Rückschlüsse für Überwinterung auf Basis des Beutegewichts möglich , das sind meine Zahlen .

  • Hallo Imker,


    das Thema wurde sicher schon oftmals angesprochen, ich für meinen Teil tue mich nach vielem Lesen trotzdem schwer es richtig zu interpretieren und mache deshalb mein eigenes Thema dazu auf.


    Meine Gewichte sind wie folgt:


    Liebig Beute (Deckel+2 Ganzzargen+Flachboden WeyKiefer) ohne Rähmchen ca. 11kg

    20 Rähmchen mit Mittelwand (á 340g pro Rähmchen ) 6,8kg

    Nicot Futterzarge 1,5kg

    Blechdeckel ca. 1,5kg


    Das ganze wiegt dann ohne Apiinvert 20,8kg


    Mit aktuell 10kg Apiinvert frisch eingefüttert wiegt die Beute incl. Wachs und Bienen etc. bei mir Gesamt 46,6Kg


    Macht also Bienenmasse incl. Wachs und Futter schon verdeckelt oder im Bauch 15,08kg



    Machen diese Werte zum jetzigen Zeitpunkt Sinn und welche Rückschlüsse sind möglich was die Überwinterung des Volks auf 2 Zargen angeht.

    Ab wann kann ich erkennen ob genug Futter für den Winter eingebracht ist oder ob noch was rein muss .


    Für eure Hilfe hierbei herzlichen Dank schon im voraus .

    Seht es mir nach , ich bin halt unwissend


    Jungimker im ersten Jahr mit ausgeprägtem Hang zu Panik ;);)

  • Gürtel meine Region wäre ich jetzt fertig und würde Ende September nochmal nachwiegen und bei <44kg noch einen Absacker geben.


    BaWü klingt für mich nach einem längeren Winter. Aus dem Bauch würde ich in abnehmenden kleineren Portionen vielleicht bis Ende September nochmal 5kg geben und min. 48kg Ende September anstreben.

    Aber die KollegInnen aus der Region haben da bestimmt mehr Erfahrung.

  • Ich hab die Erfahrung gemacht das gleich schwere Völker unterschiedlich viel Futter drinne haben können. Aktuell zb beide 43kg die einen sitzen aber mit 5 und die anderen mit 3,5 Futterwaben in der Kiste bei gleicher Rähmchenanzahl. Darum zähle ich verdeckelte Futterwaben und schreibe es außen an die Beute, so hab ich einen Überblick wenn ich die nächste Runde füttere wieviel noch ins Volk muss. Ziel Ende September 5 komplette Fuwaben + unverdeckeltes und das auf den Brutwaben, sind ca 50kg Gesamtgewicht bei meinen selbst gebauten Kisten.

    Ja vielleicht etwas viel Futter aber besser ich entnehme welches im Frühjahr für spätere Ableger als zu überlegen ob eins Teig braucht um überhaupt durch zu kommen.

  • Die Frage ist wie stark das Volk ist. 30.000 Bienen wären ca. 3kg Gewicht.


    Auch wenn es die nicht mehr hat, dann zieh die mal noch ab.


    Und dann wieg alle Völker und guck dir das schwerste und das leichteste Volk an (hoffe du hast nicht nur zwei Völker...)!


    Ich ziele auf ca. 20kg Winterfutter und das war nur in 2021 nicht zu viel, sondern gerade ohne zufüttern passend. Aber das benannte Jahr war kein Maßstab! Anosnsten habe ich immer im Frühjahr Waben herausgenommen und eingelagert.


    Über den Winter kommen die Bienen auch mit sehr wenig. Ab Brutbeginn und den dann folgenden Temperaturen, sowie dem ersten andauernden Trachteingang kommt es aufs Futter an. Da geht dann tlw. 4-5kg im Monat weg!


    Auch was die ggf. jetzt noch verbrüten, kann wichtig sein. Bislang halten die sich irgendwie alle zurück. Normalerweise brüten die Ableger aber noch den September fröhlich durch und hören dann so Anfang Oktober auf.


    Also immer wieder mal wiegen und dann ein / zwei Völker prüfen. Irgendwann hast du dann ein Gefühl dafür bei welchem Volk du gucken musst!

  • sebihees

    Danke für deine Rückmeldung , was ich nicht verstehe ist die Aussage : hoffe du hast nicht nur zwei Völker...)!.

    Ist das ein Merkmal das es zu erfüllen gibt oder wie meinst Du das ?


    By the way ich habe nur 2 Völker , ich stehe noch am Anfang meiner Hobbyimker Laufbahn.

    Aktuell Wiegen beide nahezu gleich viel oder Wenig , je nach dem wie man das interpretieren will.


    Mir geht es tendenziell eher darum die Bienen nicht mehr zu stören und über das Gewicht ermitteln zu können ob es ihnen Futter mäßig reicht oder nicht.

    Da meine Erfahrung quasi bei 0 ist hoffe ich hier auf Input der mir hilft den Zusammenhang zu erfassen und zu verstehen .

    Seht es mir nach , ich bin halt unwissend


    Jungimker im ersten Jahr mit ausgeprägtem Hang zu Panik ;);)

  • Morpheus1978 Jetzt kann man noch bedenkenlos mal eine Kiste öffnen. Wenn Du genau zwei Völker hast, empfehle ich Dir Folgendes: Du gehst hin, wiegst nochmals mit der Federwaage, dann öffnest Du die Völker und schätzt mit der Liebefelder Schätzmethode (Google!) Futter, Bienen und Brut. Damit weisst Du erstens, was Sache ist (wichtig!), und zweitens hast Du den Futtervorrat mit zwei verschiedenen Methoden ermittelt, sodass Du (vorerst) genau weisst, wie es ums Futter steht, wenn Du das nächste Mal nur die Federwaage ansetzt. Vorerst bedeutet bis ca. Anfang März. Ab dann bleibt das Gewicht vielleicht gemäss Federwaage unverändert, aber das Verhältnis ändert sich im Innern: Futter wird zu Brut!

  • Da meine Erfahrung quasi bei 0 ist hoffe ich hier auf Input der mir hilft den Zusammenhang zu erfassen und zu verstehen .

    swissmix hat Dir da einen ganz hervorragenden Rat gegeben. Gerade am Anfang ist es wichtig zu lernen, wie das genau mit dem Füttern funktioniert und dann schau lieber einmal zu oft, als einmal zu wenig rein. Anfang Oktober sollte das Füttern ja beendet sein und bis dahin ist es noch warm genug, um ohne Risiko zu prüfen, ob das was man macht, richtig ist.

  • Wenn du alle Völker wiegst (und es wären nur zwei) dann brauchst du nicht das leichteste und schwerste öffnen. Du öffnest sowieso die beiden Völker.


    Ich habe derzeit 27 Völker (inkl. 17 Ableger) und da hilft diese Methode nicht alle Völker öffnen zu müssen. Ich öffne nur noch mal alle bei der Probeentnahme durch VetAmt und dann wird final aufgefüttert.


    Derzeit liegen meine Kisten (bis auf eine Ausnahme, welche schlecht Futter nimmt und ausgesondert werden wird) alle zwischen 29 und 32 kg. Das sind in etwa 15/16 kg Futter.


    EDIT: Die Beuten wiegen inkl. Leerwaben ca. 12,4 kg.

  • Ich werd jetzt mal die Liebefelder methode machen und dann vergleichen wie sich das gewicht dazu verhält ,ansonsten kann ich dafür kein wirkliches gefühl entwickeln .

    Seht es mir nach , ich bin halt unwissend


    Jungimker im ersten Jahr mit ausgeprägtem Hang zu Panik ;);)

  • Hallo, geh doch nicht so kompliziert daran. Die Leergewichte+ Bienen+Pollen ergeben rund 24 kg bei dir. Füttere sie doch einfach bis zum 1.10 auf 44 kg auf. Mit 20kg Futter werden sie sehr wahrscheinlich nicht verhungern. Im Frühjahr schaust du wie viel übrig ist und passe die Menge im nächsten Jahr ein bisschen an.

    Bis bald

    Marcus

    mehrere Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, xx Miniplus,

  • Das sind doch alles nur Behelfsmaßnahmen, wenn man vorher nicht geschaut hat, was das Volk ohne Winterfutter wiegt. Damit ist es eine halbwegs gute Schätzhilfe, aber mehr nicht und somit sollte man keinesfalls zu knapp an die Grenzen gehen.

    Ich mache es deshalb so:

    Ich schleudere ab, gebe sofort etwas Futter (2-3kg). Dann kontrolliere ich die Tage später nochmal die Völker und behandle (falls ich keine TBE gemacht habe), fülle mit Mittelwänden auf die Zielwabenzahl auf. Je nach Futtervorrat bei der Durchsicht, Trachtsituation uns Zahl der auszubauenden Mittelwände gebe ich dann nochmal Futter in kleineren Portionen und behandle.

    Bevor ich dann im August wirklich beginne einzufüttern wiege ich jedes Volk auf beiden Seiten mit der Kofferwaage und notiere die Werte in der Stockkarte. Außer Veränderungen in der Bienenmasse und beim Ausbauen der Waben habe ich somit eine ziemlich gute Orientierung was das Volk mit normaler Futterreserve gewogen hat und wieviel zusätzlicher Vorrat später dann drin ist. Das ist meiner Meinung nach die genaueste Schätzung und auch nicht mehr Arbeit als für jedes Volk rumzurechnen, wenn nicht alle gleich viele Rähmchen enthalten, den gleichen Fütterer drauf haben... Da ich ziemlich viel Springkraut im Flugbereich habe, wiege ich zwischendrin auch immer mal nach, da ich bei manchmal nicht mal die Hälfte vom Zielgewicht einfüttern muss, wenn sie selbst gut sammeln können. So sehe ich ganz gut, was ich selbst zufüttern muss. Ich füttere somit auch im August noch nicht voll auf, sondern ergänze lieber im September den Rest. Dabei muss ich das Wetter im Auge behalten, weil in kalten Nächten dann die Abnahme aus dem Fütterer deutlich schlechter wird.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)