Hilfe Wo sind meine Bienen????

  • Hallo
    Ich hab da mal eine Frage, kann mir mal einer sagen wo meine Bienen sind???
    Ich habe 4 Beuten leer.Vor 2 Wochen waren sie noch besetzt und ich habe sie behandelt.
    Es sind Keine toten Bienen vor den Beuten und auch nicht darin.Futter ist noch vorhanden aber keine einzige Biene.
    Sie standen auf einer Zarge.
    Wer weiss Rat????????????


    mfg Kalle :cry::cry:

  • Hallo Gast,


    wenns nicht so traurig wäre könnte man sagen "the same procedure as every year". So siehts aus, wenn Völker an der Varroa zusammenbrechen. Da hat irgendwann die Behandlung nicht geklappt, oder/und es sind noch andere schädigende Faktoren wie z.B. Insektizide oder schlechte Spätsommerversorgung dazu gekommen.

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Hallo Kalle,


    dass es die Varroa ist kann man nie 100% sagen.
    Ein Beispiel von einen Imkerfreund der Winter2002/2003 80 Kunstschwärme verloren hatte, die Kunstschwärme wurden aus Jung und Altbienen erstellt und normal behandelt mit Ameisensäure und im Frühjahr waren alle Kunstschwärme tot.
    Aus den Restvölkern wurden Ableger erstellt die haben alle normal stark Ausgewintert.
    Die Kunstschwärme waren sehr stark in Brut gegangen und stark Eingewintert.
    Dasselbe war bei den Ablegern, nur waren diese alle 80 voll da.
    Nach meiner Sicht haben Ableger und Völker mehr Milben als Kunstschwärme und es müssten wenn welche eingehen sind die Ableger als erstes als Kunstschwärme.
    Nach einen Gespräch mit meinen Imkerfreund sind wir zu dem Schluss gekommen das mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Virus die Kunstschwärme befallen hat, wie du beschreibst waren in den Kästen auch keine Bienen mehr.
    Es kommt auch drauf an wie die Völker etc. Eingewintert wurden, Bienen sind nicht Bienen, das heißt wenn zu viele Altbienen vorhanden sind gehen diese bin zum Winter ein und es bleiben nur noch Jungbienen übrig.
    Wenn zu wenig Jungbienen (Winterbienen) vorhanden sind arbeiten die sich bin in den Winter ab und die Kiste ist dann Bienenleer, oder man findet noch wenige mit der Königin die aus Mangel an mehr Bienen erfroren sind.
    Was noch Ausschlag gebend ist wenn man auf einer Zarge Einwintert , dann muss man auch drauf achten das man nicht zu früh große Mengen Winterfutter gibt ,die Völker packen alles mit Futter zu und können nicht genügend Winterbienen gebildet.
    Im August sollte ein Volk was auf einer Zarge sitzt min 5 Brutwaben und mehr haben, ist das nicht der Fall muss von anderen Völker oder Reserveableger verstärkt werden und eine langsame Fütterung am besten mit Apifonda.
    Wenn ich im Winter eine Behandlung mit Milchsäure durchführe dann habe ich es gern wenn es min 10 grad warm ist ,unter dieser Zahl Behandele ich sehr ungern weil die Gefahr besteht da zu viele Bienen verkühlen und die Völker geschwächt werden.
    Vor ca. 3 Wochen war es 10 Grad bei mir, und ich konnte fast alle Völker gut Behandeln, bei den Altvölkern sind ca. 40-50 Milben gefallen bei dem
    Ablegern 5-10 Milben, das sagt mir das meine Herbstbehandlungen mit Ameisensäure gut gewirkt haben, zu dieser Zeit sind am Anfang bis zu 400 Milben bei Altvölkern gefallen.
    Das die Völker an Gifte eingegangen sind ist bei meiner Sicht unwahrscheinlich weil in den letzten 4 Wochen kein großer Bienenflug war.
    Das du bei der Behandlung was falsch gemacht hast, was Rainer ja auch geschrieben hat, könnte auch die Ursache sein.
    Wie gesagt es sind nur Vermutungen, es können viele Ursachen sein, dass es mit der Varroa zu hat schließe ich aber aus, weil die Völker bei zu hohem Befall schon längst eingegangen wären.


    Die Fragen sind für eine Ursachenlösung sehr hilfreich.
    Mit was hast du Behandelt vor zwei Wochen, wie viel Grad war es an dem Tag, waren die Bienen auffällig nach der Behandlung ,wie viel Milben sind gefallen, mit was Eingefüttert, wann angegangen mit Füttern welche Menge ,wann war deine Herbstbehandlung, und mit welchen Mittel?
    Wenn du Aufschreibungen bei deinen Völkern machst musst du ja wissen wie viel Brut die Völker im August hatten.



    Gruß Michael


    noch 1 Wochen bis Weihnachten :D 

  • Hallo Kalle,


    auch wenn mein Namensvetter Seitenlang versucht, was anderes zu erzählen, es war die Varroa.
    Nimm es einfach hin, versuche im nächsten Jahr deine Sommerbehandlung zu optimieren und sie werden überleben.
    Viren als Verursacher taugen wunderbar als Ausrede, allein schon, weil man sie wegen ihrer Größe schlecht nachweisen kann.Allerdings gibt es keine Viren, die [/i]alleinein so kurzer Zeit die Bienenvölker vernichten können.
    Selbst wenn sie da sind, benötigen sie schon die Mithilfe dieser kleinen Spinnentierchen.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo Namensvetter,


    das die Bienen an was anderes eingegangen sind nur Vermutungen, wenn die Bienen einen übermäßigen Befall hatten dann hätte man Anzeichen davon festellen können in Form von verkrüppelten Bienen ,diese können den Stock nicht mehr verlassen ,weil diese Milbenbienchen wie ich sie selbst beizeichne flugunfähig sind.
    An den Brutwaben kann man auch Milbenbefall feststellen.
    Sich damit abfinden das es die Varroa war, ist falsch und hilft keinen bei der Fehlersuche ,so kann man nicht aus Fehlern lernen ,wenn ein hoher Befall vorhanden gewesen ist wäre die Bienen lägst schon eingegangen ,und nicht erst Mitte Dezember.
    Ein Volk im Spätsommer was einen gefährlich hohen Befall hat lebt keine 4 Wochen mehr.
    Viren sind bei den Bienen in den letzten Jahren durch mehrer Untersuchungen festgestellt wurden, klar haben Viren mit der Varroa zu tun und können sich über das Spinnentierchen verbreiten.
    Letzten Winter habe ich 4 Ableger Anfang November verloren ,die Ableger sind auf eine sehr seltsame weisen eingegangen ,jeden Tagen lagen viele tote Bienen am Flugloch ,die Ableger hatten sich bei kalten Winterwetter einfach abgeflogen.
    Von Natur aus verläst eine kranke Biene automatisch den Stock, so eine Art wie Völker eingegangen ist habe ich in meiner ganzen Imkerezeit noch nie erlebt.
    Diese Ableger war Mitte Oktober so stark das der Kasten fast geplatzt ist ,bei der Behandlung der Ableger sind so gut wie keine Milbe gefallen , ca 10 Stück.
    Was treibt Bienen von einen starken Ableger bei winterlichem Temperaturen aus dem Stock, aber in dem Ausmaß das nach ca 2 Wochen die Kiste Bienenleer war, nur bei zwei Ableger habe ich einen Hand voll Bienen mit Königin erfroren gefunden ,die anderen Kisten waren leer.
    Und dieses seltsame Bienensterben ist letzten Winter sehr oft vorgekommen, nicht nur bei mir, ich habe selbst von 5 anderen Imkerfreunden das gleiche erfahren.
    Man lernt nichts wenn man alles gleich abschreibt und sagt es war dies und das, man sollte nach dem Fehler suchen so kann man auch aus Fehlern lernen und sich nächtes Jahr besser vorbereiten.
    Bei den Bienen sind Aufschreibungen sehr wichtig, was sagt Honigmayerhofer 'wer schreibt der bleibt':D


    Gruß Michael




    noch 1 Wochen bis Weihnachten :D 

  • Hallo Michael 2,


    es ist falsch , dass man tote Bienen in der Beute finden müsste. Die Bienen fliegen von der Varroa geschädigt hinaus u. sterben. Das ist ein Bild welches hunderte Imker jedes Jahr wieder vorfinden, weil nicht ausreichend / richtig behandelt wurde. Wichtig ist nur die Dinge beim Namen zu nennen. In 99,9% ist der Name nun mal Varroa.


    Gruss M.Brandt

  • Hallo M.Brandt,


    ich hab noch nie geshen das eine Biene die von der Varroa geschädigt ist und keine Flügel mehr hat noch aus dem Stock fliegt :o .
    So ein Märchen hab ich noch nie gehört.
    Gruß


    Michael



    noch 1 Wochen bis Weihnachten :D

  • Man lernt nie aus. Kranke Bienen verlassen den Stock, macht aus Hygienegründen auch Sinn. Völker, die an Varroa zu Grunde gehen sind in der Regel im Frühjahr leer, aber das ist ja nichts neues. Viel Totenfall findet man hingegen bei verhungerten Völkern.

  • Hallo Michael,


    danke für deine Entgegnung.
    Aber ich widerspreche Dir wieder, varroageschädigte Bienen verlassen die Beute. Meist findest du nur noch einige wenige, mit der Königin.
    Oft nicht mal die.
    Ich habe es leider schon zu oft gesehen. Es steht aber auch in jedem guten Buch.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo,


    wenn bei mir Völker an Varroa eingegangen sind waren immer tote Bienen ohne Flügel auf dem Kastenboden und zwischen den Waben.
    Es ist nach meiner Sicht unlogisch das einen Biene die keine Flügel mehr hat fliegend den Stock verläst, so einen Biene kann nur aus dem Stock laufen aber nicht fliegen
    Ich spreche aus eigener Erfahrung und beziehe mich auf die Praxis und nicht auf Büchern.


    Gruß Michael



    noch 1 Wochen bis Weihnachten :D 

  • Hallo Michael und Michael 2


    Ihr habt eigentlich beide recht. Die Bienen mit arg geschädigten Flügel können natürlich kaum fliegen und man findet sie auf dem Kastenboden oder in der Nähe des Magazins. Bei einem durch Varroa stark geschädigten Volk flüchten die flugfähigen Bienen aus dem Mutterstock und suchen die gesunden Nachbarsvölker auf. Einen Teil der Milben sitzen auf diesen Bienen. So entsteht die Reinfektion der schon behandelten Völkern. Und im Muttervolk findet man bestenfalls nur noch ein armseliges Häufchen Bienen um die Königin und verlassene Brut. Die Bienen stecken vielfach auch erfroren gruppenweise in den leeren Zellen. Manchmal sind zusätzlich die Waben leicht verkotet.

  • Ich danke euch erst mal das Ihr so gut geantwortet habt.
    Ich vermute mal das es euch auch so ergangen ist.
    Es soll aber nicht heissen das ich es euch w[nsche.
    Ich habe mit Oxal behandelt aber nicht verdampft sondern getr;pfelt.
    Nun habe ich nat[rlich ein kleines Problem und zwar weis einer von euch wo man gute Buckfast im Fr[jahr bekommen kann.
    Es soll nun aber nicht heissen das das Forum zum vermitteln von Bienen misbraucht wird.


    Danke noch mal , ich finde dieses Forum und die Leute hier echt KLASSE


    Fohe Weinachten und hoffentlich kommen eure Bienen alle [ber den Winter.
    mfg Kalle