Teilen und Behandeln

  • Hallo,


    ich möchte morgen einen Teil meines Honigs ernten, aber es wird wohl ca. einer bis zwei Honigräume mit noch nicht ganz trockenem Honig übrig bleiben von insgesamt vier Völkern.


    Da ich auch nächste Woche das Konzept Teilen und Behandeln umsetzen möchte, frage ich mich, ob es Probleme gibt, die Honigräume für 21 Tage auf den Brutlingen zu belassen, weil die Fluglochwachen ja in den Flugling fliegen werden.

    Am liebsten möchte ich den Brutling oben auf den Flugling stellen. Aber geht das, wenn der Brutling auch noch einen Honigraum zum Trocknen behält?

    Oder schafft ein Brutling es gar nicht, einen Honigraum zu trocknen?

    ... Oder geht das nur dann, wenn ich den Brutling auch gleich noch um 2km verstelle?


    Danke!

  • Hi,

    du solltest beim Brutling auf jeden Fall das Flugloch einengen.

    Ist in deiner Gegend denn noch Tracht?

    Ansonsten könntest du die Honigwaben, die du nicht ernten willst, auch als (Winter-)Futter an Brut- und Fluglinge verteilen.

    Für wenige Waben nochmal zu schleudern wäre mir ohnehin zu aufwendig. Alternativ kannst du mit der Teilung auch noch etwas warten. Willst du später rückvereinigen?

    Liebe Grüße!

  • Ich möchte mit Teilen und Behandeln vor allem deshalb jetzt beginnen, will in meinen Völkern vielleicht noch so 20 Drohnen unterwegs sind und ich bei der gestrigen Durchsicht maximal noch eine Handvoll ungeschlüpfte Drohnenzellen gesehen habe.

    Kurzum, die Drohnenschlacht ist in vollem Gang...

    Drohnenrahmen werden seit zwei Wochen nicht mehr bestiftet.


    Wiedervereinigen weiß ich noch nicht. Hängt von der Entwicklung ab.

  • Dazu hätte ich eine Frage,

    behandelst du die beiden Hälfen dann mit Oxal oder Milchsäure? Wenn mit Oxalsäure, was macht man, wenn die Behandlung nicht gereicht hat? Man kann ja nicht ohne weiteres eine weitere Oxalbehandlung machen, oder? Zumal ja dann auch wieder Brut vorhanden ist. Ist Ameisensäure dann eine Alternative? Wird und kann man dann im Dezember nochmals mit Oxalsäure betreufeln?

    Ich frage für einen Freund, nein Spaß beiseite. Ich möchte nur gerne die ganzen Verfahren kennenlernen und verstehen wie sie funktionieren und zusammen wirken.

  • Beide Hälften werden in brutfreiem Zustand behandelt. Ich nehme Oxalsäure, ein Kollege aus dem Imkerverein nimmt Milchsäure, wobei mir hier i Forum ganz klar zu Oxalsäure geraten wurde.

    Wenn du brutfrei behandelt, sollte eine Behandlung ausreichen. Achtung, es geht nicht um Träufelbehandlung mit Zucker, sondern Oxuvar 5,7% mit Wasser verdünnt und gesprüht!

    Die Träufelbehandlung im Winter ist ein anderes Kapitel, ich werde die auch machen, ich hab nach schlechten Erfahrungen zuviel Angst vor der Varroa.

    Wenn eine Biene zwei Träufelbehandlungen bekommt, ist das sehr schädlich, weil sie die Lösung wegen des Zuckers frisst. Gesprühte Oxalsäure lecken die Bienen nicht ab, deshalb kann man das wiederholt machen.

    Und dann gibt es noch die Methode, Oxalsäure zu Verdampfen, das ist wohl die beste Methode, aber i Deutschland verboten.

    Viele Grüße

    Andrea

    Ein Garten ohne was zu essen ist verschwendete Landschaft.

  • Dazu hätte ich eine Frage,

    behandelst du die beiden Hälfen dann mit Oxal oder Milchsäure? Wenn mit Oxalsäure, was macht man, wenn die Behandlung nicht gereicht hat? Man kann ja nicht ohne weiteres eine weitere Oxalbehandlung machen, oder? Zumal ja dann auch wieder Brut vorhanden ist. Ist Ameisensäure dann eine Alternative? Wird und kann man dann im Dezember nochmals mit Oxalsäure betreufeln?

    Ich frage für einen Freund, nein Spaß beiseite. Ich möchte nur gerne die ganzen Verfahren kennenlernen und verstehen wie sie funktionieren und zusammen wirken.

    Im brutfreien Zustand hast du ausreichende wirkung. Gleichzeitig kannst du den Brutling ja erst 3 Wochen nach Bildung behandeln, darum gilt für das TuB-Verfahren eine Milbenobergrenze (ich meine, bei 10/d), oberhalb derer man zu Ameisensäure ohne Teilung des Volkes greifen sollte. Dies deshalb, weil nach Teilung die viele- und nach Abflug des Fluglings bienenärmere- Brut zu anfällig für Brutschäden durch Ameisensäure ist. Der Flugling ist ohnehin milbenarm. Der Brutling ist der gefährdetere Volksteil.

    Ox wirkt besser als MS. Träufeln im Dezember hängt vom Milbenfall im Dezember ab und war bei mir oft nötig.


    Kann man sich in kurz sehr gut auf Gerhard Liebigs Homepage oder seinen Videos auf YouTube, in lang auch bei "live von Pias Bienenstand" anschauen.

    Kennst du die Dropbox von Pia Aumeier?

  • Vielen Dank für die Ausführungen. Nach der Bildung von Flugling und Brutling (Flugling unten, Brutling oben drauf) kann ich die beiden ja, sagen wir drei Tage später an einen neuen Ort (6km weiter) verbringen. Sollte kein Problem sein, oder?

  • Vielen Dank für die Ausführungen. Nach der Bildung von Flugling und Brutling (Flugling unten, Brutling oben drauf) kann ich die beiden ja, sagen wir drei Tage später an einen neuen Ort (6km weiter) verbringen. Sollte kein Problem sein, oder?

    Würde nach Möglichkeit immer Brutlinge und Fluglinge örtlich trennen und zwar an Tag 1 den Brutling verstellen, ist dann aber kein einfaches imkern mehr.