Pia Aumeier‘s „Hinweise zur Nutzung des Liebig-Dispensers“

  • nu hört doch ma die dumme Angeberei auf ;)

    Ich würd bei 50kg in "jeder Kiste und jedes Jahr und jedem Ort" das Lachen nicht mehr aus dem Gesicht bekommen.

    Das es eben nicht immer so ist, beweist das "Unglück" das 2021 über so einige gekommen ist.

    Und ja, Fehler macht jeder, ich auch!

  • Wenn ich mit einer ordentlichen Winterbehandlung weniger als 50 Milben im Volk habe, ist die Varroa, bis zum Juni, mit Sicherheit kein Thema.

    Völker, die in der Tracht behandelt werden, fliegen aus der Honigproduktion raus. Egal ob das der Gesetzgeber vorschreibt, oder nicht. Da suche ich auch keine geheimen Hintertüren.

    Ich habe seit Jahren, ohne zu wandern, Durchschnittserträge um die 100 Kg. Folge ich Heuvels Empfehlung….. . Das ist ganz einfach Bullshit.


    Gruss

    Ulrich

  • nu hört doch ma die dumme Angeberei auf ;)

    Ich würd bei 50kg in "jeder Kiste und jedes Jahr und jedem Ort" das Lachen nicht mehr aus dem Gesicht bekommen.

    Das es eben nicht immer so ist, beweist das "Unglück" das 2021 über so einige gekommen ist.

    Und ja, Fehler macht jeder, ich auch!

    Hat doch nichts mit Angeberei zu tun. Es ist Fakt, dass das dieses Jahr ohne Probleme möglich war. Es ist auch kein Geheimnis, dass 2021 dafür Grütze war. Die Wahrheit liegt in der Standimkerei im Normalfall deutlich unter 50kg je Volk je Jahr im langjährigen Mittel. Daher kalkuliere ich mit 25kg.


    Wenn ich natürlich geschwärmte Völker oder nicht trachtreife Völker nach Auswinterung rausrechne mag das anders sein und man kann sich selbst schönrechnen.

  • Es fehlt halt die Wabenhygiene in der Großraumbeute....deswegen alle 2 Jahre TBE.

    Wenn im Frühjahr das Schied gesetzt wird und im Laufe des Jahres mit Mittelwänden oder Naturbau erweitert wird, stimmt die Wabenhygiene.

    Ich kann nur für Zadant sprechen, aber Dadant dürfte analog sein. Bei der Frühjahrsdurchsicht werden leere Waben entfernt und Futterwaben hinter das Schied gehängt. Damit sind i.d.R 5-6 Waben aus dem Brutzyklus raus. Nach 2 Jahren sind also alle Waben erneuert.

    TBE ist ein sinnvolles Konzept zur Varroabekämpfung. Allein zur Wabenhygiene ist es nicht erforderlich.

  • Eine Behandlung im Frühjahr verdoppelt die Honigernte des Jahres.

    naja... etwas plakativ, oder?

    Es gibt zwei unabhängig von einander erstellte Studien, eine aus Holland und eine aus Kanada. Die sagen das Gleiche aus, was auch die Praxis zeigt. Es ist tatsächlich so, daß die Varroabehandlung im Frühjahr (und nein, natürlich NICHT mit Amitraz/Apivar... =O) so viel Unterschied macht.


    Den Wenigsten ist bekannt, daß die Flugbienen im Bienenstock von den Ammenbienen mit Futtersaft versorgt werden. Circa 20 % des im Bienenstock erzeugten Futtersaftes wird an die Flugbienen verfüttert. Nachzulesen bei Zbigniew Lipinski, einem Forscher aus Polen. Das ist auch verständlich: während die Flugbienen ohne Weiteres ihren Kohlenhydratbedarf aus dem Honigmagen decken können, sieht es beim Proteinbedarf anders aus. Hier sind die Flugbienen auf die Zuarbeit der Ammenbienen angewiesen.


    Nun ist aber der Gesamtfettkörper des Bienenvolkes entscheidend, ob und wie viel und in welcher Qualität der Futtersaft entstehen kann, da der Futtersaft zwar aus der Futterdrüse der Bienen kommt, die Bausteine für den Futtersaft kommen jedoch aus dem Fettkörper. Der Fettkörper ist ein Organ und keine Fettansammlung.


    Auf diese Weise hängt die Flugaktivität vom Fettkörper ab.


    Da die Varroa aber adulte Bienen ansaugt und den Fettkörper des Bienenvolkes reduziert, auf exponentielle Weise, nimmt in der gleichen Art Flugaktivität und Flugradius ab. Es ist daher essentiell, ganzjährig die Varroapopulation kleinzuhalten.



    Na na. Erstens habe ich nicht von der Anwendung von Amitraz im Frühjahr geschrieben – das ist eine Unterstellung oder eine falsche Interpretation. Dafür zugelassen ist nur Varromed. Und so halte ich es auch.


    Und als ich das Wachsproblem hatte, gab es bei mir in der Imkerei noch kein Apivar. Apitraz verwende ich nicht. Daher liegt hier wohl kein Zusammenhang, den Du hier konstruieren willst, in diesem Sinne vor.


    Entschuldigt das Abschweifen vom Topic.

  • Es gibt zwei unabhängig von einander erstellte Studien, eine aus Holland und eine aus Kanada. Die sagen das Gleiche aus, was auch die Praxis zeigt. Es ist tatsächlich so, daß die Varroabehandlung im Frühjahr ... so viel Unterschied macht.

    Wenn das Studien waren, kann man das an Zahlen festmachen?

    Wie groß waren die überwinterten Vergleichsvölker? Mit wie vielen Varroen sind sie aus dem Winter gekommen? Wann und wie erfolgte die Varroabehandlung im Frühjahr? Wie viele Varroen waren nach der Behandlung noch in den Völkern? Und wie viel Honig wurde jeweils geerntet bei welchen Trachten?

    ... nur damit man ein Gefühl für "doppelt" bekommt ... und welche Anzahl Varroen im Frühjahr akzeptabel sind, bzw. die Schadschwelle für eine geringe Honigernte ...

  • Es gibt zwei unabhängig von einander erstellte Studien, eine aus Holland und eine aus Kanada. Die sagen das Gleiche aus, was auch die Praxis zeigt. Es ist tatsächlich so, daß die Varroabehandlung im Frühjahr (und nein, natürlich NICHT mit Amitraz/Apivar... =O ) so viel Unterschied macht.

    Hast Du da zufällig die Links oder DOIs oder so? Das würde mich sehr interessieren.

    Danke!

  • mal ne andere Frage dazu:

    hatte in dem Video auch aufgeschnappt, dass der Nassenheider Universal/Horizontal (das Teil in dem Rähmchen) angeblich so bescheiden abschneidet von der Effektivität.

    Ich hab genau das Gegenteil festgestellt.

    Ich kann ihn bei geringeren Temperaturen einsetzen bzw. dadurch dass ich keine extra Zarge draufpacken muss, häng ich ihn direkt hinters Schied in den Brutraum und meiner Meinung nach funktioniert der besser als der LD oder der Nassenheider Pro.

    In einer Woche ist bei einem 1,5 DNM Brutraum eine volle Ladung durch.


    Liege ich damit so daneben? oder hab ich hier was verpasst.

    hat hierzu zufällig einer den von ihr geschilderten Vergleich parat? würde da mal gerne die Versuchsanordnung durchlesen.

  • würde da mal gerne die Versuchsanordnung durchlesen.

    Da wird man wohl etwas länger (meist vergeblich) nach suchen müssen.

    Bis auf "belegt durch zahlreiche, hundertfache, tausendfache... Versuche" gibt es da nur selten Informationen.

    "Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen und vor sich hin zu schauen.“ Pippi Langstrumpf