Ich krieg die Motten !!

  • Hallo liebe Imker(innen),


    ich muß mich nun doch mit dem Wachsmottenproblem herumplagen. Ich wollte die noch vollen Futterwaben eines Ende November aufgelösten Volkes natürlich aufheben. Um Schimmelbildung und Wasseranziehen des Honigs zu vermeiden, hab ich die Waben mit Brutraum in meinen Heizungskeller (rel. Luftfeuchte ca. 60%) gestellt. Es kam was kommen mußte – fröhliches Vermehren o.g. Motte.
    Wie hätte ich ein Ausbreiten der Motte verhindern können ? Die Waben mit Bazillus Thuringiensis besprühen o.ä. ?
    Wer weis Rat ?


    Vorab Danke und Gruß


    Matthias

  • Danke Florian.


    Noch was. Ich hab die Waben jetzt erst mal in die Tiefkühltruhe. Wie lange halten die Motteneier das aus ? Oder überstehen die auch tiefste Kälte ?


    Gruß


    Matthias

  • Waben für 3 Stunden bei Minus 16°C in einer Tiefkühltruhe kühlen. tötet alle Stadien der Wachsmotten ab.


    Ansonsten wäre für Deine Lagerung der Waben eine Behandlung mit B 401 oder mit dem neueren Produkt Mellonex das Sinnvollste gewesen. Dabei handelt es sich um ein Sporenpräparat des Bacillus Thuringiensis , das mit Wasser verdünnt auf die Waben gespritzt wird. Die ganze Wabe bis zur hintersten Ecke muss damit eingesprayt werden. Die angerührte Spritzbrühe ist restlos aufzubrauchen. Die Waben vor dem Hineinhängen in den Wabenschrank abtrocknen lassen, sonst kann sich Grünspan bilden. Nach Angaben des Herstellers soll es hundertprozentig abbaubar sein. Es soll für die Tiere und für den Menschen unschädlich sein.
    Mellonex wird in inaktiven Kristallen angeboten. Die Wachsmotten-Larve nimmt diese mit dem Wachs auf und hört auf zu fressen. Das Bakterium bildet Sporen das Toxin enthaltet und die Darmwand zerstört.

  • Hallo Matthias,
    laß sie doch ruhig drin, in der Tiefkühltruhe. Vorausgesetzt, deine Frau ist abgehärtet. Meine hat sich mittlerweile an eingefrorerene Drohnen, Königinnen und Bienenproben gewöhnt. :wink::wink: 
    Übrigens, warum ich mich melde:
    Meine im Herbst mit Mellonex besprühten Waben sind noch tiptop. Das Zeug ist zwar nicht ganz billig, aber wirkt richtig gut.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo Matthias,


    ich halte Kälte und das Fehlen von Luft für die beste Lösung. Irgendow habe ich schon beschrieben, daß ich dieses Jahr die Waben unter Trockeneis, also unter gefrorenes CO2, gesetzt habe. Gleich in den Zargen, so wie sie nach dem Schleudern waren.
    Zwei, Drei Tage Kühltruhe reichen aber auf alle Fälle auch aus, um alle Stadien der Wachsmotten abzutöten. Physik (also Kälte und Luftverdrängung) halte ich für besser als chemische oder biologische Bekämpfung. Mit Schwefelfäden und Essigsäure würde ich heute nicht mehr an die Waben gehen. Und bei Bacillus Thuringiensis Produkten bin ich mir nie richtig sicher, ob die Sporen die Lagerung überlebt haben und mir ist das auch mit der Besprühung nüscht. Bei anderen Imkern hat das aber gut geklappt. Wenn Du mit ganzen Zargen arbeitest und einige davon hast, wird es glaube ich, sehr schnell zur Arbeit.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Matthias, Waben lager ich im kühlen Keller, Luftfeuchte weiß ich nicht. Einige lagern schon seit zwei Jahren ohne Befall Obwohl ich sonst für das Einschmelzen für Waben bin, die nicht im Bienenvolk verbleiben, aber bei guten Futterwaben mache ich schon Ausnahmen. Man braucht sie vielleicht ja noch für Ableger. Zur Unterbringung der Waben empfehle ich, die Waben auf Abstand in den Zargen zu lassen, nur sechs bis sieben statt volle Anzahl. Unter die Wabentürme ein Gitter gegen Mäuse. Dann mittels Keilen die Zargenstapel leicht schräg stellen, damit Zugluft eindringen kann. Den weiten Abstand und die Zugluft mögen Wachsmotten nicht. Viele Grüße Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.