Varroa 2022 - Befallsgrad und Diagnose

  • Hallo liebes Forum,


    Nachdem die Tage bei einem Kollegen die Varroa in Verdacht für einen Volkszusammenbruch steht, fange ich die Tage wieder mit den Kontrollen an.


    Geplant ist wieder die Puderzucker-Methode als Diagnoseverfahren, bei dem man Bienen von einer unbebrüteten Randwabe nehmen soll. Bei Schieden und Großwaben frage ich mich, ob Bienen vom Schied verlässliche Ergebnisse liefern? Zumindest der Nachteil spritzenden Nektars beim abstoßen der Bienen auf Folie wäre nicht gegeben.


    Wie sieht bei euch der aktuelle Befall aus, gibt es Auffälligkeiten?


    Schöne Grüße - Matthias

    Es war alles sooo gut geplant. Und dann kam das Leben dazwischen...

  • ... ich würde Dir eher zur Original-PZM raten. Hierbei wird Puderzucker oder .bienenhilfe direkt in den oben offenen Brutraum eingeführt. Der Vorteil ist einfach erklärt:

    a) Du mußt das Volk nicht aufreißen und irgendwelche BW rausnehmen

    b) ein verläßliches Befallsergebnis hast Du innerhalb 20 Minuten.

    c) und das Beste ist, dass Du mit der Original-PZM-Methode gleich (fast) alle Milben die gerade unterwegs sind, aus dem Volk hast.


    Näheres findest Du im Netz unter bienenhilfe.de.

    Jonas

  • Hallo,


    was ist hier der Wert für die Schadschwelle?

    Welche Menge muss ich verwenden? Wie vergleichbar ist die Methode?

    Es liest sich interessant. Hat mich aber noch nicht ganz überzeugt. Bei vollen Wabengassen habe ich bedenken, dass alle Bienen bis unten hin etwas abkriegen.

    Ich werde bei der normalen Puderzuckermethode bleiben. Als Alternatve versuche ich be ein zwei Völkern die Bienen mit CO2 in einem Testbecher zu begassen. Mal schauen wie das geht.

    Imker im dritten Jahr.

    Imkern im angepassten Brutraum.

    24 Völker Stand Juni 2021:

    Dadant, Zadant und Mini Plus Völker, 1 TBH, 1 Bienenkiste

    53 Hühner

  • Wieviel Puderzucker willst du denn dafür reinblasen, dass du (fast) alle Milben erwischst?


    Wenn das so einfach wäre, würden es viele regelmäßig machen. Habe ich aber bislang noch nicht gehört...

  • Ich werde wohl die Windeln für einige Tage reinschieben.

    Ist natürlich nicht geeignet um den prozentualen Befall zu ermitteln aber um kritische Befallsraten auszumachen um dann ggf. genauer hinzuschauen sollte es ausreichen.

    Hat es die letzten Jahre jedenfalls.


    Eventuell können meine Völker aufgrund niedrigerer Viruslast (oder warum auch immer) aber auch höhere Befallsraten vertragen als hier im Forum teilweise angedeutet.

  • Wieviel Puderzucker willst du denn dafür reinblasen, dass du (fast) alle Milben erwischst?


    Wenn das so einfach wäre, würden es viele regelmäßig machen. Habe ich aber bislang noch nicht gehört...

    Bitte die Mengen und die Intervalle auf der Internetseite anschauen. Und Du hast hast Recht. Man kann die PZM nicht nur von oben durchführen, sondern man kann sie auch so verändern und die bienenhilfe mittels Gebläse von UNTEN einblasen. Die Menge ist die Gleiche.


    Die PZM ist eine Methode mit der Du (fast) alle Milben erwischt die GERADE UNTERWEGS sind. Das habe ich geschrieben. Das gilt übrigends für alle anderen mechanischen Behandlungs-Methoden. Sie wirkt nicht in den verdeckelten Zellen wie z.B. die AS.


    Der Bekanntheitsgrad einer Methode muss nicht in einer Relation zur Wirksamkeit stehen. Die Original-PZM mit .bienenhilfe gibt es übrigends schon seit über 15 Jahren. Berufsimkertauglich? Ja, einige arbeiten damit.

    Jonas

  • Hallo Matthias,

    ich bin weg von der Puderzuckermethode.

    Ich nehme jetzt den Andermatt EasyCheck. Es werden auch nur ein paar Völker pro Stand beprobt. Das langt mir um einen Überblick zu bekommen...


    Ansonsten kann ich dir von Mellifera den Schüttelbecher für unter 5€ empfehlen.

    Steingarten ist Keingarten
    Für alle die, die kein Imker sind: gemeint ist Schottergarten, reimt sich aber nicht so prickelnd...