Brauche Hilfe von altem Hasen

  • .... meine Bummelantin hat nach reichlich 4 Wochen begonnen ein schönes Brutnest anzulegen.

    Ich war anfangs auch ungeduldig, aber das Warten hat sich gelohnt.

    Abfegen ist immer noch eine Option VORM Päppeln.

  • jetzt sind es doch viele Ratschläge und ich kann mir einen aussuchen! Dankeschön.

    Jetzt auflösen - das ist sicher aus gewissen Gesichtspunkten total richtig.

    Das möchte ich nicht wirklich. Auch wenn es so gemacht wird. Das ist für mich wie ein Kind abtreiben, nur weil festgestellt wurde, dass es behindert ist.


    Noch päppel ich ja nicht und ich meine, es liegt nur an der Königin.

    Dann werde ich es jetzt sich selbst überlassen, und schauen, dass es nicht hungern muss und währenddessen soll meine frisch geschlüpfte Königin mindestens 5 Wochen legen bis sie dann dort rein kann.


    Die bis dann entstandene Brut kann mitgenommen werden? Oder haben Bienen Anfang August etwas gegen fremde Brut?

  • Das ist für mich wie ein Kind abtreiben, nur weil festgestellt wurde, dass es behindert ist.

    Aua, etwas kleiner hast du es in deinen Vergleichen nicht? Glaube mir einfach, das sind zwei völlig verschiedene Welten und mit solchen Parallelen triffst du bei Menschen mit persönlicher Betroffenheit egal welcher Art ganz heftig auf einen Nerv.

    Bienen seit 2019, Warré-Beuten, „klassische Magazinbetriebsweise“ mit Absperrgitter im Naturbau, aktuell 9 Völker

  • BaarImker, ich weiss nicht, wie man auf ein Kommentar antwortet, deswegen jetzt halt so.


    Für Dich ist das dann wohl päppeln, was ich bis jetzt gemacht habe.

    Für mich war es nur nachschauen, ob Stifte da sind und eine Königin ist drauf gegangen.


    Päppeln fängt für mich da an, wo es Geld kostet. Futter zB.

    Standmiete, Zeit, Beutenbesetzung ist bei mir kein Thema.


    Vielleicht hätte ich anfangs noch schreiben müssen, dass in diesem einen Fall keine finanziellen, Zeitaufwand oder Ertrags-Aspekte anzuschauen sind.


    Ich möchte nur dieses eine Volk erhalten. Sonst nichts. Sonst hätte ich ja auch nicht um Rat gebeten.


    Aber immerhin habe ich Rat bekommen: ich habe die falsche Königin zur falschen Zeit eingesetzt und mir wurde gesagt, wie es besser geht.


    Also bitte, die Zeit der Ratgebenden ist eigentlich nicht zu schade und verloren.

    Ich habe doch gut etwas gelernt?! Füf die Zukunft und für diesen Fall.


    Danke an Alle.

  • Als meine Königinnen aus der Vermehrung endlich soweit waren, habe ich die alte aus dem Volk raus genommen, 2 Tage später die angeblasenen Zellen weg gemacht eine junge unbegattete in einer Zweitschlupfzelle rein gegangen.


    (Das allein war schon eine Notlösung

    Das war keine Notlösung, das war eine Beerdigung.


    Möglichkeiten: diese eine Zelle belassen. Kostet das Volk 3 Wochen, bis es weiter geht. Die haben inzwischen aber kaum mehr junge Bienen.


    Alternativ habe ich noch eine frisch geschlüpfte unbegattete.


    Alternativ kann ich eine begattete im Internet bestellen. Ich vielleicht besser bei einem ganzen Volk, das zuletzt im Mai eine Legende hatte.


    Aber ob sich das lohnt?

    Deinen Gedanken, dass das das Volk noch einmal 3 Wochen kostet und die kaum noch junge Bienen haben, finde ich gut. Eine schlupfreife Zelle ist hier vom Zeitablauf übrigens das selbe wie eine unbegattete Königin, weil das dauert genauso lang. Vielleicht einen Tag mehr, aber das ändert ja nichts. Eine begattete Königin bestellen dauert bestimmt auch eine Woche, bis sie da ist. Dann wird sie ein oder zwei Tage freigefressen und braucht nach dem Postversand nochmal ein paar Tage bis sie wieder legt. Das nimmt sich also auch nicht viel.

    Ich habe dieses Jahr das erste mal selbst Königinnen gezogen und je eine schlupfreife Zellen in fünf starke Ableger gesteckt. Von den Zellen ist keine geschlüpft. Weil wir sowieso üben wollten, haben wir noch einmal umgelarvt und es noch einmal probiert. Die selben Ableger haben also nochmal eine Zelle bekommen.

    Von den fünf sind diesmal alle geschlüpft, aber gerade einmal zwei begattet worden, der Rest war drohnenbrütig. Die Völker mit der begatteten Königin waren mittlerweile so klein, dass sie jeweils auf eine halbe Wabe Dadant gepasst hätten, wirklich ein kümmerlicher Haufen. Futter war immer genug da, daran lag es also nicht. Das war einfach zu lang für die armen Bienen.


    Ob die allein noch ein überwinterungsfähiges Volk aufbauen? Ich bezweifle es. Die haben ja alle schonmal Brut gepflegt, das war anstrengend und dann die lange Zeit, als nichts geschlüpft ist und jetzt NOCHMAL Brut pflegen? Das kostet Bienen viel Kraft. Und fliegen mussten sie ja auch schon!

    Ich habe beide verstärkt, jetzt machen andere Bienen bei denen mit, damit sollte es gehen. Die Drohnenbrüter habe ich aufgelöst.

    Bei meinen per Kunstschwarm erstellten Minis war die Begattungsquote übrigens 23 von 26. Gut, wir hatten phantastisches Wetter in dieser Zeit, aber das hatten die 5 Ableger auch und dort war die Quote gerade mal 2 von 5, also weniger als die Hälfte! Ich glaube, die war so schlecht, weil die Begleitbienen alt und wenig waren, die konnten ihre Königin einfach nicht mehr ausreichend unterstützen und so sind diese Tiere, also die Königinnen dann eben auf einem der Begattungsflüge verstorben.


    Welches Schicksal hatten nun die Bienen dadurch, dass ich noch einmal eine schlupfreife Zelle gesteckt habe? Die Bienen, die für die erste Königin schon echt lang durchhalten mussten, mussten das NOCHMAL. Außerdem wussten sie die ganze Zeit, dass sie in Gefahr sind. Drei von fünf Königinnen sind auf ihrem Begattungsflug gestorben, vermutlich, weil ich ihnen zu wenige gesunde Bienen als Begleitung mitgegeben habe. Nicht umsonst sagt man, dass Begattungskästchen aus vielen jungen Bienen bestehen sollen. Ich habe ihnen nur wenige, alte Tanten bereit gestellt.

    Diese alten Tanten mussten sich dann auch noch um den ganzen Stock kümmern und als die zweite Königin auch nicht wieder kam, wussten sie sehr genau, dass es nun dem Ende zu geht.


    Was wäre die Alternative gewesen? Die Bienen hätten bei einem anderen Volk mitmachen können. Mit vollen Honigmägen wären sie wohlwollend aufgenommen worden, wären sofort in einem funktionierendem Volk gewesen, beruhigt, weil alles in Ordnung ist und sie hätten wieder eine sinnvolle Aufgabe bekommen. So alt wie sie zu dem Zeitpunkt waren, wahrscheinlich sammeln. Davon hätte ich als Imker sogar auch was gehabt. Dieses Volk wäre dann übrigens so stark gewesen, ich hätte eine Brutwabe oder auch drei mit jungen Bienen drauf wegnehmen können, ohne dass ich einen Einbruch im Honigertrag gemerkt hätte. Damit hätte ich neue, junge Ableger starten können und dort meinen zweiten Versuch machen können. Davon hätten alle was gehabt. Die Bienen, ich und die neuen, jungen Königinnen.


    Kommt nicht wieder vor, wenn die Begattung nicht klappt, hänge ich entweder gleich nach der Weiselprobe eine begattete Königin dazu, die ich direkt greifbar da habe, oder ich lasse die Bienen bei einem anderen Volk mitmachen. Falls ich trotzdem noch mehr Völker haben will, nehme ich eben von den verstärkten Völkern Brut und junge Bienen. Die können das und das verstärkte Volk kann das gut verkraften.


    Du hast auch eine Verantwortung für das Wohlergehen der Arbeiterinnen, die können ruhig woanders mitmachen. Und mehr Honig und weniger Arbeit bekommst du dadurch sogar auch.

  • Moin,


    ich muss gestehen aktuell ist mir Jaki sein Beitrag zu lang den hab ich nicht gelesen. Beate hast du denn aktuell Tracht kommt überhaupt Futter rein? Wenn nicht würde ich dünn füttern vorschlagen oder zumindest Teig denn ohne Treibstoff kann auch eine neue nix aufbauen. Verdeckelte Futterwaben zählen nicht ;)

  • Weiselprobe gemacht: 5 Belarvte Näpfchen rein, eine davon wurde groß gezogen.

    Das ist keine Weiselprobe. Die Entscheidung, ob senkrechte Weiselzellen angelegt werden, hast du den Bienen schon abgenommen.

    keine Kö, keine Stifte

    gesehen...

    "Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen und vor sich hin zu schauen.“ Pippi Langstrumpf

  • meine Damen und Herren: es gibt gute Nachrichten (und ich kann sie nicht erklären)!


    Habe gerade rein geschaut, um dann eine Entscheidung zu treffen, ob auflösen wie von den meisten von Euch empfohlen, oder anders handeln.


    Eine gigantisch große Königin (gesehen!), hat auf 3 Wabenseiten gestiftet, so groß wie meine Hand mit ausgestreckten Fingern (habe keine kleinen Hände 😉)

    Für den Anfang ist das doch mal nicht schlecht! Dann freue ich mich drauf, wenn die Fahrt aufgenommen hat!


    Die Weiselprobe, die Samstagabend angenommen wurde, wurde nicht weiter gebaut. Schätzungsweise nur 2 Tage gepflegt.

    Heute, 5 Tage danach, bekommt das Volk einen erleichterten Eintrag in die Stockkarte.

  • Berggeist kannst du mir bitte erklären, was das heisst?

    " Das ist keine Weiselprobe. Die Entscheidung, ob senkrechte Weiselzellen angelegt werden, hast du den Bienen schon abgenommen."


    Ich hatte 5 Nicotnäpfchen, die an langen Nadeln befestigt sind, in verschiedene Waben gesteckt (dort, wo sich junge Bienen tummelten).


    Wollte keine ganze Brutwabe opfern, weil ich die danach ungern ins Ursprungsvolk zurück gehängt hätte weil man ja nicht weiss, warum das Völkchen nicht aus dem Quark kam nach dem Winter. War es nur die Königin?

    Oder vielleicht doch eine unerkannte Krankheit?


    Ein Näpfchen on 5 wurde korrekt angeblasen und mit mächtig viel Gelé Royal befüllt.


    Ist das keine brauchbare Methode für eine Weiselprobe?

    Besser dann ein ausgeschnittenes kleines Stück belarvte Wabe reinhängen?


    Danke für diesen wertvollen Hinweis. Ich freue mich auf eine Aufklärung.

  • Ich hänge als Weiselprobe einfach eine ganze Wabe mit Stiften und ganz kleinen Maden rein.

    Und lass die im Normalfall einfach drin, wenn die Damen keine Weiselzellen anlegen.

    Viele Grüße

    Andrea

    Ein Garten ohne was zu essen ist verschwendete Landschaft.