Hobbyimkerei beim Arbeitgeber anmelden?

  • Hallo Zusammen,


    ich hab die Suche bemüht aber leider nichts gefunden zu Arbeitgeber und Anmeldung des Hobbys.


    Wenn ich eine Nebentätigkeit auf 450€ Basis machen möchte muss ich dies schriftlich meinem Arbeitgeber mitteilen. Wie sieht das bei der Hobbyimkerei aus? Ist das alles save da Liebhaberei und keine 25Völker oder muss ich dies auch melden? Da müsste dann jeder der aus seinem Hobby etwas verkauft das ganze beim Arbeitgeber anmelden hört sich irgendwie komisch an wenn ich mir da einen Meerschweinchen Vermehrer vorstelle der die verkauft, aber sicher bin ich mir nicht.

    Auf der anderen Seite las ich im Netz etwas von "es wird zur Nebentätigkeit sobald Umsätze generiert werden" somit müsste ich es wieder anmelden.


    Vielleicht könnte mir hier jemand etwas Licht ins Dunkel bringen.

    Ja klar kann ich einfach meinen Arbeitgeber fragen, aber ich hab einen etwas schwierigen Arbeitgeber...

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Tom.

    Ich glaube zwar nicht dass dich mein Beitrag erhellt.

    Aber was soll Dein Arbeitgeber an Deinem Hobby Interesse haben, sofer natürlich die gewünschte Arbeitsleistung nicht darunter leidet.

    Noch deutlicher, es geht ihn garnichts an, was Du in Deiner Freizeit machst.

    Gruß Eisvogel

    Als ich mich zum imkern entschlossen hatte, fand ich mich ratlos vor diversen modernen Beuten-Systemen.

    Abbé Emil Warre 1948, 12. Auflage Bienenhaltung für alle, Übersetzt von Mandy Fritsche, 2010

  • Wie sieht das bei der Hobbyimkerei aus?

    Es ist ja wie gesagt ein Hobby. Andere Hobbys meldet man ja auch nicht an.

    Grundsätzlich gilt: Eine Nebentätigkeit ist dem Arbeitgeber anzuzeigen, wenn dies vertraglich/tarifvertraglich vereinbart ist oder die Interessen des Arbeitgebers tangieren kann. Das dürfte bei einer Hobbyimkerei nicht der Fall sein. Auf die Einkünfte kommt es nicht an.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Hallo Tom.

    Ich glaube zwar nicht dass dich mein Beitrag erhellt.

    Aber was soll Dein Arbeitgeber an Deinem Hobby Interesse haben, sofer natürlich die gewünschte Arbeitsleistung nicht darunter leidet.

    Noch deutlicher, es geht ihn garnichts an, was Du in Deiner Freizeit machst.

    Gruß Eisvogel

    Rücken?

  • Richtig - meldepflichtig sind nur Neben-Arbeitsverhältnisse, Hobbies und auch Selbstständiges fällt da nicht drunter.

    Natürlich kann man bei gutem Verhältnis davon erzählen, damit der AG oder die Kollegen wissen, was Dich manchmal bewegt.

    Darfst dich freilich nicht bei Dir selber anstellen als Imker...

    Seit 2010 Sächsischer* Hobby-Imker mit ca. 10 Völkern in DNM

    * sie summen weicher als die nicht-sächsischen Bienen

  • Danke für eure Antworten das beruhigt etwas.


    Bei mir kommt ja noch erschwerend hinzu das ich eine Bienengift Allergie habe und im September meine 3 Tage im Kh habe. Vielleicht wird das dann negativ ausgelegt da es vorkommen könnte das ich deshalb ausfalle.


    Soll ja schon vorgekommen sein das AN nahegelegt wurde ein Hobby auf zu hören.

  • Richtig - meldepflichtig sind nur Neben-Arbeitsverhältnisse, Hobbies und auch Selbstständiges fällt da nicht drunter.

    Natürlich kann man bei gutem Verhältnis davon erzählen, damit der AG oder die Kollegen wissen, was Dich manchmal bewegt.

    Darfst dich freilich nicht bei Dir selber anstellen als Imker...

    Das kann ich mir nur schwer vorstellen.

    Aus welcher Rechtsgrundlage leitest Du es ab?

    Meine letzte Unterschrift ist zwar schon lange her, aber ich meine, bisher enthielt jeder meiner Arbeitsverträge eine entsprechende Klausel.

    Welche rechtliche Logik würde dahinter stecken eine Selbstständigkeit anders zu behandeln als ein Angestelltenverhältnis?

    Entscheidender wird doch sein, ob es Einfluss auf die Arbeitsleistung haben könnte oder sogar zu Interessenkonflikten führen kann.


    Tatsächlich kam das Thema bei uns auf der Arbeit vor nicht allzu langer Zeit auf. Es hieß, selbst die Mitgliedschaft in einer freiwilligen Feuerwehr solle gemeldet werden, da sie ja durch notwendige Freistellungen das Arbeitsverhältnis / die Arbeitsleistung beeinflussen könne.

    Deshalb muss es noch lange nicht stimmen, aber ich arbeite bei keinem kleinen Krauter um die Ecke sondern in einem weltweit aufgestellten Konzern.

    Was da aus der HR Abteilung kommt, sollte schon eine gewisse Grundlage haben…


    Könnte mir bei dem Thema aber auch vorstellen, dass man zwischen Melde- und Genehmigungspflichtig unterscheiden muss und es hier gerade nicht passiert.

  • Wenn ich so „Google“ gilt eine Selbstständigkeit auch als Nebentätigkeit.


    Ob es gemeldet oder sogar genehmigt werden muss, ist nicht so eindeutig und scheint auch vom Arbeitsvertrag abzuhängen.


    Die gesetzlichen Grundlagen zu Arbeitszeit und Urlaub müssen auch mit Nebentätigkeit eingehalten werden… also nach einem 8 Stunden Angestelltentag noch 8 Stunden Nebentätigkeit (auch Selbstständigkeit) wäre ein Problem und mit der Haupttätigkeit nicht vereinbar.


    Keine Ahnung ob eine kleine Hobbyimkerei schon als Selbstständigkeit / Nebentätigkeit gilt… wenn man aufgrund der Größe regelmäßig viele Stunden damit verbringt die nicht als Erholung sondern eher als Gewerbe anzusehen sind eventuell schon.


    Entscheidend wird neben dem Arbeitsvertrag aber sicher sein, ob es die Arbeitsleistung beeinflusst und ob es Interessenkonflikte gibt.


    Wenn ich nicht gerade an mehrtägige Schleudertage denke, haben Bienen für mich mehr Erholungs- als Arbeitscharakter.


    Läuft man jeden Sonntag einen Ultramarathon kann auch ein Hobby ein Problem für den Arbeitgeber darstellen…

  • Mein Rücken geht durch das jahrelange sitzen immer weiter kaputt. Ich bin verpflichtet bei Krankheiten alles zu tun, was meine Arbeitsleistung wieder herstellt und wenn ich mehrmals im Jahr so schlimme Rückenschmerzen habe, dass ich nur noch liegen kann, kann ich nicht arbeiten. Seit ich imkere wird es besser und ich war seit dem nicht mehr wegen Rückenschmerzen krank geschrieben.


    selbst die Mitgliedschaft in einer freiwilligen Feuerwehr solle gemeldet werden

    Die Feuerwehr ist etwas besonderes. Zum einen gibt es gesetzliche Vorgaben an die sich Arbeitgeber halten müssen, wenn man bestimmte Positionen in der Freiwilligen Feuerwehr hat, darf man zum Beispiel nicht gekündigt werden. Zum anderen können plötzliche Einsätze einen Einfluss auf die Arbeit haben, weil brennende Häuser wichtiger und dringender sind, muss die Arbeit liegen bleiben.

    Das ist aber ein ganz außergewöhnliches Hobby und trifft weder auf die Imkerei noch auf Fußballspielen oder andere, übliche Hobbys zu.

  • Moin, moin,


    und weshalb man für 3 Tage ins Krankenhaus muss oder einfach krankgeschrieben ist, geht den Arbeitgeber jedenfalls nix an.

    Eine Allergie gegen Insektenstiche sollte man auch ohne Imkerei behandeln. Auch anderer Leute Bienen stechen gelegentlich.


    Gruß Clas

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