Besamungsgerät im Eigenbau

  • Hallo,

    Ich möchte in die instrumentelle Besamung von Bienenköniginnen einsteigen. Der Preis für ein kommerzielles Besamungsgerät hat mich bisher aber noch vom Kauf abgehalten. Ebenso das Risiko, dass das Gerät dann vielleicht ungenutzt in der Ecke steht und verstaubt, weil es nicht so läuft wie geplant. Natürlich werde ich einen Kurs besuchen, bevor ich mich an die Bienen heranwage, das sollte klar sein. Aber soweit ich weiß ist das Mitbringen eines eigenen Geräts Voraussetzung für die Teilnahme am Kurs in Kirchhain.


    Da ich mich für handwerklich nicht ganz ungeschickt halte und auch entsprechende Maschinen habe (Drehmaschine, Fräsmaschine), habe ich mir überlegt, mir ein Besamungsgerät selbst zu bauen.


    Hat jemand so was auch schon mal gemacht? Hat jemand Erfahrung, worauf es insbesondere ankommt? Gibt es vielleicht sogar Schwachstellen an den käuflichen Geräten, die man durch einen Eigenbau umgehen oder verbessern kann?


    Ich besitze eine Ausgabe des Apimondia-Hefts „Die instrumentelle Besamung der Bienenkönigin“ von Prof. Ruttner. Darin ist der Bau eines Geräts mit Zeichnungen sehr gut beschrieben. Ich denke, ich fange einfach mal an und werde an dieser Stelle über den Fortschritt berichten.


    Grüße aus Nordhessen

  • hartmut: Bitte entschuldige jetzt meine kritischen Worte, aber: Kannst du solche Threads nicht einfach löschen? Es handelt sich bei Bienen um Lebewesen und da sollte man wirklich keine Plattform bieten, um die Königinnen mit „etwas selbstgebautem“ zu besamen.


    Ich will hier gar nicht an die Dunkelziffer denken von Leuten, die mitlesen und es einfach kritisch nachbauen.


    Da wird mir wirklich schlecht.

  • Gegen Übelkeit hilft Dimenhydrinat, ansonsten darf doch die Frage hier erlaubt sein. für jeden Scheiss in der Imkerei gibt es inzwischen Nach- und Selbstbauten, warum nicht auch hier. Ich denke es geht lediglich um die Gestelle, nicht um die Instrumente.


    Gruß

  • hartmut: Bitte entschuldige jetzt meine kritischen Worte, aber: Kannst du solche Threads nicht einfach löschen? Es handelt sich bei Bienen um Lebewesen und da sollte man wirklich keine Plattform bieten, um die Königinnen mit „etwas selbstgebautem“ zu besamen.

    WEr löscht eigentlich private HP, wenn da komische Sachen stehen ? Mir wird schlecht wenn man nach Zensur schreit.......

    Bis bald

    Marcus, der es auch nicht gut findet wenn Lebewesen in selbst gebauten Beuten gehalten werden ......

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, xx Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN

  • Also wenn der Hartmut hier etwas löscht, ist das keine Zensur, sondern Hausrecht. Aber auch ich bin der Meinung, dass Bauanleitungen nicht zum Schaden der Tiere sein müssen. Es gibt in meinen Augen keinerlei Gründe, warum etwas Selbstgebautes, wo der Ersteller nur ein Ziel, nämlich die Funktion des Gerätes im Sinn hat schlechter sein soll, wie ein industriell hergestelltes Gerät, wo der Hersteller immer auch wirtschaftliche Fragen im Hinterkopf hat, und eventuell aus Kostengründen irgendwo etwas sparen muss. Ich freue mich auf die Ergebnisse hier, auch wenn ich selbst so ein Gerät nicht benötige.

  • Hallo,


    was natürlich immer im Hintergrund steht ist die Frage, ob instrumentelle Besamung grundsätzlich in Ordnung ist oder nicht. Diese Frage habe ich aber nicht gestellt und die wird ganz sicher an anderer Stelle bereits heftigst diskutiert. Diese Grundsatzfrage darf und muss jeder für sich selbst beantworten.


    Mir geht es darum, mich langsam an den Bau eines Geräts heranzutasten. Dabei hoffe ich auf ein paar gute Ratschläge, wo ich vielleicht in Fehler hineinlaufe oder was möglicherweise besser gemacht werden kann. Ich möchte ja gerade Fehler vermeiden, weil diese im Endeffekt von den Tieren ausgebadet werden. Das möchte ich auf keinen Fall!.


    Das Gerät aus dem 3D-Drucker gefällt mir ehrlich gesagt nicht besonders gut. Ich kann mir nicht vorstellen, dass gedruckter Kunststoff dieselbe Präzision erreichen kann, wie Metall, von der Festigkeit will ich gar nicht reden. Auch die Widerstandsfähigkeit gegen Desinfektionsmittel sehe ich da eher kritisch. Insofern kommen für mich als Werkstoffe eigentlich nur rostfreier Edelstahl und mit Einschränkungen Messing und Aluminium in Frage.


    Außerdem habe ich mir überlegt, zumindest in der ersten Version alle Teile, die direkt mit der Königin in Kontakt kommen (Haken, Königinnenhalter, Kanüle), nicht selbst anzufertigen sondern zu kaufen. Da fühle ich mich einfach im Moment besser dabei.


    Grüße aus Nordhessen

  • Festigkeit ist wohl weniger ein Thema bei einem solchen Gerät. Wichtig ist Leichtgängigkeit. Man muss ruckfrei Bewegungen ausführen können.

    Dann muss die Leichtgängigkeit für jede Bewegung exakt einstellbar sein. Die eingestellte Position muss ja auch immer gehalten werden und darf sich nicht selbstständig verändern.

    Sprich: zu schwer darf es nicht gehen, weil es sonst nicht ruckfrei läuft, zu leicht darf es auch nicht gehen, weil es sonst nicht da bleibt wo es sollte.

    Danke für den Hinweis.

  • Ohne eine gut ausgerüstete Metallwerkstatt mit Fräse und Drehmaschine wird man ohne 3D-Druck wohl nicht auskommen. Eine Kombination aus Zukaufteilen wie Führungen, Spindeln usw. in Kombination mit einem 3D gedruckten Gerüst wird wohl das Beste sein.


    Aber ich denke, dass man ein paarmal besamt haben sollte, bevor man sich an den Eigenbau macht. Ohne dass man weiß, was ein Gerät überhaupt leisten soll, wird es schwierig, was Gutes zu entwickeln. Wie oft haben wir uns über Dinge geärgert, die in unseren Augen von Amateuren konstruiert wurden? Und dann in einem Bereich, in dem dann Tiere evtl. leiden müssen.


    Empfehlung: Kontakt zu einem Imker aufnehmen, der ein solches Gerät hat und auch benutzt und dann mal üben. Vielleicht findet sich ja auf diesem Weg jemand?


    Ich selber bin auch am Überlegen, mit der Instrumentellen Besamung anzufangen. Das teure Gerät und fehlende Kontakte zu einem Kundigen haben mich bislang davon abgehalten.


    Vielleicht gibt es ja die Möglichkeit eines Online Treffens? Ist jemand mit Erfahrung bereit, sowas zu initiieren?


    Viele Grüße


    Carsten