Schlecken Bienen Honigräume aus wenn schon neuer Honig eingelagert wurde?

  • Hallo zusammen,

    schlecken Bienen Honigräume auch aus, wenn diese schon angenommen, sehr gut belaufen, und ein paar wenige Kilo (vielleicht 2-4 kg) eingetragen wurden? Ich würde gerne auf die letzte Schleuderung verzichten weil so wenig eingetragen wurde, und dafür schon früher mit Behandlung und Einfütterung anfangen. Ich würde nun versuchen einen leeren Honigraum zwischen Absperrgitter und Honigräume zu geben und die Honigwaben mit Wasser einzusprühen. Zusätzlich vielleicht noch Folie über die halbe Breite über das Absperrgitter, also eigentlich genau wie beim Ausschlecken nach der Honigernte.

    Funktioniert sowas, oder schlecken Bienen Honigräume nur aus wenn sie noch nicht angenommen wurden?

    Danke schonmal für eure Hilfe :)

  • ich würde die paar Waben schleudern und nächstes Jahr etwas enger schieden. Wäre schade um den Honig.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass die das trotz Leerzarge und Folie aufgrund der geschlossenen Honiganordnung als Futtervorrat ansehen und nicht umtragen. Ausprobiert habe ich das noch nicht.


    Könntest auch mit Honigraum einfüttern und den Honigraum im Spätherbst untersetzen.

    Steingarten ist Keingarten
    Für alle die, die kein Imker sind: gemeint ist Schottergarten, reimt sich aber nicht so prickelnd...

  • ich würde die paar Waben schleudern und nächstes Jahr etwas enger schieden. Wäre schade um den Honig.

    Hi, danke für deine Antwort! Ich steh grad auf dem Schlauch: Wie ist der Zusammenhang zwischen Schieden und Umtragen? Oder meinst du das eher allgemeiner im Sinne von "Hättest du enger geschiedet hättest du mehr Honig und das Schleudern würde sich lohnen"?


    Könntest auch mit Honigraum einfüttern und den Honigraum im Spätherbst untersetzen.

    Das versteh ich nicht ganz: wenn ich den Honigraum untersetze, dann wird dort doch im nächsten Frühjahr gebrütet oder? Oder bezieht sich dein Hinweis auf Zander/DNM1.0, wo es dann egal wäre und der Honigraum einfach zum Brutraum werden würde? Ich habe Dadant - entschuldige, das hätte ich in der ursprünglichen Frage erwähnen sollen. Aber vielen Dank für deine Hilfe :)

  • DD-Boden mit Brutzarge, ASG und teilgefülltem HR oben - so oder ähnlich ist die Situation, wenn ich es richtig verstehe.


    beegoodies empfiehlt


    DD-Boden - teilgefüllter HR - Brutzarge.


    Lass' das ASG weg, damit die Drohnen noch nach außen gelangen können. Der Bien räumt den Honig ans Brutnest, ggf. eine Leerwabe gg. den Drohnenrahmen tauschen (der wird gerade mit Nektar gefüllt). Nach 2 Wochen kannst Du den wieder herausnehmen - dann ist der leer.


    Viel Erfolg!

  • ich würde die paar Waben schleudern und nächstes Jahr etwas enger schieden. Wäre schade um den Honig.

    Hi, danke für deine Antwort! Ich steh grad auf dem Schlauch: Wie ist der Zusammenhang zwischen Schieden und Umtragen? Oder meinst du das eher allgemeiner im Sinne von "Hättest du enger geschiedet hättest du mehr Honig und das Schleudern würde sich lohnen"?


    Könntest auch mit Honigraum einfüttern und den Honigraum im Spätherbst untersetzen.

    Das versteh ich nicht ganz: wenn ich den Honigraum untersetze, dann wird dort doch im nächsten Frühjahr gebrütet oder? Oder bezieht sich dein Hinweis auf Zander/DNM1.0, wo es dann egal wäre und der Honigraum einfach zum Brutraum werden würde? Ich habe Dadant - entschuldige, das hätte ich in der ursprünglichen Frage erwähnen sollen. Aber vielen Dank für deine Hilfe :)

    In der Regel gehen die Bienen eher nach oben als nach unten. Außerdem kannst du die untergesetzte Zarge noch vor dem Winter entnehmen. Gibt Imker die machen das immer so zur Einfütterung.

  • ich würde die paar Waben schleudern und nächstes Jahr etwas enger schieden. Wäre schade um den Honig.

    Nach der Beschreibung (und meiner Erfahrung) ist dieser Honig nicht "fertig" gepflegt und damit nicht zur Schleuderung zu empfehlen.

    Dieser Sommerhonig, den man nicht mehr ernten kann, schmerzt mich immer etwas...

    Seit 2010 Sächsischer* Hobby-Imker mit ca. 10 Völkern in DNM

    * sie summen weicher als die nicht-sächsischen Bienen

  • Ich habe eine ähnliches Problem. Am Freitag habe ich denen Honigräume drauf gesetzt und hatte die Hoffung das noch etwas kommt.
    Den Rest was die einlagern, werde ich auch untersetzen. Dann haben sie etwas Winterfutter.

    Ich brauchte zwei Räume für die Bienenmasse. Da ich die TBE zeitmässig nicht gleich machen kann.

    Imker im dritten Jahr.

    Imkern im angepassten Brutraum.

    24 Völker Stand Juni 2021:

    Dadant, Zadant und Mini Plus Völker, 1 TBH, 1 Bienenkiste

    53 Hühner

  • Ich setze zum Ausschlecken immer eine Leerzarge (kann auch eine Halbzarge sein) unter. Dann die Folie zur Hälfte zurückschlagen. Nach 3-4 Tagen ist in der Regel oben alles blitzblank geputzt, auch bei einer evtl. Tracht. Letztere ist aber bei mir sowieso nur eine Läppertracht.


    Wolfgang

  • Ich setze zum Ausschlecken immer eine Leerzarge (kann auch eine Halbzarge sein) unter. Dann die Folie zur Hälfte zurückschlagen. Nach 3-4 Tagen ist in der Regel oben alles blitzblank geputzt, auch bei einer evtl. Tracht. Letztere ist aber bei mir sowieso nur eine Läppertracht.


    Wolfgang

    Folie nur an einem Eck umschlagen, damit die Bienen gerade so durchkommen. Dort wo die Immen ausräumen sollen, sollte es möglichst gering nach Königin duften. Dann funktioniert die Ausschleckerei.

    Gruß Bernd http://www.hommel-blechtechnik.de

    "Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind so sicher und die Gescheiten so voller Zweifel."

    (Bertrand Russel, englischer Philosoph und Mathematiker 1872 - 1970, Nobelpreis für Literatur 1950)

  • Das mit der kleinen Öffnung zur aufgesetzten, leeren HR-Zarge ist wichtig. Der Raum muss als „nicht zum Stock gehörig“ identifiziert werden. Somit ist das Futter dort „Beute“ zum räubern /umtragen.

    In meinen Sack-Tüchern habe ich ein Loch mit Klappe, die bei Bedarf umgeschlagen wird und den Durchschlupf freigibt.

    Die Bienen sind bei ihrer Arbeit sehr fleißig und auch gründlich.

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • Ich hab noch was vergessen: Die auszuschleckenden Honigwaben werden immer "auf Abstand" eingehangen, also niemals all 10, die reinpassen, sondern eben max. 9 oder noch weniger. Je weniger, desto besser und schneller sind die Waben sauber und tlw. sogar "repariert". Zumindest so meine Erfahrung


    Wolfgang

    Nicht alles was schön ist, kann man für Geld kaufen

  • Ich setze die HR immer sofort wieder auf das Volk. Sofort heißt, sofort nach dem Abernten vor Ort. Die meisten wissen ja wie ich ernte.

    Am nächsten Abend ist alles erledigt.

    Ich ändere weder die Anzahl der Waben noch irgendwelche Abstände. Und das Volk bekommt ja nur seinen HR zurück. Nicht noch 4 oder 5 von anderen Völkern.

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • Ein größerer Abstand beschleunigt das Ausschlecken. Ebenso das leichte Ankratzen unbeschädigter Waben.

    Das funktioniert aber alles nur einigermaßen zufriedenstellend, wenn im Brutraum auch Futter gebraucht wird und Platz dafür ist.

    Bei ausreichend Tracht wartet man ewig.

    Die Völker, die gut brutnestfern einlagern, sind zum Ausschlecken schlechter zu gebrauchen als die, die gerne fette Honigkränze anlegen.

    Somit haben auch die schwarmfreudigen Völker Vorteile, genauso wie bei der Königinnenzucht.

  • Hallo zusammen, ich wollte heute Sommerhonig ernten, seit 24.06. kein Eintrag mehr auf der Stockwaage (1436). bei Messen dann leider - Alarm!!

    Die Sommertracht ist dieses Jahr in wenigen Tagen eingetragen worden, so dass wohl nicht genügend Zeit da war den Honig trocken zu bekommen. Die meisten Völker haben 1,2 bis 1,8 Zander-Zargen voll Honig über zwei Bruträumen. Die besten Stellen waren 18% feucht und vieles her um die 20-22% so kann ich den Honig nicht brauchen und habe abgebrochen, die Honigräume wieder aufgesetzt und erstmal Kaffeepause gemacht - was nun? (Refraktometer habe ich kalibriert)

    1) Weiter warten, auch wenn ein guter Teil des feuchten Honigs schon verdeckelt ist (wenn sie es seit dem 24.06. nicht geschafft haben was werden sie wohl in einer weiteren Woche schaffen?

    2) Versuchen den Honig nochmal umtragen zu lassen, zumindest der unverdeckelte Teil könnte so noch getrocknet werden? Es sind 2 Honig-Zargen pro Volk je 10 Rähmchen - wie lange dauert das? Und ich habe nicht für alle noch eine neue Honigzarge und eine Leerzarge zum zwischenstellen - Wie kann das Umtragen/ Ausschlecken gelingen?

    3) Bessere Ideen?

    Summende Grüße