Honig später Schleudern?

  • Moin Zusammen,


    ich habe ein Problem, mit dem ich mich momentan rumschlage: Zeit. Also fehlende Zeit.


    Wir haben mit der Firma neu gebaut, sowohl Baubegleitung als auch der Umzug jetzt hängen bei mir. Da das absehbar war, bin ich schon mit weniger Völkern ins Jahr gegangen,um dementsprechend Luft zu haben. Nur die allernötigsten Arbeiten gemacht, die Früchtracht recht großzügig geschleudert, nur im kleinen Rahmen Königinnen gebaut und Völker vermehrt etc.


    Nichtdestotrotz komme ich momentan mit der Zeit nicht hin und will das Ganze etwas entzerren. Priorität hat für mich die Brutentnahme mit anschließender Behandlung, damit ich sauber in die neue Saison gehen kann. Honig habe ich noch reichlich aus dem letzten Jahr und auch komplett fertig abgefüllt, weil sich das Elend ja am Horizont angebahnt hat.


    Nun haben die Damen aber trotzdem reichlich eingetragen. Ich würde daher gerne die Honigräume fluchten und erst mal in meinem Schleuderraum zwischenlagern wollen. Der hat momentan so 20-25 Grad, die Luftfeuchtigkeit kann ich über einen leistungsfähigen Entfeuchter regulieren.


    Seht ihr da ein Problem, die Honigräume für 3-4 Wochen zwischenzulagern? Dann hätte ich Urlaub und ein wenig Luft, um wieder etwas Vorsprung zu erhalten.

    Bei der Sommertracht dürfte ja eigentlich nicht allzu viel in Richtung Kristallisation passieren, zumindest war die Sommertracht in den letzten Jahren immer recht lange flüssig. Wenn´s ganz dumm läuft, muss alles, was fest geworden ist, halt mal durch den Deckelwachsschmelzer.

  • Seht ihr da ein Problem, die Honigräume für 3-4 Wochen zwischenzulagern

    das wuerde die Wachsmoten ganz dolle freuen ... ich aus diesem Grund haette ich Bedenken

    Wachsmotten interessieren sich eigentlich für Brutwaben, da sie die dortigen Hinterlassenschaften fressen, und weniger für Honig. In heuer frisch zugesetzten Honigwaben sollte da eigentlich keine drauf sein. Sicher kann man aber natürlich nie sein.


    Wenn dann luftig - also unten und oben nen Gitterboden - setzen, den Luftzug mögen die Motten nicht so.

  • Jepp, die Wachsmotten schlagen zu. Zwar nicht im Übermaß, aber irgendwo wird doch Pollen mit drin sein. Das magst Du nicht im Honig haben, also fängst Du dann an, jedes Rähmchen einzeln zu kontrollieren und die befallenen Stellen mit dem Messer rauszuschneiden. DAS bedeutet nervige Arbeit und Matscherei und Frust und heilige Vorsätze für alle Zukunft.

    Howgh, ich habe aus Erfahrung gesprochen.

    Auf der Suche nach der Bee-Life-Balance.

    Nächstes Imkerforumstreffen am 3-5.2.2023 im Jagdhof Kleinheiligkreuz bei Fulda. :daumen:

  • Ich habe einige Honigwaben, mit nur ganz wenig Pollen drauf für Ableger beiseite gestellt ( dicht verschlossen ) und gestern erste zarte Gespinste entdeckt.

    Naja, die Bienen beseitigen das, aber in der Schleuder möchte ich nicht mal dieses wenige Gefussel haben.

  • Königinnen 4 Wochen käfigen und HRe den Völkern belassen. Dann kannst Anf. August abräumen, die Kö's freilassen und behandeln.


    Die Zeit für Dich und gg. die Milbe arbeiten lassen....

  • Königinnen 4 Wochen käfigen und HRe den Völkern belassen. Dann kannst Anf. August abräumen, die Kö's freilassen und behandeln.


    Die Zeit für Dich und gg. die Milbe arbeiten lassen....

    Hallo!

    Genügt dafür ein Ausfresskäfig oder nimmt man etwas anderes? :/

  • Zitat

    Das meinst Du jetzt nicht ernst, oder ?

    doch schon, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass ein Ausfresskäfig reicht, mir dieser aber als erster in den Sinn kam. Es hätte mich gewundert, deswegen doof nachgefragt. Also Frage trotzdem beantwortet. :)

  • Königinnen 4 Wochen käfigen und HRe den Völkern belassen. Dann kannst Anf. August abräumen, die Kö's freilassen und behandeln.


    Die Zeit für Dich und gg. die Milbe arbeiten lassen....

    Hallo!

    Genügt dafür ein Ausfresskäfig oder nimmt man etwas anderes? :/

    Wenn der groß genug ist mit ca 20kg Futterteig könnte es klappen 😉 gemeint ist sicher eine Bannwabentasche zum käfigen oder ähnliches

  • Moin zusammen,


    danke für den Input.

    Ich habe es vielleicht falsch gelesen, aber warum nicht die Honigräume nach der Behandlung wieder aufsetzen? Brutentnahme klingt nach schneller Behandlung, Ox sprühen oder ähnliches.

    Ich muss sagen, da bin ich fies vor. Auch wenn ich die Honigräume zur Behandlung runter habe, würde ich die direkt danach ungern wieder aufsetzen. Ich weiß nicht, wie lange sich die Oxalsäure in den Völkern hält, aber da würde ich eher länger als kürzer mit warten, und dann stehe ich wieder vor dem Problem des Einlagern der Honigräume.

    Königinnen 4 Wochen käfigen und HRe den Völkern belassen. Dann kannst Anf. August abräumen, die Kö's freilassen und behandeln.

    So werde ichs machen. Wozu hab ich schließlich die Kiste mit den 2-Waben-Käfigen da rumstehen? Die zwei Waben fungieren dann solange als Fangwaben. Ob ich die nachher einschmelze oder es mit einem Sammler probiere, muss ich noch mal schauen. Vermutlich kommt dabei nicht mehr allzu viel schönes raus...

  • Sehe ich auch so. Behandlung ohne HR meint sicher nicht, dass man die HR abnimmt, sprüht und dann wieder aufsetzt. Oxalsäure wirkt ja auch nicht so, dass du reinsprühst und es fallen sofort alle Milben tot um und auf den Schieber. Ebenso verfliegt die Oxalsäure nicht sofort. Würde mal eine Wartezeit von mindestens 2-3 Wochen in den Raum werfen bevor ich da wieder was aufsetzen würde.


    Habe ich dieses Jahr z.B. bei frühen Ablegern (Anfang Mai) gemacht. Die wurden brutfrei besprüht und später mit Bienenmasse aus einer späteren Schröpfaktion verstärkt. Die tragen ne (Flach)Zarge Sommertracht ein. Wartezeit waren bei mir 3 Wochen.