Völkerzahl in Naturschutzgebieten / Aktiv werden gegen drohende Aufstellverbote

  • also nu langts mir, deine Stänkerei geht auf den Geist.

    Wenn Grün sein ne Krankheit ist, dann bist du Krank.

    Ich sage was ich denke und mache was ich sage.

    sonst geht's dir aber noch gut?

    Wenn hier einer stänkert, dann du, gegen alles und jeden der dir nicht nach dem Mund redet.

    Auch ich sage nur, was ich denke, ja, auch andere wie ich dürfen das! Nur versuche ich halt sachlich zu bleiben ohne persönlich zu werden wie du.

    Schau' dir mal alle deine Postings nur hier im Faden an: Außer persönliche Angriffe enthält es wie so oft wieder nix, schon gleich gar nicht direkt zur Sache:



    RE: Völkerzahl in Naturschutzgebieten / Aktiv werden gegen drohende Aufstellverbote

  • Ich glaube, dass wir nur deshalb solche Diskussionen führen, weil wir ein leichtes und leicht zu erlegendes Ziel sind. Was meine ich damit?

    • Prämisse: Es ist unstrittig, dass die Insektenbestände massiv zurückgehen.
    • Leicht: Jeder kann dem Narrativ der Nahrungskonkurenz nachvollziehen. Ohne besondere Vorkenntnisse versteht man, dass viele Honigbienen viel Nektar abgreifen und damit weniger für die Wildbienen oder andere Insekten wie Käfer übrig bleibt. Differenzierungen oder komplizierte Fakten braucht man für diese Erkenntnis nicht.
    • Leicht zu erlegen: DIB und DBIB sind politisch relativ zahnlose und uneinheitlich agierende Lobbygruppen. Auch stehen im Verhältnis zum NABU oder anderen Organisationen weniger Geld und geschultes Personal für professionelle Kampagnen zur Verfügung. Es hat ein wenig was von "mit einem Messer zu einer Schießerei gehen".


    Somit sind wir für den NABU ein viel atttraktiveres Ziel als Bauernverbände oder Chemiekonzerne, die meiner Ansicht nach eine viel größere Verantwortung für das Insektensterben haben als wir, wobei ich hier jetzt nicht zum Halali auf die beiden blasen will. Man kann daher leichter seiner eigenen Klientel Erfolge vorweisen, die sich wiederum spenden- und werbewirksam Verwenden lassen.


    Deshalb sollte meines Ansicht nach, der DIB und/oder der DBIB zu einem wirksamen Lobbiesten ausgebaut werden. Wir sollten durch entsprechende Geldmittel ebenfalls Kampagnen und über hochqualifizierte Anwälte Rechtswege bestreiten. Die Imker müssen das "gemütliche Opa-Image" ablegen und als wirklich bedeutsamer Faktor der Volkswirtschaft ernst genommen werden. Das passiert in der Politik nur, wenn zu wählende Entscheidungsträger um ihre Stimmen fürchten müssen. Zwar gibt es auch in der Politik echte Idealisten, aber die reichen nicht.


    Jeder Politiker fürchtet sich davor, sich mit dem Bauerverband oder dem Chemieverband anzulegen. Solange das nicht auch für die Imkerverbände gilt, werden wir weiterhin leichte Beute für ideologisch motiviert Kampgnen bleiben.


    Liebe Grüße, Ralf

    Um die 15 Carnica Völker in 1,5 DNM auf 2 Standorte in Bochum verteilt.

  • Beemax, das deckt sich völlig mit meiner Meinung zum NABU. Ich hätte es nicht so gut formulieren können.


    Aus der Vergangenheit wußte ich, daß u.a. der NABU die Douglasie verteufelt. Ich habe eben mal kurz recherchiert, was da via Suchmaschine zu finden ist.

    Da streuben sich mir die Nackenhaare. Generell wird jeder Nadelbaum als schlecht dargstellt, Baumarten wie Douglasie und Küstentanne werden gar verteufelt.

    Andererseits wird uns von Forstfachleuten seit einigen Jahren die Douglasie und Küstentanne als mögliche Zukunftsbaumarten genannt, weil sie den zu erwartenden Trockenstreß vermutlich besser wegstecken könnten. Der Buche wurden dagegen eher schlechte Zukunftsperspektiven prognostiziert. Auch ich im eigenen Wald die letzten Jahre gesehen, daß die noch recht jungen Buchen ganz schön unter Trockenheit litten. Die Eiche erscheint da besser. Die Buchen aber werden vom NABU als der Heilige Gral angesehen.

    Wir selber habe nicht viel Douglasien, aber die, die da sind, sind wahre Granaten.

    Vor ein paar Jahren sah ich in einem Forstforum Bilder von zwei Waldflächen aus der Lüneburger Heide vom selben Eigentümer. Beide Flächen mußten nach der Waldbrandkatastrophe 1975 neu aufgeforstet werden. Einmal mit Küstentanne, die andere Fläche mit üblicher Kiefer. Nun nach gut 40 Jahren sah der Bestand mit der Küstentanne viel "geiler" aus, als der Kiefernforst. Der Küstentannenwald hatte 1-2 Durchforstungen mehr hinter sich und zeigte ein üppiges Gehölz mit Laubbaumarten, die zwischendrin hochkamen. Der "Ernteertrag" war übrigens auch viel besser als mit der Kiefer.

    Kein weitsichtiger Waldbesitzer wird mehr Monokulturen fördern. Der Umbau der Waldes läuft schon länger, dauert aber eben seine Zeit und erzwingen kann man nichts. Man kann eher nur lenken um über Jahrzehnte einen stabilen und vielfältigen Forst aufzubauen. Ich bin z.B. ein großer Freund der Naturverjüngung. Nur das dauert eben.


    Der NABU ist nur deshalb so groß und einflussreich geworden, weil er eine große Öffentlichkeitsarbeit macht. Sowas hat der Imkerei schon immer gefehlt. Besonders in den letzten Jahren hätte da mehr passieren müssen, nachdem die Imkerei über dieses "Bienen- und Insektenretten" mehr in den Focus der Bevölkerung kam.

    Da hat der DIB irgendwie ein bischen gepennt.

    Der Imker muß einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft bekommen und sein Produkt wertgeschätzt werden. Mir ist es ein Rätsel, warum Verbraucher nicht mehr heimischen Honig kaufen. Da fehlt ganz viel Öffentlichkeitsarbeit, die sich dann für Imker auch in barer Münze auszahlen könnte.


    Den NABU kennt jedes kleine Kind, aber wer kennt in der Bevölkerung den DIB?

  • Besonders in den letzten Jahren hätte da mehr passieren müssen, nachdem die Imkerei über dieses "Bienen- und Insektenretten" mehr in den Focus der Bevölkerung kam.

    Und genau das ist zunächst mal über die Honigbiene gekommen. Das Image der Imker und Imkerinnen ist in den letzten ca. 15 Jahren enorm angestiegen und die Akzeptanz und Anerkennung der Honigbiene in der Bevölkerung hat um ein vielfaches zugenommen. Das hat vor 20 Jahren niemand zu träumen gewagt. Da kann man doch nicht behaupten, es hätte sich nichts getan.

    Forderungen kann jeder aufstellen. Sind sie aber überzogen, sind sie nicht durchsetzungsfähig. Die hier thematisierten Forderungen beruhen auf Untersuchungen, die bald 30 Jahre alt sind. Richtig zünden wollen sie aber nicht.

    Wenn ich Vorwürfe bezüglich der Nahrungskonkurenz vorgetragen bekäme, direkt, fragte ich erstmal die Einstellung zu Mücken, Spinnen, Läusen, Wanzen, Flöhen, Zecken, Wespen... im unmittelbaren Umfeld des Vortragenden ab und bin mir sicher damit den Denkapparat der Kritiker ein wenig in Bewegung zu setzen.

    Mit gut und böse, schwarz und weiß, kommt man nicht weit.

    Direkt werde ich aber (noch) nicht mit sowas konfrontiert.

    Zurzeit renne ich nach wie vor mit meinen Honigbienen offene Türen ein.

    Auch sind bei NABU und Wildtierstiftung bei weitem nicht alle einer Meinung. Auch da gibt es Handelnde mit erheblich differenzierterer Meinung. Man kann nicht alle über einen Kamm scheren.


    Man sollte sich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen, aber in den letzten Jahren ist definitiv mehr drauf als runter gekommen, für die Imkerei und die Honigbiene.

    "Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen und vor sich hin zu schauen.“ Pippi Langstrumpf

  • Der ein oder andere wird ja in der Vergangenheit immer mal wieder von den (hohen) EU-Subventionen für die Landwirtschaft gehört haben. Die Empfänger sind transparent und man kann die nachsehen unter:


    Zahlungen aus den EU-Fonds für Landwirtschaft und Fischerei - Suche EU-Agrarfonds


    Wer also seinem Landwirt in der Nachbarschaft nicht die Butter auf dem Brot gönnt, der schaue mal nach, was er für Förderungen so jährlich bekommt. ;)


    Dort kann man in die Suchmaske auch mal NABU oder BUND eingeben und man wird erstaunt sein, wie üppig diese Vereine Förderungen aus den EU-Agrar-Fördertöpfen bekommen.


    In den Medien fällt das alles unter "EU-Agrarzahlungen"!


    Den DIB oder andere Imker-Verbände/-Vereine konnte ich bis auf einen Verein bzgl. eines Bienenmuseums nicht finden.


    Das zeigt, wie die sogenannten "Naturschutzverbände" sich aus Fördertöpfen bedienen und damit auch Geld für öffentlichkeitswirksame Aktionen haben und die Imkerschaft schaut meistens nur zu. Die Imkerschaft könnte selber diese Fördertöpfe anzapfen und sich präsentieren mit Aktionen zum Schutze der Natur und Förderung der Bio-Diversität. Eines der Stichwörter sind die sogenannten "LEADER"-Mittel.


    Ich zitiere (aus dem Agrarzahlungs-Suchportal):


    Zitat

    LEADER ist ein Instrument zur Entwicklung des ländlichen Raumes, ausgerichtet auf die Zusammenarbeit und den Zusammenhalt ganzer Regionen nach dem Motto "Bürger gestalten ihre Heimat". Hier geht es vor allem um neue Wege und weitere Ansätze zur optimalen Nutzung der regionalen Potentiale. Im Mittelpunkt steht der bürgerorientierte Ansatz, der durch die Lokalen Aktionsgruppen (LAGs) verwirklicht wird. Dies sind Partnerschaften zwischen kommunalen, wirtschaftlichen, sozial engagierten und sonstigen Akteuren in der Region. Besonderer Wert wird dabei auf die Einbindung der Land- und Forstwirtschaft gelegt. Zentrale Elemente sind Vernetzung, Nachhaltigkeit, Wertschöpfung in der Region und die Möglichkeit zur Kooperation zwischen LAG. Kernaufgaben der LAG im LEADER-Prozess sind Erstellung und laufende Evaluierung einer Lokalen Entwicklungsstrategie für ihr Gebiet, Durchführung der Projektauswahlverfahren, Sensibilisierung und Öffentlichkeitsarbeit sowie Prozesssteuerung, Evaluierung und Monitoring im Hinblick auf die Realisierung von Projekten zur Umsetzung der Entwicklungsstrategie. Zur Erfüllung dieser Aufgaben richten die LAG entsprechende Geschäftsstellen (LAG-Management) ein.

    Aufgabe des DIB und/oder der Landesverbände könnte es sein, den einzelnen Vereinen Material an die Hand zu geben, wie sie an die Fördertöpfe rankommen.

  • EU-Subventionen für die Landwirtschaft

    Bitte nicht unterschlagen, daß auch Imker Landwirte sind, die von EU Subventionen profitieren!


    Kann es nur am Beispiel Bayern sagen, da wird der Imker bei Anschaffungen direkt gefördert. Außerdem gibt es Fördermittel für Weiterbildung, Schulimkerei, Imkern auf Probe, BSV, Laboruntersuchungen...


    Und LEADER Projekte helfen langfristig, aber wohl kaum gegen das Titelthema.

    Der Tradition verbunden, der Natur verpflichtet.

  • die Imkerschaft schaut meistens nur zu.

    Was ein Unfug.

    Mach dich doch bitte erstmal korrekt schlau, was Imker so an Unterstützung bekommen, aus verschiedenen Töpfen.

    Deine aufgeführten Subventionen sind zum größten Teil für bewirtschaftete, landwirtschaftliche Flächen; teilweise auch für stillgelegte. Da sind die Imker nicht so großartig vertreten. Profitieren tun sie allerdings schon davon.

    Für andere Maßnahmen können die Imker die gleichen Gelder bekommen, wie andere Personen auch.

    Es gibt sogar teilweise Geld für Maßnahmen, die den Imkern Nachteile verschaffen. Unvorstellbar. Es dreht sich tatsächlich nicht alles um die Wünsche und Vorteile der Imker.

    Das heißt nicht, dass ich das kommentarlos hinnehmen muss oder gar unterstütze, aber es gibt doch häufiger die Situation, dass man Abstriche machen muss. Wie schon erwähnt, sind Maximalforderungen plakativ aber nicht durchsetzungsfähig.

    Im Grundsatz sind Natur- und Wildtierschutz ja nicht schlecht. Mit dem "wie" muss man sich auseinandersetzen.

    Jedem steht frei sich für seine Sache einzusetzen. Aktiv.

    Mit "Die da oben machen nichts." kommt auch der NABU nicht weiter.

    Außerem profitiere ich auch von einigen Maßnahmen des NABU.

    Es will einfach nicht schwarz/weiß werden.

    "Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen und vor sich hin zu schauen.“ Pippi Langstrumpf

  • Die Imkereiförderung ist eh unschön. Manche bekommen richtig viel Geld, manche bekommen nix und am Ende steht der Honig nebeneinander im Supermarkt.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Die Imkereiförderung ist eh unschön. Manche bekommen richtig viel Geld, manche bekommen nix und am Ende steht der Honig nebeneinander im Supermarkt.

    Wenn du die Umsetzung in den einzelnen Bundesländern meinst, geb ich dir recht. Die Fördermittel an und für sich sind aber doch willkommen?


    Zurück zum Thema, was können wir tun?


    Ich für meinen Teil bin nicht politisch engagiert, aber ich bin Teilnehmer des Genussortfestes bei uns im Dorf und da halte ich auch Kurzvorträge zum Thema Bienen, Streuobst und bienenfreundliche Balkonbepflanzung.


    Ein Tropfen auf den heißen Stein, aber so bleibt das Thema wenigstens in der Öffentlichkeit präsent.


    Was macht ihr?

    Der Tradition verbunden, der Natur verpflichtet.

  • Dort kann man in die Suchmaske auch mal NABU oder BUND eingeben und man wird erstaunt sein, wie üppig diese Vereine Förderungen aus den EU-Agrar-Fördertöpfen bekommen.


    In den Medien fällt das alles unter "EU-Agrarzahlungen"!


    Den DIB oder andere Imker-Verbände/-Vereine konnte ich bis auf einen Verein bzgl. eines Bienenmuseums nicht finden.

    Das ist aber mal ein ordentlicher Holzweg und genauso werden Gerüchte in die Welt gesetzt.

    Die jeweiligen EU-Förderungen werden je Bundesland unterschiedlich gehandhabt, aber in der Regel findet man die Summen detailliert aufgelistet. Für RLP bei der ADD.

    Die Verteilungsmodalitäten sind ungleich, das ist aber eine andere Baustelle.

    Aufgabe des DIB und/oder der Landesverbände könnte es sein, den einzelnen Vereinen Material an die Hand zu geben, wie sie an die Fördertöpfe rankommen.

    Geld aus LEADER kann jeder kleine Ortsverein beantragen, ist noch nicht mal schwer und war erfolgreich. Dafür braucht man weder DIB noch LV.( sofern der OV selbst eingetragen ist)

    Ein Tropfen auf den heißen Stein, aber so bleibt das Thema wenigstens in der Öffentlichkeit präsent.


    Was macht ihr?

    Die regionalen Kontakte pflegen und den Ball flach halten. Die Leute haben wenig Interesse an solchen Grabenkämpfen im Detail und es wird in absehbarer Zeit ganz andere Probleme geben.

  • es wird in absehbarer Zeit ganz andere Probleme geben.

    Bei der Garten- und Hausumfeldgestaltung gibt sogar Möglichkeiten mehrere Probleme auf einen Streich zu mildern. Nur mal so als kleines Schrittchen. Aber genau da beginnen die angesprochenen Streitigkeiten schon. Dass man das einem Imker in der Regel nicht sagen muss, wird von den Naturschutzhardlinern oft nicht anerkannt. Das ist dann keine Gesprächsgrundlage.

    "Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen und vor sich hin zu schauen.“ Pippi Langstrumpf

  • .Die Leute haben wenig Interesse an solchen Grabenkämpfen im Detail und es wird in absehbarer Zeit ganz andere Probleme geben.

    Bei acht Prozent Inflation und der Erntesituation in der Ukraine mit den sich jetzt schon abzeichnenden Hungersnöten in Afrika und anderswo? Da könnte man sich eine Verschiebung der Prioritäten vorstellen, ja.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife