irgendwie kommt kein Honig rein

  • Auch wenn es manchmal so wirkt, aber ich glaube, dass keine einzige der Rückfragen unsachlich bzw ohne ein Ziel gestellt wurde (inkl meiner).


    Manchmal kommen die Fragen unsachlich vor, aber im Endeffekt sind sie sachlich, nur zielen Sie auf andere vermutete Gründe ab als der Fragende (nicht nur hier im konkreten Fall) sich gedacht hat. Aus deinen Beiträgen kommt ja ganz klar mehrfach die Vermutung Honigraum raus.


    Wie wir jetzt wissen imkerst du mit der Honigquetsche Zander 1-räumig (habe ich auch). Gerade dann ist umso mehr die Frage warum du in Anführungszeichen so wenig Honig erntest.


    Den Grund hast du in einem deiner späteren Beiträge auf Rückfrage selbst gegeben. 5-6 Waben Brut sind einfach zu wenig in der Saison. Die Völker sind gerade so ziemlich am Maximum dessen was gehen sollte.


    Ich habe jetzt keine Aumeier-Völker, aber dennoch machen meine Buckis in jedem WV aktuell mindestens 8 Waben Zander voll Brut (davon mindestens 6 von Holz zu Holz mit minimalem Futtereckchen, plus 2 die fast komplett bebrütet werden, aber eben nicht Holz zu Holz). Starke brüten bis auf die Innenseite der Randwaben.


    Sprich dir fehlen 2-3 Waben Brut und damit so 10-15k Brutzellen. Die fehlen dann am Ende auch als Flugbienen irgendwann weshalb da nix ankommt. Zum Vergleich: Ableger aus diesem Jahr haben durchaus jetzt schon 4 Waben Brut (bilde keine 1-Waben-Krüppel aber auch nicht aus mehr als 3 Brutwaben).


    Jetzt gehts um die Ursache: Königin/Genetik, Versorgungslage oder Auswinterung/Varroa?


    Ist nicht schön für dich im Moment, aber hier wollen so gut wie alle den Fragenden helfen und nicht piesacken

  • Danke, werde es nächstes Jahr anders machen.

    Wenn es nächstes Jahr anders werden soll, musst du dieses Jahr die Voraussetzungen dafür schaffen. Die wesentlichen wären:

    - Varroa wirksam behandeln

    - Gut Einfüttern, aber nicht überfüttern (BN einschnüren)

    Damit sie viele gesunde und fette Winterbienen erbrüten.

    Also, nach der letzten Honigernte dieses Jahr musst du schon mit deine Bienen für den optimalen Start in 2023 "arbeiten".

    Schlossimker - ein Kaiserfranke.

    Anfänger 2019 - 2022, einstellige Völkerzahl. Wabenhonig während der Saison im runden oder sechseckigen Furnierstreifenrahmen, und ausdrücklich ohne Patent- und Markenschutz.

  • Danke, das werde ich machen.

    Varroa und Einfüttern war ja alles gut, da ich kein einziges Volk über den Winter verloren habe.

    Werde auf jeden Fall in ca. 3 Wochen nochmal berichten. ;)

  • Vielleicht auch mehr Völker einwintern und im Frühjahr erst vereinigen. Die Tracht startet immer früher und die Völker sind oft noch nicht soweit.

    Das ist eine gute Idee!

    Anfängerin 2019, Warré-Beuten, „klassische Magazinbetriebsweise“ mit Absperrgitter im Naturbau, aktuell 12 Völker

  • Vielleicht auch mehr Völker einwintern und im Frühjahr erst vereinigen. Die Tracht startet immer früher und die Völker sind oft noch nicht soweit.

    Das ist eine gute Idee!

    Aber keine gute Idee ist es, von den eher schwachen Völkern noch 1-2 Brutwaben und/oder Bienenmaterial zu entnehmen um mehr Völker einwintern zu können!

    Diese müssen jetzt in Ruhe wachsen und erstarken, damit sie richtig stark in den Winter kommen. Brutwaben für Ableger sollten nur von überstarken Völkern entnommen werden.


    Helfen kann auch: Die Königinnen durch leistungsstarke junge Königinnen ersetzen. -> Und diese spätestens alle 3 Jahre wieder ersetzen, besser alle 1-2 Jahre, so bleiben die Völker stark und verlieren die Sammlerinnen weniger durch Schwärme.


    Ich sehe oft, dass dem Imker die 2-3 jährigen Königinnen reuen und ihnen immer wieder ein weiteres Jahr geschenkt werden, weil sie ja mal so gut waren. Er akzeptiert nicht, dass die Leistung nach 2-3 Jahren (zum Teil stark) nachlässt.

    (Langjähriger Imker / Langjähriger Anfänger)


    Der Theoretiker hat das Wissen, aber es funktioniert nicht!

    Beim Praktiker funktioniert es, aber er weiss nicht warum!

    Und ich weiss nicht warum, aber es funktioniert nicht!

  • die Leistung der Weiseln geht bereits im 2.Jahr zurück, dafür nimmt die Vermehrungsbereitschaft- Schwärmen - zu. Die Erneuerungsrate sollte also bei ca 50% liegen.

    Wenn man aus begatteten Weisel und den HR-Bienen der letzten Tracht noch ein paar Kunstschwärme macht, gammeln nicht soviele Bienen im Spätsommer in den Bienenbärten rum, sondern bauen noch ein neues Volk auf.

    Auch die Brutwaben und Bienen von 2-3 Begattungskästchen ergeben im August noch einen 4-5W-Ableger, die gut mit dem Nachstecken von FuWa bzw Futterteig über den Winter kommen.