Varroa 2022 - Befallsgrad und Diagnose

  • Dann behandle mal probeweise ein Volk, bei welchem die Windel sagt, dass keine Behandlung notwendig wäre. Oder mach dort mal eine Probe mit abgekehrten Bienen.

    Sicher ist das möglich.

    Andererseits ist es nach dieser Annahme unmöglich, dass Völker mit eingeschränkter Behandlung vollzählig und mehrere Jahre überleben und nicht nur das.

    Sie unterscheiden sich nicht von den behandelten.

    Auch der Milbenfall nach der Behandlung im Sommer ist nicht über 110 als Summe in den ersten zwei Wochen.

    Bei der Winterbehandlung lag er im Bereich um 10 als Summe in den ersten Tagen nach der Behandlung.

    In diesem Jahr habe ich bisher einen Ausreißer mit 6 / 6 / 8 Milben pro Tag.

    Da steht jetzt schon fest: Häkchen dran!

  • saimonsez Die Sommerbehandlung im Juli oder allerspätestens anfangs August soll den Varroendruck möglichst stark senken, damit anschliessend im August und September gesunde Winterbienen erbrütet werden können. Die Winterbehandlung im November oder Dezember senkt den Varroendruck nochmals, nun aber mit dem Ziel, den Befallsgrad für das nächste Halbjahr möglichst lange möglichst tief zu halten, damit Du erst wieder im Juli behandeln musst. Die Winterbehandlung rettet nichts mehr, sie hat präventiven Charakter!

  • Hab meine 6 Völker seit Freitag alle mit Formicpro "beglückt" und kann am Milbenfall ablesen, dass das notwendig war. Tag 1 bis 3 hat bei zwei von den Völkern je 500 Milben abgeworfen. Die anderen hatten weniger, dafür konstanteren Abwurf bis gestern.


    Mal sehen, wie die 1. das überstehen und 2. im September dastehen.


    Nicht behandeln ist jedenfalls für mich keine Alternative.


    Grüße

    Roland

  • Hausbergbiene oh, hätte ich besser Gelstreifen mit Ameisensäure schreiben sollen... :)

    Die neuen sind übrigens deutlich trockener, wenn man die auspackt. Das Papier ist bei weitem nicht so durchweicht, wie vorher bei den MAQS.


    Grüße

    Roland

  • Hallo zusammen,

    ich habe eine Frage zum EasyCheck bzw. der Bienenmenge die in den EasyCheck gefüllt werden.

    Gelten die beiden Markierungen (200 & 300) für lebende oder bereits durch den Alkohol getötete Bienen?

    Ich frage, weil das mit den lebenden Bienen immer ziemlich viel Gewusel ist und die Markierungen schlecht zu erkennen sind.

    Ich habe heute den Siebbecher mit Bienen gefüllt. Den Siebbecher in den mit Alkohol gefüllten Schüttelbecher gestellt, Deckel drauf und dann geschüttelt. Nach dem Schütteln die Bienenmenge an den Markierungen "abgelesen".


    Auf die Idee die Bienen nach dem Beproben auszuzählen bin ich leider erst hinterher gekommen :rolleyes:



    Viele Grüße

    Lars

  • Ist es für MAQS nicht eigentlich zu warm?
    Also zumindest lt. VarroaWetter

    Ja, eigentlich schon, aber....
    Ich habe auch FormicPro verwendet und bei 2 von 14 Völkern die Weisel verloren. Beide Völker standen in der prallen Sonne, alle anderen im Halbschatten. Beim Rest ist alles gut verlaufen und es hat Milben geregnet.
    Ich bin von allen möglichen Nassenheider- oder Liebig- oder Schwammtuchverdunster weg. Entweder bin ich zu blöd oder die Wirksamkeit ist bei weitem nicht so sicher, wie immer beschrieben. Ich denke dann immer an das Märchen "Des Kaisers neue Kleider". Letztens noch ein Video gesehen, wo ein deutschsprachiger Imker meinte, er hätte noch nie Probleme mit denen gehabt. Ich will ihm nichts unterstellen, wiewohl - ich kanns aber nicht glauben.


    Zurück zur Frage: Entscheidend sind die ersten beiden Tage und die direkte Sonneneinstrahlung. In den ersten beiden Tagen scheint, so meine sensorische Wahrnehmung, überproportional viel Säure zu verdunsten.


    Grüße aus Bochum, Ralf

    Um die 15 Carnica Völker in 1,5 DNM auf 2 Standorte in Bochum verteilt.