Zucker wird teurer

  • Zucker war bis jetzt bei Aldi und Co mit 0,79 eines der wenigen Produkte die nicht teurer geworden sind.

    Das ändert sich wohl in Kürze.

    Mir wurde gesagt, dass der Preis um 75% auf 1,39 € ansteigen soll. :cursing:

    Wer also noch nicht eingefüttert hat, sollte sich eindecken ;)

  • Ich bekomme morgen mein Futter für '23 - aus Gründen.

    Exakt ein Jahr vorraus ordern, Hut ab

    Von so frühzeitigem Ordern muss ich mir noch ne Scheibe abschneiden :)

    Das ist ganz leicht, wenn Dich jemand anruft, der sagt 'Du, das Futter wird einen Euro das Kilo teurer'.... das sind ein paar tausend Kilo, so schnell wie mit der Bestellung kann man in der Imkerei sonst das Geld nicht verdienen!

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Und ich habe immer noch eine Tonne Zucker von 2020 zu 1,25 € (BIO) rumstehen, weil die Bienen sich meistens selbst einfüttern...hoffentlich wird der nicht irgendwann steinhart in den Säcken.

  • Naja, irgendwo muss man das Zeug ja auch noch lagern.


    Alternative wäre meinen Rheinstand nach der Linde ins Springkraut zu stellen und erst danach an den Rhein zu gehen. Da spart man sich relativ viel Futter - muss aber einmal mehr wandern.

  • Für 1000€ Ersparnis pro qm findet sich selbst am Münchner Marienplatz ein geeigneter Lagerort ^^

    Spaß beiseite. Ich habe im Frühjahr auch das Futter für das kommende Jahr gleich mitgekauft. Zum einen wegen noch günstier Preise - zum anderen käme ich sonst nicht auf eine Palette und würde somit nochmal mehr zahlen ;) Da es Bio-Verbandsware ist, ist der Preis sowieso schon bei >1,50 gewesen.

  • Wegen der großen Trockenheit ist bei uns das Springkraut in diesem Jahr bisher so gut wie ausgefallen.

    Tote Hose am Bienenstand.

    Da merkt man mal, wie wichtig das Springkraut mittlerweile für uns Imker geworden ist....

  • Warum sehe ich das Springkraut eher als Segen denn als Plage

    Weil du es so siehst, wie es tatsächlich ist: Keine Plage, für Imker ein Segen und für alle anderen nur ein zusätzlicher Farbtupfer in der Landschaft.

    In meiner Kindheit hat man mir erzählt, das Springkraut wird Deutschland überwuchern, ganz böses Zeug, rausreißen wo du es nur siehst! Mehrere Jahrzehnte später sind wir im Heute - und? Genau!


    Springkraut braucht Wasser und Nährstoffe satt. Nur wenn beides vorhanden ist, bildet es wirklich dichte Bestände. Das sind aber dann zwangsläufig Standorte, die ökologisch schon vorher am Ende waren wie z.B. überdüngte, gülleverseuchte nasse Gräben. Jetzt müssen sich halt die Brennesseln den Standort mit dem Springkraut teilen - es ist für beide Platz da.


    Auf allen anderen Flächen fehlt entweder Wasser oder Närhstoffe oder Licht. Das Springkraut wächst, wenn überhaupt, nur schütter verteilt. Im Wald z.B. stört es gar nicht, entweder ist es zu dunkel oder es stellt sich die gewohnte Schlagflur ein, nur dass jetzt halt zusätzlich auch Springkraut mit daberi ist - womit wir wieder beim weiteren Farbtupfer wären.

    Im Gegensatz zu anderen Pflanzenarten verdrängt es die zuvor vorhandenen Pflanzen auch nicht wirklich, da es sich erst sehr spät im Jahr entwickelt und auf den meisten Standorten eben auch gar nicht so dicht wächst, wie man immer glaubt. Geht mal in einen Bestand mit Goldrute z.B. in einer Flussaue und dann in einen Springkrautbestand im Wald und vergleicht. Bei der Goldrute verhindert das dichte Wurzelgeflicht und die dichte Blattmasse über dem Boden, dass da noch was anderes wachsen kann. Beim Springkraut gibt es kein undurchdringliches, verdämmendes Wurzelgeflicht und wie das Blattwerk darüber ist die gesamte Pflanze eher hinfällig, weshalb dazwischen nach wie vor auch die zuvor schon vorhandenen Pflanzen leben.


    Und die Bestände schwanken und tauchen wellenartig auf - und wieder ab. Werden dichter und dann wieder dünner. Nichts, was man wirklich als Plage bezeichnen könnte.


    Und gesünder als Zuckerwasser ist der Nektar vermutlich auch, jedenfalls blühen die Völker immer wieder auf, sobald das Kraut liefert. Und der Geldbeutel des Imkers freut sich natürlich auch...um wieder zum Zuckerpreis zu kommen. Naturzucker frei Haus ;)


    Also, erzählt den Leuten keinen Quatsch, aussähen muss man es auch nicht, aber macht klar, dass sie "was für die Bienen tun können", wenn sie das Springkraut nicht blind bekämpfen, wie es einige übereifrige Naturschützer leider immer noch fordern, seit Jahrzehnten...

  • Bei mir im Bienengarten ist es vor ein paar Jahren von selbst (ich schwöre!) aufgetaucht. Letztes Jahr waren es mal mehr als 4qm und nun ist alles wieder weg. Dafür Brennesseln satt.

    Vor 20 Jahren war es mal auf der anderen Straßenseite, da ist es auch plötzlich wieder verschwunden.

  • Ich habe mir für die nächste zwei Jahre Zucker gekauft. Das sind zwei Paletten. Der Preis von 25 € auf 100 Kg ist da schon auf 25,4 gestiegen.

    Imker im dritten Jahr.

    Imkern im angepassten Brutraum.

    24 Völker Stand Juni 2021:

    Dadant, Zadant und Mini Plus Völker, 1 TBH, 1 Bienenkiste

    53 Hühner