Volkerführung Zuchtkönigin

  • Wir sind mit mehreren Imkern (alle in den ersten 3-6 Jahren ihres Imkerlebens) am überlegen uns gemeinsam eine Zuchtkönigin zu kaufen und von dieser uns dann unsere Königinnen zu ziehen. Wir sind jetzt auf der Suche nach Infos zur Völkerführung eines Volks mit einer Zuchtmutter drin. Bisher habe ich dazu ein

    PDF der Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau gefunden. Hat jemand von euch Hinweise wo/wie wir uns zusätzlich gut einlesen können?

    Sind für jeden Tipp dankbar.

  • Hallo,
    ich kaufe mir jedes Jahr oder auch alle zwei bis drei Zuchtmütter und die von drei verschiedenen Züchtern stammen. Bisher habe ich letzts Jahr und dieses Jahr welche gekauft. .
    Der Großteil sind bei mir Buckfastvölker. Für den Verein habe ich aber auch Carnica Königinnen zum Verkauf. Da die bei uns sehr verbreitet sind.
    Ich kann nur für mich sprechen.
    Bei mir kommen die Zuchtmütter im Jahr 1 in ein normales Dadant Volk und laufen auf einem eigenen Stand. Dann kann ich sie bewerten und verlgleichen. Meine Hoffnung ist immer, dass die in etwas gleich stark werden. Indem Jahr larve ich dann nach der Frühtracht von der Königinn um und beginne mit der Vermehrung. Ich mache die gerne später in der Saison.
    Im zweiten Jahre laufen die dann im Mini Plus.

    Nach Bedarf kann ich dann auch hier gut umlarven. Habe ich dieses Jahr gemacht. Da meine drei Zuchtköniginnen erst im Juli und August nach der Bewertung beim Züchter bei mir ankommen. Dann kann ich dieses Jahr nicht mehr viel bewerten.


    Für mich ist die Sanftmut das wichtigste Argument, da bei mir drei Kindergärten und die Grundschule zweimal im Jahr vorbei schauen.

    Imker im dritten Jahr.

    Imkern im angepassten Brutraum.

    24 Völker Stand Juni 2021:

    Dadant, Zadant und Mini Plus Völker, 1 TBH, 1 Bienenkiste

    53 Hühner

  • eine Zuchtkönigin

    Hallo, und dann ist die eine Zuchtkönigin ein Rohrkrepierer und alles war umsonst. Seit nicht so geizig sondern nehmt ein bisschen mehr Geld in die Hand, kauft 3 Stück und vermehrt von der besten, oder im günstigsten Fall von allen drei.

    Bis bald

    Marcus, der auch mal geizig war, bzw es immer noch ist und im Mai lag die eine Zuchtkönig mal tot auf dem Gitter......

  • Kleine Einheiten für Zuchtköniginnen, damit die sich nicht zu schnell verbrauchen

    Ich kriege morgen zwei Stück. Würdest du die dann in Minis packen?

    Das erste Jahr wolle ich die im Dadant laufen lassen und dann im zweiten in ein Mini.

    Imker im dritten Jahr.

    Imkern im angepassten Brutraum.

    24 Völker Stand Juni 2021:

    Dadant, Zadant und Mini Plus Völker, 1 TBH, 1 Bienenkiste

    53 Hühner

  • Ich möchte mir auch im kommenden Jahr eine Zuchtmutter gönnen und bin auch auf das nämliche Merkblatt gestoßen. Da ich als Imker noch relativ unerfahren bin, habe ich mir bei jedem Punkt die Frage gestellt: "Warum empfehlen die das?" und habe mehrfach keine Antwort gewusst.


    Vielleicht könnt ihr mir da etwas helfen zu ergründen, was sie mit den Maßnahmen bezwecken. Über das richtig oder falsch können wir dann bitte an anderer Stelle diskutieren.


    Als Hintergrund für die die nicht das Merkblatt laden und lesen möchten:

    Es geht um die Führung eines Zuchtmuttervolks, das ausschließlich dazu dient mit einer hochwertigen Mutterkönigen Zuchtstoff (=Eier/Larven) zu erzeugen. Honigertrag, Königinnenaufzucht, Ablegerbildung usw. sind in diesem Volk nicht vorgesehen.


    In Punkt 3 empfehlen sie das Einhängen eines Drohnenrahmens zur "Bündelung" der Drohnenaufzucht. Der Rahmen soll aber nicht ausgeschnitten werden.

    In Punkt 4 wird auf die Brutraumführung und Schwarmvorsorge durch das Schröpfen von verdeckelter Brut hingewiesen.

    Einige Punkte weiter unten wird dann auf die Bedeutung einer konsequenten Varroakontrolle (Weidenblüte, Mitte Juni, Herbst, Winter) hingewiesen.


    Welchen Vorteil hat es den Drohnenrahmen im Volk zu lassen, wenn ich Brutwaben schröpfe?

    Ich würde doch damit den Befallsdruck durch Varroa eher reduzieren. Den Verlust an Wachs und Eiweiß habe ich doch in beiden Fällen.

    Hat die Königin irgendein hormonelles Interesse an ihren Söhnen oder die Arbeiterinnen an ihren Brüdern? Für die spätere Begattung der irgendwo außerhalb aufgezogenen Königinnen wäre eine Inzucht doch auch nicht erwünscht. Also wozu die Drohnen- und Varroazucht?

    Gruß, Peter

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    "Das Einfache ist nicht immer das Beste; aber das Beste ist immer einfach." - Heinrich Tessenow

  • Hab selbst noch keine solche Zuchtmutter gehabt mir geht aber folgendes durch den Kopf (mit Vorsicht genießen ich bin da noch Anfänger)

    Ich kenne es eher so das sie sich im ersten Jahr in einem Volk beweisen müssen das sie auch was taugen. Die Drohnen gehören ja irgendwie mit zum Volk und haben vielleicht mehr positiven Einfluß als wir überhaupt wissen, vielleicht tragen die zur Harmonie im Volk bei.

  • Wenn sich die Königin als zuchtwürdig erwiesen hat, nach einem Jahr im Wirtschaftsvolk, wird die Eilage begrenzt. Das kann sein indem man die Königin ins Mini plus setzt mit Absperrgitter und Brutraum auf zwei Zargen oder im Standmaß im Ablegerkasten mit Aufsätzen. Bienenmasse soll nicht zu viel werden, heißt Bienenmasse schröpfen, zb über Wegnahme von Honigräumen oder schröpfen von Bienen aus dem Honigraum für Begattungseinheiten. Begrenzte Eilage sorgt für größere Stifte und vitalere Königinnen. Die Larven müssen außerdem gut im Futtersaft schwimmen, heißt ggf dünn füttern, Pollenversorgung ist ganz wichtig. Das Kleinhalten des Brutnestes sorgt nicht nur für besseren Zuchtstoff, die Spermatheka der Königin wird außerdem geschont, wodurch die Königin länger hält. Wobei keine Königin nach dem 3. Jahr als Zuchtstoff dienen sollte, da die Gene/DNA, wenn ich es jetzt richtig im Kopf habe, mit dem alter der Königin zerfallen und zu weniger guten Königinnen führen. Nach dieser Zeit sollte sich ja außerdem schon eine Tochter als Zuchtmutter erwiesen haben.

  • Ein Ziel ist es demnach, dass die Königin möglichst nicht unnötig viele Eier legt und das Volk im Überfluss versorgt ist. Das ist für mich gut nachvollziehbar.


    Es bringt mich nur leider einer Antwort auf die Frage warum die Drohnen nicht geschnitten werden sollen nicht näher.

    Gruß, Peter

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    "Das Einfache ist nicht immer das Beste; aber das Beste ist immer einfach." - Heinrich Tessenow

  • Das ist aber ein Zuchtmuttervolk und kein Drohnenvolk.

    Die Zuchtmutter ist schon begattet.

    Die Töchter werden irgendwo anders erbrütet und eine Begattung durch ihre Brüder wäre Inzucht und der genetischen Vielfalt abträglich.

    Gruß, Peter

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    "Das Einfache ist nicht immer das Beste; aber das Beste ist immer einfach." - Heinrich Tessenow

  • Bei den GEKAUFTEN Künstlich besamten Königinnen kannst du dir das Leistungsprüfjahr sparen, da ist im 2ten Jahr dann schon die Luft raus.

    Nimm Inselbegattete gib Sie ins Mini auf 1 Zarge und gut is. Genetik passt und für F1 Wv standbegattung ist das immer ausreichend...

    P.s. bienen.ch mal durchschauen


    Lg Martin

  • Ein Ziel ist es demnach, dass die Königin möglichst nicht unnötig viele Eier legt und das Volk im Überfluss versorgt ist. Das ist für mich gut nachvollziehbar.


    Es bringt mich nur leider einer Antwort auf die Frage warum die Drohnen nicht geschnitten werden sollen nicht näher.

    Ein Volk für Zuchtstoff hat nicht viele Drohnen, da es immer im Aufbau gehalten wird, damit es nicht ich sag mal erwachsen wird. Damit die Bienen sich um die Brut kümmern und nicht übermäßig Nektar sammeln. Auch ziehen sie dann nur wenig Drohnen auf, denn die Drohnen haben dann auch immer vorrang und ich will ja, dass die Arbeiterinnen versorgt werden. Darum sitzen meine Zuchtmütter auf 4 Waben. Dann ein 4 Waben Honigraum. Daneben steht ein weiteres solches Volk. Jeden weiteren Honigraum teilen sich die Völker und wird ständig weggenommen und neue Mittelwände drauf. Das Zuchtvolk soll sich ausschließlich auf die Produktion hochweritgen Zuchtstoffs konzentrieren. Als Nebenprodukt fallen Bienen, ausgebaute Waben und Pollen an, so mach ich das zumindest.