkt immer mit ausreichend Gewinn losbekommen Wenn man sein Produkt nicht mehr losbekommt, dann wird man auch seine Investition nicht mehr zum guten Preis los, weil das Problem dann auch andere haben und die wollen nicht mehr investieren. Wer also damit rechnet sein Geld für den laufenden Betrieb in einem schwierigen Markt zu brauchen, der wird nicht investieren. Wenn Geld alle, dann alle.


    Wer zum guten alten Tauschhandel zurück will, dem empfehle ich dann noch Hefe einzukaufen, besonders wenn man das Lager mit Zucker und Honig voll hat. Alkohol geht immer, selbst wenn er verboten ist.