Preise, mal wieder

  • Der Preis hängt doch auch von der Gebindegröße ab oder nicht?

    1. Beispiel:

    Ein Imkerkollege bat mich ihm mehrere Hobocks a 25 kg Honig zu verkaufen. Er hätte sich verkleinert (Völkerzahl) und nicht mehr genügend, um seine Kundschaft zu bedienen.

    Ich bot ihm Honig zum Preis von 8€ in DIB-Qualität an. Abgeschäumt und durch Feinsieb war schon erledigt. Also fertig zum Abfüllen.

    Die Antwort des Kollegen: Nein das ist viel zu teuer, er verkaufe das Glas für 6€ und da bleibt ihm ja nicht mehr viel.

    Meiner Meinung nach soll er sich wieder vergrößern und mehr Völker bewirtschaften oder den Preis zahlen.

    2. Beispiel:

    Ein Hofladenbesitzer rief an und wollte regelmäßig 12 Gläser zum Wiederverkauf erwerben.

    Er war nicht bereit 5,50€ für ein 500g Glas zu zahlen. Ein Imkerkollege bietet das Glas für 4€ an.

    Der Imkerkollege mit einem Preis von 4€ legt einfach nur drauf. Er muss ja genau wie alle anderen Gläser, Etiketten, Werkzeug, Strom, Fahrkosten u.s.w aufbringen.

    Eigener Stundenlohn rechne ich gar nicht mal mit. Mal sehen wie lange der Imkerkollege noch Freude an seiner Tätigkeit hat.


    Der Markt bestimmt den Preis.

    Geht der Honigpreis allgemein in die Höhe, wie eben andere Produkte auch, bleibt dem Kunden gar keine andere Wahl als diesen zu dulden, wenn er eben Honig essen möchte.

  • Viel. Sie beantwortet die fRage ob ersmalig so viel Honig vorhanden ist, oder regelmäßig. Und sagt damit auch einiges über die Erfahrungswerte bzgl. der Preisfindung aus. Einmal recht viel Honig im Markt unterzubringen ist das eine, das aber dauerhaft zu tun ist eine ganz andere Hausnummer.

    Wer verdient zum Schluss mehr?

    Ein Imker hat 70 Völker und vermarktet seinen Honig um 4€ das Glas. Jede Menge Aufwand und Betriebskosten.

    Ein anderer Imker hat 30 Völker und verkauft das Glas für 8€.

    Was glaubt Ihr?

  • Kommt drauf an was der Vertrieb für 30 Völker, bzw. 8 €/Glas kostet….

    Beim spitzen Bleistift dann hier bitte auch nicht den Stundenlohn vergessen. Bei mir ist der hier übrigens höher, weil ich Marketing nicht so gern mache wie Imkern, sonst hätte ich den Marketing-Simulator 3000 installiert, statt Bienenkisten zu kaufen ;)

  • Viel. Sie beantwortet die fRage ob ersmalig so viel Honig vorhanden ist, oder regelmäßig. Und sagt damit auch einiges über die Erfahrungswerte bzgl. der Preisfindung aus. Einmal recht viel Honig im Markt unterzubringen ist das eine, das aber dauerhaft zu tun ist eine ganz andere Hausnummer.

    Wer verdient zum Schluss mehr?

    Ein Imker hat 70 Völker und vermarktet seinen Honig um 4€ das Glas. Jede Menge Aufwand und Betriebskosten.

    Ein anderer Imker hat 30 Völker und verkauft das Glas für 8€.

    Was glaubt Ihr?

    Der mit den besser geführten Völkern…

  • Wer verdient zum Schluss mehr?

    Ein Imker hat 70 Völker und vermarktet seinen Honig um 4€ das Glas. Jede Menge Aufwand und Betriebskosten.

    Ein anderer Imker hat 30 Völker und verkauft das Glas für 8€.

    Was glaubt Ihr?

    Wenn man das ganze nur "Hobbymäßig" macht und deswegen Sprit- oder andere Energiekosten, Auffüttern, Varroabehandlung etc. vernachlässigt verdient der mit 70 Völkern mehr...


    Wenn man das Mal betriebswirtschaftlich betrachtet, kostet das Glas dann etwas mehr...

  • Vergleichen mit Supermarkthonig möchten wir uns doch wirklich nicht.

    Wir vielleicht nicht.

    Du hast meine Frage nicht beantwortet.

    Ein anderer Imker hat 30 Völker und verkauft das Glas für 8€.

    Bist du ein solcher Imker, der Honig von 30 Völkern für 8 Euro pro Glas verkauft? Den Preis von 8 Euro pro Kilo will man dir nicht bezahlen, aber 15 Euro pro Kilo geht?

    wenn er eben Honig essen möchte.

    Wenn er eben diesen Honig essen möchte.

    Auswahl an Honig gibt es reichlich. Marmelade ist auch lecker. Sogar Wurst oder Käse sind Konkurenz zum Honig aufs Brötchen und im Tee tut es auch der Kristallzucker. Nicht jeder Honigkäufer ist bereit jeden Preis für den Honig zu bezahlen. Warum ist der Anteil am Honigkonsum in Deutschland wohl nur ca. 20 -25 % aus deutscher Produktion? Weil er so schlecht ist?

    Jeder hat seine eigene Preisgrenze, bei der er nicht mehr bereit ist, den Honig zu kaufen. Diese Grenzen liegen bei vielen Konsumenten recht tief.

    "Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen und vor sich hin zu schauen.“ Pippi Langstrumpf

  • Wir hatten am letzten Wochenende eine nette Dame - welche im Vorstand des Kreisverbandes sitzt - die auf einem großen Bauernmarkt bei Bremen das Glas zu 500 Gramm für 4,50 Euro verkauft hat. Im Angebot hatte sie Raps, Frühtracht, Sommertracht und Wald - alles den gleichen Preis. Auf unsere leicht verärgerte Frage - warum soooo günstig - meinte sie, sie will und muss verkaufen, dass Lager wäre voll und vielleicht hebt sie kommendes Jahr 50 Cent an......

  • Wir hatten am letzten Wochenende eine nette Dame - welche im Vorstand des Kreisverbandes sitzt - die auf einem großen Bauernmarkt bei Bremen das Glas zu 500 Gramm für 4,50 Euro verkauft hat. Im Angebot hatte sie Raps, Frühtracht, Sommertracht und Wald - alles den gleichen Preis. Auf unsere leicht verärgerte Frage - warum soooo günstig - meinte sie, sie will und muss verkaufen, dass Lager wäre voll und vielleicht hebt sie kommendes Jahr 50 Cent an......

    Der Frau ist zu helfen, wenn die Qualität stimmt. Eimerweise aufkaufen…

  • Viel. Sie beantwortet die fRage ob ersmalig so viel Honig vorhanden ist, oder regelmäßig. Und sagt damit auch einiges über die Erfahrungswerte bzgl. der Preisfindung aus. Einmal recht viel Honig im Markt unterzubringen ist das eine, das aber dauerhaft zu tun ist eine ganz andere Hausnummer.

    Wer verdient zum Schluss mehr?

    Ein Imker hat 70 Völker und vermarktet seinen Honig um 4€ das Glas. Jede Menge Aufwand und Betriebskosten.

    Ein anderer Imker hat 30 Völker und verkauft das Glas für 8€.

    Was glaubt Ihr?

    Ich glaube:


    Wer verdienen will, der soll alles machen, nur nichts mit Bienen. Imker sind die Friseure unter den Landwirten.

  • Dann will sie aber plötzlich mindestens 6€ pro Kilo.

    Ja ist doch auch richtig so und wird ja allgemein von vielen hier verlangt, höhere Preise zu nehmen. Wenn sie keinen Vorteil davon hat, warum soll sie etwas ändern? Das sind doch schon 2 Euro weniger Einnahmen pro Kilo. Wenn sie viel auf dem Markt umsetzt, sind 2 Euro weniger Einnahmen schon viel. Steht sie sich da hauptsächlich die Beine in den Bauch, wären die 6 Euro auch für sie ein gutes Geschäft. Darunter? Vielleicht nicht. Keiner von uns kennt die Beweggründe für die Preisgestaltung anderer Imker. Es gibt aber welche. Nicht selten gut überlegte.

    "Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen und vor sich hin zu schauen.“ Pippi Langstrumpf