Artikel 'Klasse statt Masse- auch bei Bienenvölkern'

  • Moin,


    interessanter Artikel wie ich finde: https://www.mellifera.de/blog/…ngnahme-bienendichte.html

    Quae pendent omnia, ich hab's ja schon immer geahnt.

    Interessant die Parallelen zu den großen Themen der Menschheit- auch dort resultiert aus Überbevölkerung und Knappheit der Ressourcen wie Nahrung, Trinkwasser, Bodenschätzen, Brennstoffen und landwirtschaftlich nutzbarer Böden Konkurrenz. Wirklich schade, daß sich auch Imker kleinteiligen Lösungsversuchen ausgesetzt sehen müssen...


    Anm.: Ich habe die Suchfunktion benutzt, aber nichts zu diesem Thema gefunden. Falls jemand diesen Artikel hier schon eingestellt hat, oder das nicht erlaubt ist, bitte ich die Moderaten, den Thread zu löschen.

    'If you don't have a plan, you become part of somebody else's plan.'
    Terence McKenna

  • Das wichtigste Argument steht in Pkt.6 - Es fehlt an ökologisch vielfältiger Landschaft, da beißt die Maus keinen Faden ab.


    Oligolektische Wildbienen schaffen es noch, weil sie an mehreren Pflanzenarten sammeln können; monolektische Arten brauchen eine bestimmte Pflanzenart, sonst sind sie hin. Das Fehlen solcher Gebiete ist das Problem und dabei geht's nicht um Nahrung. Es braucht eben mehr, um eine Art zu erhalten: Nistmaterialien plus Nistmöglichkeiten. Dazu gehören abgestorbene Pflanzenteile, Altholz u.v.m.


    Die Honigbiene als Konkurrenz ist auch ein Faktor, in Zeiten von Läppertrachten, nicht in Zeiten von Massentrachten. Damit schrumpft selbst der Fokus auf das reine Nahrungsangebot zu einem überschaubaren Problem. Der evolutionäre Vorteil der Honigbiene ist ihre Vorratshaltung. Das kann man zwischen Robinienblüte und Brombeer-/ Lindenblüte beobachten. Da ist nicht viel los an den Kästen und der umsichtige Imker ließ einen gefüllten HR auf seinen Völkern.

    Interessant die Parallelen zu den großen Themen der Menschheit- auch dort resultiert aus Überbevölkerung und Knappheit der Ressourcen wie Nahrung, Trinkwasser, Bodenschätzen, Brennstoffen und landwirtschaftlich nutzbarer Böden Konkurrenz. Wirklich schade, daß sich auch Imker kleinteiligen Lösungsversuchen ausgesetzt sehen müssen...

    Diese Parallelen sind momentan nicht mehr "woke", im Gegenteil, Bevölkerungsentwicklung ist der jew. Kultur geschuldet. Statt auf eine Halbierung des 2 %-Anteils unseres Carbonisierungsanteils am Weltgeschehen zu setzen - mit den jetzt abzusehenden Folgen, wäre es hilfreicher, die Bevölkerungsentwicklung in den Blick zu nehmen. Da braut sich etwas zusammen...

  • Halbierung des 2 %-Anteils unseres Carbonisierungsanteils am Weltgeschehen zu setzen - mit den jetzt abzusehenden Folgen, wäre es hilfreicher, die Bevölkerungsentwicklung in den Blick zu nehmen. Da braut sich etwas zusammen...

    Diesen Zusammenhang hat die "Fridays for future" Bewegung aber noch nicht gesehen oder diskutiert...- bei wem braut sich da was usammen? Hast Du damit etwas/jemand bestimmte s/-n im Kopf?

  • Diese Parallelen sind momentan nicht mehr "woke", im Gegenteil, Bevölkerungsentwicklung ist der jew. Kultur geschuldet. Statt auf eine Halbierung des 2 %-Anteils unseres Carbonisierungsanteils am Weltgeschehen zu setzen - mit den jetzt abzusehenden Folgen, wäre es hilfreicher, die Bevölkerungsentwicklung in den Blick zu nehmen. Da braut sich etwas zusammen...

    Ja, was denn?

  • Zitat

    1. Wir brauchen nicht noch mehr Bienenvölker, die vorhandenen Völker müssen besser gehalten werden!

    Ach! :rolleyes:... Wenn doch nur jeder so wie ich!?

    Klasse statt Masse... und was Klasse-Imkerei bedeutet kann man direkt auf der Seite in anderen Artikeln der Glaubensgemeinschaft ergründen.

    Quae pendent omnia, ich hab's ja schon immer geahnt.

    Na dann: Wer ist der Urheber des Artikels? Welche Absicht steht dahinter? Und wie lange dauert es von der Annäherung bis man aufs Glatteis geführt wird?

  • Oligolektische Wildbienen schaffen es noch, weil sie an mehreren Pflanzenarten sammeln können; monolektische Arten brauchen eine bestimmte Pflanzenart, sonst sind sie hin. Das Fehlen solcher Gebiete ist das Problem und dabei geht's nicht um Nahrung. Es braucht eben mehr, um eine Art zu erhalten: Nistmaterialien plus Nistmöglichkeiten. Dazu gehören abgestorbene Pflanzenteile, Altholz u.v.m.

    Nur ein ganz kleiner Einwand :

    :)

    Oligolektisch bedeutet ( im Fall der Wildbienen) das die Weibchen einer Art ausschließlich Pollen EINER Pflanzenart sammeln, auch wenn andere Pollenquellen in dem Gebiet zur Verfügung stehen.

    Das sind auch die sogenannten "Pollenspezielisten".

    Z.B. viele Sandbienen , Schenkel- oder auch Seidenbienen.


    Polylektische Arten sind die sogenannten "Pollengeneralisten" und haben ein großes Nahrungsspektrum.

    Sind nicht nur auf eine Pollenart angewiesen, obwohl meist nur Eine bevorzugt wird.

    (Honigbiene ist die bekannteste Art, Supergeneralist)

    Die meisten Hummelarten , Rostrote Mauerbiene ,einige Schmalbienen auch.


    Leider weiß ich immer noch viel zu wenig über Wildbienen, bin aber am Ball.


    Buch von Paul Westrich als Tipp.

    Sensationelle Bilder und Infos.


    LG

    Hulkii

  • Nur ein ganz kleiner Einwand :

    :)

    ...

    Buch von Paul Westrich als Tipp.

    Sensationelle Bilder

    Danke Marhin, hast Du super ergänzt! Das Problem bleibt - zu wenig Pflanzen und -arten. Darüber wird aber nicht geredet, sondern verkürzt auf das Thema Nahrung. Damit Delfin ist es aber nicht zu ändern.


    Das Westrich-Buch gibt's auch "in klein", ist günstiger, verschafft aber auch schon einen Einblick. Der dicke Wälzer ist ein Meisterwerk, sein Lebenswerk, denke ich.

  • Alle (?) Imker sind Mitglied in Imkervereinen. 😉

    Und die vielen Vereinsmitglieder haben schon wieviel Hektar in Pflege/ Betreuung?

    Gemeinden, Forstämter und sicher auch Landwirte haben Flächen, die zeitlich begrenzt (5 Jahre) gerne abgegeben werden.

    Schonmal versucht?

    Dort könnte Diversität beispielhaft demonstriert werden.

    Das kostet aber auch Vereinsgeld! 😩

    Und Zeit!!!

  • wäre es hilfreicher, die Bevölkerungsentwicklung in den Blick zu nehmen. Da braut sich etwas zusammen...

    darf man das überhaubt sagen ;(

    Leider hast du Recht, Afrika und Asien fressen einfach nur (Heuschreckenschwarm mäßig) kahl weil sie anzahlmäßig zu viel und überhaubt immer mehr wachsen, die "Westlichen" rasieren den Rest alleine mit ihrer unverschämten Dekadenz...ohne zu wachsen.

    Warm satt und trocken, sag ich immer, aber den allermeisten reicht das nicht.

    Deinen Beitrag, sollte man Einrahmen.

    Kurz, und richtig!

    Übrigens, weil man nicht darüber sprechen darf, entstehen solch moralische Schreibsale, aber die Natur, die kennt keine Moral, die rächt sich!

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.


    Richtige Auslese und exaktes Verpaaren, ist das Ruder mit dem das Schiff auf Kurs gehalten wird.

    Paul Jungels


    https://www.bienen-plus.de/

  • Der verlinkte Artikel von Mellifera e.V. macht auf mich den Eindruck, daß da Jobs für's Verwalten der Natur und unserer Umwelt geschaffen werden sollen. Borterwerb über das Zählen irgendwelcher Insekten oder was weiß ich für Individuen. Nur mal als Beispiel: Bei mir ums Eck hat der Biber irgendwo seinen Bau, ich weiß auch ungefähr wo. In der Nähe hatte ich eine meiner Wildkameras hängen: Man glaubt gar nicht, wieviele Leute dort quer durch den Wald stratzen in Richtung des Biberbaus. Nach Aussehen der Leute, Zielstrebigkeit und der Reaktion nach Erkennen der Wildkamera waren das die sogenannten "Naturschützer", womöglich noch im Auftrag der Naturschutzbehörde. Warum kann man den Biber nicht Biber sein lassen. Ich rück dem doch auch nicht als Flächeneigentümer auf den Pelz. Daß der Biber präsent ist sieht man an den Bäumen, die er umwirft. Ob der nun seinen Bau 10 Meter nördlicher oder südlicher am Flussufer hat ist wurscht. Wieviel Junge der eventuell hat ist auch wurscht. Mit dem brütenden Kranichpärchen genau das selbe. Eine hochsensibles Gebiet, wo eigentlich niemand was verloren hat außer den Eigentümern. Der einzige Weg dorthin endet im Nirvana und ist frühzeitig mit Tor abgesperrt. Was treibt es da irgendwelche Leute hin zum Blümchenzählen (erwischt mit Wildkamera)?


    Weiterhin vermisse ich bei diesem ganzen Naturschutzgeschäft die Realitätsnähe.

    Es wird versucht eine Welt zu erzeugen, die so nicht mehr in unsere heutige Lebensweise passt ohne daß es massive Konsequenzen für einige Leute hätte und auch für einen selber. Es kann sich mal jeder überlegen, wie hoch sein eigener Konsum ist und worauf der eigene Wohlstand beruht. Wie groß ist meine Wohnfläche, wie krieg ich die Bude warm, wie werden meine Lebensmittel erzeugt und wieviel Fläche und welche Fläche wird dafür genutzt, wo kommt meine Kleidung her, aus was besteht meine Kleidung (Chemie-Fasern ?????), wie komme ich von A nach B usw. So, und das rechne ich jetzt mal hoch auf 80 Mio. Deutsche. Und falls ich ein reicher Sack bin und mir es leisten kann, mein Leben auf "nachhaltig" zu trimmen, dann solte ich mich fragen, ob das jeder im Volk genauso kann.

    Man wird feststellen, daß wir massiv über unsere Verhältnisse leben.

    Worauf basiert unser Wohlstand im Land? U.a. Maschinenbau, Chemie-Industrie und Schwerindustrie. Damit ist Deutschland die letzten 200 Jahre zu Wohlstand gekommen. Übrigens alles basierend auf fossilen Energien wie Kohle, dann Öl und Gas.


    Wir drehen die Uhr jetzt mal 75 Jahre zurück. Die Flüchtlinge aus Ostpreussen, Schlesien, Böhmen, Rumänien etc. brauchten eine neue Heimat. In den ersten Jahren hieß das zusammenrücken. Da wurden schlicht die Leute bei einem einquartiert. Diese Leute wollten auch irgendwann ein Heim für ihre Familie, genau wie andere "Einheimische", die nicht mehr mit Mama und Papa unter einem Dach leben wollten. Und in Firmen arbeiten, um ihre Familien zu ernähren und zu einem gewissen Wohlstand zu kommen. Und die Mehrgenerationenfamilie ist eh schon lange "out".

    Die Folge davon ist ein kontinuierlicher Flächenfraß und eine Intensivierung der land- und forstwirtschaflichen Nutzung, bedingt durch die immer weiter schrumpfende Fläche und dem Zuwachs der Bevölkerung. Effizienz ist und war das Ziel und wird es wohl auch bleiben.

    Unser Hof konnte bis in die 1960er Jahre noch eine ganze Familien von ein paar Hektar Landwirtschaft ernähren. Vielleicht 6 Kühe, 2 Pferde, ein paar Schweine und Hühner. haben dafür gereicht. Und genauso gab es x andere kleine Betriebe im Dorf, jeder mit seiner aus heutiger Sicht kleinen Landwirtschaft. Heute gibt es noch einen landwirtschaftlichen Betrieb im Kernort. Die übrigen Bauernhöfe sind noch in den Außendörfern zu finden. In der Folge sind immer mehr kleine Fläche zu größeren Einheiten zusammengelegt worden. Noch vor 60 Jahren hatte Betrieb A seinen Streifen Acker mit Kartoffeln, daneben Betrieb B mit Weizen, daneben Betrieb C nutzte seine Fläche als Grünland fürs Heuen, usw. Im nächsten Jahr, alles in einer anderen Reihenfolge. Diese Strukuren kann man hervorragend an den Flurkarten bis heute sehen.


    Wer sich mal in Niedersachsen seine Heimat von vor ca. 130 Jahren im Vergleich zu heute ansehen möchte, für den gibt es eine tolle Internetseite:


    GeobasisdatenViewer Niedersachsen


    Wenn der Link so klappen sollte, dann sieht man den südlichen Teil von Celle.

    Rechts und links unten befinden sich die Schaltflächen, um zwischen topografischer und histroischer Karte (um ca. 1890) zu wechseln bzw. auch sich überlagert anzeigen zu lassen. Man muß ein bischen rumprobieren, um sich das gewünschte anzeigen zu lassen. Es ist beeindruckend und vielleicht auch erschreckend, wie wir Menschen Besitz von der Natur genommen haben. Aus Acker und Grünland wurde Wohnfläche, aus Brachland wurde Acker und Grünland und aus Heide und Moor wurde Wald.

    Die Intensivierung der Flächen ist klar zu erkennen.


    Und für diejenigen, die der Meinung sind, daß die Honigbiene den Wildbienen zur Konkurrenz wird, der scrolle mal in der historischen Karte in obigen Link von Celle aus Richtung Norden. Die Karte ist von ca. um 1890. Die Bienenzäune sind über viele, viele Quadratkilometer im Raster von 1 km oder weniger Abstand. Und ich garantieren euch, da standen pro Bienenzaun nicht nur 5 Völker sondern 30 oder mehr Lüneburger Stülper. Schaut man sich die Vegetation an: Heide im Wechsel mit Moor und man staune: viel Nadelwald. Diese Bienenzaundichte hätte ich jetzt im Nadelwald (vorherrschend Kiefer, teilweise vermutlich schon Fichte) so krass nicht erwartet.

    Da die Tracht im Frühjahr immer knapp war, wanderten die Imker damals schon zum Völkeraufbau ins Alte Land und danach in den Raps. Die Altmark stand wohl auch im Wanderprogramm. Entweder bei Nacht mit Pferdefuhrwerk oder auch schon mit der Bahn.

    Also eigentlich hätten die Wildbienen in der Südheide schon vor 130 Jahren aussterben müssen.


    Will man das nun alles zurückdrehen, indem man die verbliebenen Flächen unter Schutz stellt und/oder in der Nutzung beschränkt? In welchem Maße? Wer legt das fest? Welche Konsequenzen hat das für die dort wirtschaftenden landwirtschaftlichen Betriebe? Man nimmt es in Kauf, daß man Existenzen vernichtet.

    So what, solange es nicht meine Existenz ist.....


    Was kann man also was tun, um die Vielfalt unserer Natur zu fördern? Was haltet ihr davon, bei Wohnbebauung grundsätzlich die 1/3-Regel vorzuschreiben wie bei Schrebergärten? Also max. 1/3 Haus/Gebäude und gepflasterte Flächen (also Versiegelung), 1/3 Nutzgarten und 1/3 kann man frei gestalten. Obstgehölze werden ja teilweise schon vorgeschrieben. Steinhaufen können übrigens für Eidechsen und Co auch ganz nett sein.

    Darf man Schrebergärten inzwischen bewohnen? Schlecht wär's nicht, würde etwas Druck aus dem Kessel bei der Wohnungsnot in Ballungsräumen nehmen. Generell halte ich Schrebergärten für eine gute Sache.

    Rekultivierung und Umnutzung von Industriebrachen.

    In der Landwirtschaft muß es attraktiver werden, mit kleinstrukturierteren Flächen zu arbeiten. Vielfältige Fruchtfolge ist das A und O. Reduktion der Pflanzenschutzmittel, vielleicht nach einem Punktesystem, so daß es attraktiv wird, möglichst weniger schädliche PSM einzusetzen (ja, da gibt's Unterschiede). Es muß für den Landwirt hipp sein, mit wenig bzw auch mal in einem passenden Jahr ohne PSM auszukommen. Sind die landwirtschaftlichen Berufsschulen up-to-date mit Bewirtschaftungsformen, die funktionieren und weniger negativen Einfluss auf die Umwelt haben? Ich glaub, da gibt's noch Optimierungsmöglichkeiten.

    Weidetierhaltung, möglichst extensiv. Rinder, Schafe, Ziegen, usw. Das muß auch lukrativer werden, z.B. indem man als Verbraucher nicht nur Schwein ißt sondern auch mal Schaf oder Ziege. Wanderschäferei ist auch eine tolle Nutzung.


    Resume: Lebensräume schaffen und verbessern statt irgendwelcher fragwürdigen Beschränkungen wie "Honigbienendichte".


    So, das war das Wort zum Sonntag.

  • Das ist alles recht gut gedacht.

    Die Flächennutzung ist das A und O für die Biodiversität.

    Zu welchen Zugeständnissen sind wir bereit?

    In der Argumentation immer die Frage aufzuwerfen „wer sich es leisten kann?“ ist nicht zeitgemäß.

    Auch hier muss es Vielfalt geben. Ich kenne das aus Florida. Dort werden tierische Produkte in 5Kategorien angeboten. Diese beziehen sich auf die gesamte Haltung. Nicht aber auf den Betrieb, seine Größe. Gaststätten kochen nach dem Angebot im Einkauf direkt beim Farmer. Es kann auch jeder sich auf den Markt stellen und sein Obst und Gemüse verkaufen. Der Markt ist eine Dienstleistung des Ortes. Keine Anmeldung, keine Gebühr.

    Vieles ist machbar, ob es immer richtig läuft ist ein anderes Thema. Regelt sich sehr oft von selbst. In Dt. geht das nicht, oder noch nicht.

    Einen schönen Sonntag

    Harald

  • Das ist alles recht gut gedacht.

    Ist es das? Nicht viel Neues drin und sehr viel Wunschdenken. Die angesprochenen Maßnahmen sind alle nicht neu, bedürfen einer Masse Vorschriften und entsprechender Kontrolle. Dafür braucht man Leute... merkste was?

    Schnell sind wir da bei der Unterstellung, die im ersten Satz geäußert wird, nur von ganz anderer Seite.

    Verlagerung der Wohnproblematik von den Ballungszentren aufs Land oder in andere Formen wie Schrebergärten oder Dauercamping sind absolut kontraproduktiv. Der Mensch kriegt noch alle Natur platt, wenn er will, auch im Kleinformat. Wer möchte, kommt vorbei und kann sich ein Bild machen.

    Wer glaubt ernsthaft, die bisher eingeschlagene Richtung bzgl. der Trachtverhältnisse wird sich gerade in der jetzigen Zeit ändern lassen? Bert Brecht, "Erst kommt das Fressen, dann die Moral". Aber behaltet gerne weiter die rosarote Brille auf, die kommt früh genug runter.

  • Flächennutzung in einem Industriestaat:


    Landnutzung – Wikipedia
    de.m.wikipedia.org


    In D hat sich Verkehrs- und Siedlungsfläche seit 1936 verdoppelt. Industrie- und Gewerbeflächen sind dort leider nicht vergleichbar ausgewiesen.


    Unser Wohlstand begründet sich nun mal auf Energie-, Ressourcen- und auch auf Flächenverbrauch. Es braucht Fläche zur Herstellung, Verarbeitung und Transporten.


    Auch die, welche am lautesten argumentieren, sitzen auch in diesem System (und nutzen es). Ich schreibe nicht, dass dies verwerflich sei, jedoch stört mich die Doppelzüngigkeit.


    Wir können aus einem Industrieland keinen flächendeckenden Naturpark machen. Dazu muss man dann halt stehen und die Möglichkeiten nutzen, die dort hineinpassen.


    Alles Andere ist "framing".