Beenature - Verordnungen zum Schutz natürlich angesiedelter Bienenvölker

  • Hab mal was zum Video zusammengeschrieben, weil es einfach raus musste.
    Klickiklicki


    Das Problem ist weniger sein Anliegen an sich ("artgerechte Bienenhaltung"), da kann man ja zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen oder unterschiedliche Strategien wählen, sondern seine ewige populistische Hetze gegen Imker, hier konkret in Form von Quatschjura, mit welcher er und seinesgleichen rechtfertigen will, warum sie sich aus der Bienenseuchen Verordnung meinen verabschieden zu können.

    Das Video findet wenig Beachtung auf YT, was tröstlich ist, weil man sonst Sorge haben müsste, dass das irgendwer ernst nimmt. Aber wie geht man mit so etwas um? Ignorieren? Öffentlich widersprechen? Thematisieren? Tabuisieren? Ich persönlich weiß es nicht.

  • Aber wie geht man mit so etwas um? Ignorieren? Öffentlich widersprechen? Thematisieren? Tabuisieren? Ich persönlich weiß es nicht.

    Ach.... Bei knapp 8% Inflation hat diese Zielgruppe in einem halben Jahr vermutlich ganz andere Interessen als sich einen überteuerten Holzstamm in den Garten zu stellen.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Ach.... Bei knapp 8% Inflation hat diese Zielgruppe in einem halben Jahr vermutlich ganz andere Interessen als sich einen überteuerten Holzstamm in den Garten zu stellen.

    Wie zumeist - die Ökonomie wird's entscheiden!


    Dennoch, hast Du schön dargelegt rall0r !

  • Aber wie geht man mit so etwas um?

    Von meiner Seite her, kann ich eher ein nicht beachten empfehlen.


    Der Rest, erledigt die "natürliche" Biologie, der Varroamilbe. Zusammen mit den anderen Problemen der Bienenvölker.


    An einem "Tree" ohne Bienen, wird das Interesse bald mal abnehmen.


    Und klar.

    Würden die Bienen Wild überleben, dann wären daran ja auch nichts auszusetzen.


    Lg Sulz.

  • Ich meine mal gelesen zu haben, daß man leere Beuten nicht einfach draußen rumstehen lassen darf, weil die Gefahr besteht, daß ein Schwarm sich dieser bemächtigt, also einzieht.


    Warum wählt ein Bienenschwarm so eine leerstehende Beute als Behausung, wenn sie nicht artgerecht ist? Nur weil sie innen dunkel ist und irgendwo ein Flugloch hat? Oder Mangel an natürlichen Höhlen in Bäumen?


    Mmmhhh....;-)


    Mag sein, daß dieser Widersprüch hier im Thread schon angeführt wurde, dann sorry.

  • Die Bienen wählen sehr oft schonmal bewohnte „Räume“.

    Es ist ihr Duft, der da anziehend wirkt.


    Aber: Vor zwei oder drei Jahren habe zwei recht geräumige, leicht beschädigte Starkästen bekommen.

    Künftiger Zweck sollte Hornissenkasten sein.

    Also im letzten Jahr repariert und ein Flugloch im unteren Drittel eingebohrt.

    In etw 100m Abstand an zwei dicke Eschen aufgehängt.

    Nun habe bemerkt, dass in einem Bienen eingezogen sind.

    Wer muss sich kümmern?

  • Das ist Laberei. Du hast die Kästen in Besitz genommen, modifiziert, aufgehängt. Wem der Baum, der Wald und das Land gehört spielt da keine Rolle. Kümmere Dich gefälligst um die Bienen.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Eine rosa Sau wird kein Wildschwein nur weil sie aus dem Stall ausbüxt und im Wald rumrennt. Dasselbe gilt für Honigbienen.

    Greenhorn seit Juni 2020, aktuell vier Völker auf 12er Dadant US, 3x Buckfast, 1x Carnica

  • Und deshalb ist er gegebenenfalls Imker.

    Die Frage, ob jemand Imker ist, stellt sich nicht.


    Und so kompliziert ist die Sache wirklich nicht. Einfach die ersten paar Paragraphen der Bienenseuchen-Verordnung lesen.


    Wenn man einen Schiffer-Tree mit der Absicht aufhängt, darin Honigbienen zu halten, ist die Lage recht eindeutig. Da muss man schon wirklich viel Quatschjura bemühen, um Gegenteiliges zu behaupten.


    Bei Völkern in Baumhöhlen oder Häusern besteht in meinen Augen diese Eindeutigkeit nicht. Wobei dies für das Video und damit auch den Thread hier, keine Rolle spielt.


    Grüße vom Apidät, der sich nicht weiter hier äußern wird

  • Wenn denn irgendwann größere Mengen von den Dingern in der Landschaft hängen, wird es sicherlich früher oder später vor Gericht landen und dort beurteilt werden müssen.


    Auf der Verkaufsseite wird eine Variante des Schiffertree mit genau der im Video getroffenen Rechtseinschätzung beworben. Keine Beute / Bienenhaltung und deshalb kein Anmelde- und Behandlungspflicht.

    Bei allen anderen Varianten wird auf Bienenhaltung und die rechtlichen Konsequenzen hingewiesen.


    Wer trägt eigentlich das Risiko wenn bei erst genannter Variante die rechtliche Einschätzung falsch ist. Käufer oder Verkäufer?


    Ist so eine Aussage auf der Homepage nicht eigentlich schon eine Rechtsauskunft die in Deutschland nur durch einen Juristen erfolgen darf?


    keinimker: Ich vermute Deine umgebauten Starenkästen müssen tatsächlich seeeehr viel größer als die üblichen 7-10 Liter Raumvolumen sein. In die Größe sollte doch kein Schwarm einziehen.