Genmanipulierter Mais

  • Hallo zusammen
    Habe eben Nachrichten gelesen, hier eine Kostprobe:



    Sachsen-Anhalt hat das von der Bundesregierung geplante Gentechnik-Gesetz begrüßt. Als erstes Bundesland will Sachsen-Anhalt großflächig genmanipulierte Pflanzen anbauen. Auf etwa 500 Hektar Land soll genmanipulierter Mais ausgesät werden. Landwirtschaftsministerin Wernicke sagte, das Gentechnikgesetz würde den Großversuch deutlich erleichtern. Der Test sei unter Praxisbedingungen dringend notwendig. Nur so könnten Risiken erkannt und die Akzeptanz beim Verbraucher "getestet" werden.


    Weiteres unter:http://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/1147016.html

    Das Leben sollte keine Reise sein, mit dem Ziel,attraktiv und mit einem gut erhaltenen Körper an unserem Grab anzukommen.
    Wir sollten lieber seitlich hineinrutschen, Schokolade in einer Hand,Eis in der anderen, unser Körper total verbraucht und schreiend
    "Wow, was für eine Fahrt!"....

  • Was habt Ihr nur gegen das Umherfliegen der Pollen von gentechnisch verändertem Mais. Ihr laßt doch Eure Buckfast- und Carnica-Drohnen auch im Mellifera-Land frei umherfliegen? :o

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • ...das Problem bei gentechnisch-veränderten Pflanzen liegt doch nicht im Transgen (dem Gen, welches aus anderen Organismen in die Nutzpflanze eingebaut wurde, damit diese Nutzpflanze eine zusätzliche Eigenschaft aufweist).
    Das Problem liegt doch woanders: zur Selektion wird immer auch ein Gen mit einer Antibiotika-Resistenz mit eingebaut, darin sehe ich eine tickende Zeitbombe!


    Ansonsten sind die jetzt auf dem Markt befindlichen transgenen Pflanzen ein sehr lukratives Geschäft für die Hersteller.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Hallo zusammen, das größte Problem mit den Genveränderten Pflanzen wird die Vermischung mit Widpflanzen sein. Bei allen Nutzpflanzen, die von einheimischen Wildpflanzen abstammen, oder die mit ihnen verwandt sind, wird es trotz aller gegenteiligen Versprechungen, zu Kreuzungen kommen. Und von dem, was dann in diesen Pflanzen steckt, kann man dann nur sagen,´Gott bewahre´. Da kann niemand sagen, das haben wir nicht gewußt, oder gewollt. Viele Grüße Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Unsere Bienen können (vermutlich) nicht unterscheiden
    zwischen Pollen aus gentechnisch veränderten Pflanzen und den normalen Pollen.
    Daher wird in unserem Honig ein zukünftig steigender Anteil an gentechnisch veränderten Pollen enthalten sein.
    Lebensmittel, die gentechnisch veränderte Inhaltsstoffe haben, müssen gekennzeichnet werden.
    Daher muß im schlimmsten Fall zukünftig auch unser Honig gekennzeichnet werden.
    Abgesehen von der generellen (und viel wichtigeren ) Frage, ob Menschen wirklich alles machen dürfen, nur weils machbar ist,
    wie wird der Verbraucher auf die Kennzeichnung reagieren?
    Können wir wirklich guten Gewissens unseren Honig noch als Naturprodukt verkaufen?
    ICH GLAUBE NICHT!


    Am 31.Januar findet in München eine Demonstration gegen gentechnisch verändertes Saatgut statt.
    Ich werde hingehen.


    Gruß, Erwin

  • Erstaunlicherweise sieht das Herr Sonnleitner, der Bauernpräsident, ganz anders. Er habe das Gefühl, daß über die "Haftungsfrage der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen doch noch verhindert werden soll" So zittiert ihn "Die Welt" vom Tage Seite 12. Unsere Bauern wollen Gen-Food anbauen um konkurenzfähig zu bleiben. Bio ist was für gute Zeiten und Luxuskunden. Wenn sich der Gesamtumsatz der Bio-Lebensmittel verdoppeln würde, würden das unsere Bauern als Gesamtheit wohl nicht mal merken. Wir Verbraucher sehen im Supermarkt nur immer das Ei aus Bodenhaltung neben dem Ei aus der Legebatterie. Die Eier in unseren Nudeln und die die Koppenrath und Wiese verbacken sehen wir nicht, aber genau dort passieren die großen Umsätze. Und wer Agrarprodukte in wirklich großen Mengen verbraucht, der holt sie sich so billig wie möglich, egal ob aus Deutschland, Frankreich oder dem Senegal.


    Unsere Bauern haben unheimlich Schiß und ich kann sie gut verstehen. Setzen sie Gen-Saatgut ein, haften sie vielleicht für die Folgen. Setzen sie's nicht ein, produziert das Ausland oder der Nachbar wohl deutlich billiger oder bietet wichtige Zusatznutzen wie Transportfähig- und Haltbarkeit und unser Bauer bleibt auf seiner konventionellen Ernte sitzen. Und fliegen dann Nachbars Pollen zu ihm aufs Feld, kann er seine Ernte ja auch nicht mehr als frei von gentechnisch veränderten Organismen und schon gleich garnicht als Bio verkaufen. Und will er dann seine Nachbarn auf Schadenersatz verklagen, welchen denn? Den im Süden oder den im Norden? Wenn er nicht sicher (also zweifelsfrei) nachweisen kann von welchem Feld die Fremdpollen stammen, wird er nichts bekommen. Von keinem. Geteilte Schuld gibt's in Deutschland nämlich nicht.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • die Haftungsfragen interessieren weder die Industrie noch die Bauern jetzt, weil sie wissen, dass es Jahrzehnte dauern wird, bis es zu Schäden kommt, die reguliert werden müssen.....
    ...machen wir uns doch nix vor: wenn jemand eine Allergie gegen ein Lebensmittel bekommt, so ist es doch unmöglich den Nachweis zu führen, dass es vom "Basta"-Restistenzgen kommt.
    Ist doch heute schon so, immer mehr Menschen leiden an Lebensmittel-Allergien ohne, dass man die Ursache erkennt.



    Wenn genmanipulierter Raps im großen Stil hier angebaut wird, müssen wir alle auf's Honigetikett drucken "Genmanipuliert". Darüber sollten wir uns im klaren sein!
    Der Pollen des "Genrapses" wird auf Wildarten übertragen (Senf, Hederich etc.) und verändern diese Wildarten. und die Bienen tragen den Pollen ein.... ich habe es weiter oben erwähnt, die "Fremdgene" werden in jedem Lebensmittellabor ohne Probleme nachgewiesen....

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Hallo zusammen, wer haftet eigentlich für unsere Schäden? Wenn der Verbraucher unseren Honig nicht mehr kauft, weil wir nicht verhindern können, das unsere Bienen auch Pollen von genveränderten Pflanzen sammeln? Wer entschädigt uns (insbesondere die Berufsimker) für dadurch bedingte Umsatzrückgänge? Der Landwirt, der diese Pflanzen anbaut? Bleiben wir darauf selber sitzen? Das glaube ich, ist der wahrscheinliche Fall. Dazu kommt dann noch, das unsere Bienen die Schuld daran haben, weil sie ja noch den Pollen übertragen. Na, dann werden die Landwirte ja schon einmal einen Sündenbock haben: "Der böse Imker mit seinen blöden Bienen, die nicht `guten´Pollen von ´normalen`unterscheiden können." Wie schon mehrmals als Schlußwort geschrieben: "Schöne neue Welt". Viele Grüße Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • ohne Kommentar, nur zur Information:


    Gen-Pflanzen erobern auch herkömmliche Saat


    Washington DC (pte) - Amerikanische Forscher warnen vor großen gesundheitlichen Schäden durch genetisch veränderte Nutzpflanzen. In Untersuchungen konnten die Forscher nämlich Spuren von Gentechnologie in herkömmlichen Nahrungsmitteln nachweisen, die eigentlich frei von Gentech hätten sein sollen, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist http://www.newscientist.com . "Wir haben DNA-Sequenzen von verschiedenen gentechnisch veränderten Pflanzen in traditionellen Sorten gefunden", berichtet die Mikrobiologin Margaret Mellon, die die Studie im Auftrag der Union for Concerned Scientists http://www.ucsusa.org durchführte. Die Forscher warnen in diesem Zusammenhang besonders vor Gefahren, die von so genannten "Pharm-Crops", das sind Pflanzen, die industrielle Chemikalien und Medikamente liefern sollen, ausgehen. Diese können nach Ansicht von Mellon bereits heute in herkömmlichen Nahrungsmitteln wie etwa Corn-flakes oder Mehl vorhanden sein. In verschiedenen Versuchen wurden Pflanzen genetisch so verändert, dass sie Proteine zur Wundheilung, zur Behandlung von Leberzirrhose und Anämie liefern. Auch Antikörper für die Krebsbehandlung, Vakzine gegen Cholera, Tollwut sowie Maul- und Klauenseuche werden von Gentech-Pflanzen geliefert. "Gesetze schützen Bürger davor, dass konventionell hergestellte Medikamente oder Bestandteile zur Herstellung von medizinischen Präparaten in die menschliche Nahrungskette gelangen", argumentiert die Studie. Eine solche Sicherheit gebe es bei genetisch veränderten Pflanzen aber nicht. "Es gibt keine Kontrolle zur Verhinderung der Ausbreitung von DNA-Sequenzen bei Pharm-Crops", berichten die Forscher.Die Studie stützt sich dabei auf Untersuchungen durch zwei Labors, die drei herkömmliche Maissorten, Sojabohnen und Raps nach spezifischen DNA-Sequenzen untersuchten, die in genetisch veränderten Sorten Verwendung finden. Die Labors bestätigten, dass sämtliche untersuchten Pflanzen deutliche Spuren von genetisch veränderten Arten enthielten. Die Studienautoren geben zu, dass es keinen Beweis dafür gibt, dass die untersuchten herkömmlichen Nahrungspflanzen deshalb gefährlich sind. Sie geben aber zu bedenken, dass die Gen-Pflanzen in der zweiten Generation möglicherweise gefährlich sind. "Kontaminierte Samen sind eine Hintertür der Nahrungskette", so Mellon, die den Zustand alarmierend findet, dass es bereits Pflanzen geben könnte, die mit Pharm-Crops verunreinigt sind. "Der Ansatzpunkt ist deshalb neu, da die meisten Studien von einer Kreuzung genetisch veränderter Samen mit herkömmlichen ausgegangen sind", argumentieren die Experten. Die Autoren nehmen aber nun an, dass die Kontamination bei den Herstellern und Vertreibern passiert: Dort werden Samen gemischt oder kommen miteinander in Berührung.Bisher wurden keine Pflanzen gefunden, die tatsächlich mit "Pharm-Crops" verunreinigt waren. Tests, die solche kontaminierten Samen finden, gibt es bis jetzt noch nicht, berichten die Forscher.





    Quelle:
    http://de.news.yahoo.com/040224/295/3wc2f.html

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"