Hobbyimkerei beim Arbeitgeber anmelden?

  • Ich habe es bei uns gemeldet.

    Das hat aber folgendenen Grund. Seitdem Jahr habe ich die 1,5 ha Streuobstwiesen, 12 ha Äcker die verpachtet werden und die Imkerei mit ca. 25 Völkern im Schnitt.

    Da es dazu noch Fahrzeuge und Maschinnen gibt, muss ich alles in der Steuererklärung angeben. Einnahmen wie Ausgaben.

    Dadurch kommt es dazu, dass ich etwas mehr Steuern bei meiner Lohnsteuer aus der Arbeit bezahle und das bekommt der Arbeitgeber mit. Das hatte ich auch nicht gedacht, aber bei meinem Vater ist es schon so und wird bei mir nicht anders. Ist aber nicht viel

    Auf der Arbeit haben wir aber ein offenes Verhältnis, da wir eine kleine Firma sind.

    Da ist das kein Thema.


    Eine Pflicht dazu gibt es aber nicht. Bei uns muss oder sollst du es melden, wenn eine Selbständige Nebentätigkeit oder nur Nebentätigkeit hast.
    Der Hauptgrund ist die 48 h Grenze bez. der Arbeitszeit. In der Imkerei oder im Hobby wird aber nichts aufgezeichnet. Nur bei meinem anderen Job. Da habe ich dann eine Aufzeichnung das kann kontrolliert werden. Darum arbeite ich beim ersten AG nur 36 h und ab dem Herbst 12 h bei einem anderen in der Woche. Dann passt alles.

    Imker im dritten Jahr.

    Imkern im angepassten Brutraum.

    24 Völker Stand Juni 2021:

    Dadant, Zadant und Mini Plus Völker, 1 TBH, 1 Bienenkiste

    53 Hühner

  • Hobby istkeine Nebentigkeit.

    Somit nicht Melde oder Genehmigungspflichtig.

    Selbstständige Nebentätigkeit ist soviel ich weiß Meldepflichtig.

    Und bei Interessenkonflikt kann es der Arbeitgeber untersagen.

    Weiterhin darf bei Nebentätigkeit eine bestimmte Arbeitszeit nicht überschritten werden.

    Bei Hobby kann dir keiner was,da du ja deine Zeiten nicht dokumentieren musst und es wie schon in anderen Einträgen angemerkt Freizeit ist.

    Du musst ja auch in deiner Freizeit nicht erreichbar sein.

  • Ich habe es bei meinem Arbeitgeber gemeldet. Schon alleine um im Vorhinein schon etwas Grundlage für ein etwaiges Verständnis zu schaffen, das ich zu komischen Zeiten Urlaub haben möchte.

    Bei mir gehen die Völkerzahlen aber auch eher Richtung Nebenerwerb.

    Wenn ich nur ein paar Völker im Garten hätte, dann hätte ich es auch gemeldet, aber aus rein Marketing-Technischen Gründen ;)

  • ich bin doch ziemlich Erschrocken, wie viel Meinung und wie wenig Wissen zusammen kommt.

    In einem Arbeitsverhältnis hat der Arbeitgeber Anspruch auf die im Vertrag geforderte Leistung. Oft sind darin auch Mehrarbeitszeiten aus betrieblichen Gründen vereinbart.

    Bei einer Hobbyimkerei sind zu bestimmten Jahreszeiten auch ein erhöhter Zeitaufwand nötig. Dieses zusammen zu bringen ist oft nicht leicht, besonders wenn zur Arbeit ein gewisser Reiseaufwand (Außendienst) gehört. Melde ich mein „Hobby“ in der Firma, die sich damit einverstanden erklärt, bin ich bei einer Ablehnung von Mehraufwand, rechtlich in einer anderen Position bei Streitigkeiten. Auch wenn die Firma dieses gar nicht Überblickt. Man sollte diese Unwissenheit der Firma auch ausnutzen. :)

  • Ich musste etwas schmunzeln, mein Vater hatte als er noch lebte 10 ha Acker und Wiesen im Vollerwerb betrieben. Ohne Hobby Bienen, ohne anderen Hauptjob.

    Natürlich auch noch mit Milchvieh und Schweinen.

    Wie die Zeiten sich ändern...

    Man kann ohne Bienen leben, aber wie halt.

  • OL-Stadtimker

    1.bin ich in einem Angesteltenverhältnis .

    2.bin ich im Nebenerwerb Selbstständig.

    Es gibt zu Nebentätigkeit Gerichtsurteile, was genemigunspfluchtig ist und was anmeldepflichtig is.

    Da du dich mit dem Thema ,so wie du es schreibst,aus dem Bauch heraus beschäftigst, wäre mein Tipp, so mich das Thema betrifft , mich an meine Betriebsrat bzw Arbeitnehmervertretung zu wenden .

    Vor her meine Fragen aufschreiben ,daß ich nix vergesse und 5 mal nachfragen muss.

    Ansonsten wäre noch die jeweilige Gewerkschaft Ansprechpartner.

    Da sollte sich dann schon mal einiges an Rechtssicherheit ergeben.

    Sicher kannst und darfst du von dir aus mit deinem Dienstherren darüber sprechen und von vornherein seine Position vertreten.

    Ps: ich hab keine Ahnung wie du der Firma gegenüber Ablehnung von Mehrarbeitszeit mit einem Hobby begrü den willst.

  • Unsinn, gar nix musst du begründen. Sobald es einen Betriebsrat gibt, muss der Arbeitgeber die Anordnung der Mehrarbeit begründen und der Betriebsrat muss zustimmen.


    Wie sich das auf deine mögliche Karriere auswirkt steht auf einem anderen Blatt. Ich behaupte aber mal, dass die wenigsten, die Richtung Nebenerwerb gehen mit den Bienen im Beruf noch die Weltkarriere machen wollen.

  • Wir produzieren Teile für Landmaschinen, unser Chef ist studierter Landwirt und lässt noch im Lohn arbeiten. Letzte Woche hatte ein Manager Urlaub. Heute hat er erzählt, dass er da 85 Stunden gearbeitet hat. Heu machen bei seinem Onkel. Ein anderer Manager hilft ihm manchmal beim Fahren und ein Abteilungsleiter repariert nebenbei Landmaschinen, auch die von der Bauerntochter im Büro. Ich glaub in der Hinsicht habe ich es ganz gut bei uns.