Preise, mal wieder

  • Mt dem richtigen Etikett eine andere Kundengruppe (mir fehlt gerade das richtige Wort) ansprechen. Wenn der Wassergehalt stimmt hält der Honig lange, bleib bei deinem Preis. Mit den richtigen Argumenten deinen Preis durchsetzen wird auf Dauer besser sein als niedrig zu beginnen und andauernd an der Schraube zu drehen.

    Ich begann auch gleich mit einem Euro mehr (500g) als mein direkter Nachbar, hab ein anderes Etikett gehe damit auf die "Regional Schiene" und kann nicht über Absatz klagen.


    Viel Glück

  • Zudem verkaufen vor allem die 80-Jährigen Imker hier im Ort ihren Honig für 3.50 Euro..

    Und du glaubst ernsthaft, dass jemand, der Honig für 3,50 EUR haben kann, bei dir zwar den Honig für 5 EUR gekauft hätte, aber nicht mehr den für 6 EUR? Meinst du nicht, dass so jemand so oder so nicht dein Kunde ist?


    Leute, ihr könnt nicht die ganze Menschheit als Kunden haben! Ihr müsst EURE Kunden finden und könnt allmählich immer mehr dazu gewinnen und NUR um DIE geht es - die anderen könnt ihr einfach vergessen. Ihr müsst auch nicht so viel Honig wie irgend möglich verkaufen wie ein Händler, sondern ihr müsst nur den Honig verkaufen, den ihr habt. Sobald das erreicht ist, braucht ihr nicht mehr Kunden.

    Und so lange ihr noch nicht so viele Kunden habt, braucht ihr auch noch nicht so viel Honig produzieren, das kostet schließlich auch!


    Erst Honig auf Halde produzieren und dann Kunden suchen ist alles, nur kein Schuh! Umgekehrt wird einer draus:


    Zuerst Kunden finden, dann immer mehr Honig produzieren und wenn ihr permanent im Druck seit, liefern zu müssen, klappt es auch mit den Preisen wie von selbst und ihr werdet irgendwann an den Punkt kommen, dass ihr nicht mehr weiter wachsen wollt, weil Einnahmen hin oder her, aber zu viel Arbeit ist irgendwann einfach zu viel, dann ist der Idealpunkt erreicht und ihr steuert nur noch mit den Preisen, aber nicht mit immer mehr Honig und Aufwand.

    So habe ich es gemacht und so habe ich zwar Stress, aber eben Eustress, nämlich permanent tendenziell mehr Nachfrage als Honig. Ich bin derzeit genau da, wo ich sage, jetzt reichts, mehr will ich nicht mehr machen, es gibt auch noch ein Leben neben den Bienen....

  • Mein Problem ist eher, dass ich bis zu meinem Umzug letztes Jahr immer zu wenig Honig hatte und im März meistens ausverkauft war. Letztes Jahr waren es ca. 600 kg, die ich zum Teil noch im Glas, später im Eimer verkauft habe. Dieses Jahr habe ich jetzt schon 500 kg (da fehlt noch die Linde) geerntet und merke an meiner Buchführung, dass ich seit dem Umzug viel weniger Honig im Glas vekaufe als letztes Jahr.

    Ich versuche jetzt aktiv auf kleine Läden zuzugehen, irgendwie werde ich den Honig schon verkauft bekommen ohne ihn unter Wert zu verschleudern.

  • Mein Problem ist eher, dass ich bis zu meinem Umzug letztes Jahr immer zu wenig Honig hatte und im März meistens ausverkauft war. Letztes Jahr waren es ca. 600 kg, die ich zum Teil noch im Glas, später im Eimer verkauft habe. Dieses Jahr habe ich jetzt schon 500 kg (da fehlt noch die Linde) geerntet und merke an meiner Buchführung, dass ich seit dem Umzug viel weniger Honig im Glas vekaufe als letztes Jahr.

    Ich versuche jetzt aktiv auf kleine Läden zuzugehen, irgendwie werde ich den Honig schon verkauft bekommen ohne ihn unter Wert zu verschleudern.

    Und trotz Umzug die alten Kunden bedienen geht nicht?

  • Sie haben viel eingetragen, er wurde auch geerntet. Und er wurde auch (erstmalig) verkauft. Vorher hatte ich keine Kunden, jetzt, ja! Die Sommerernte kommt noch. Da wird sich zeigen, hat der verkaufte Honig überzeugt?

    Das aber alles in bescheidenem Umfang.

    Aber erst Honig, dann Kundschaft.

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • Hallo Erik, ich würde eher mal überlegen ob es sinnvoll ist, dass jedes Jahr im März alles ausverkauft ist. Nutze doch die geänderte Situation um Dir Stressfrei ein paar Honig Rücklagen aufzubauen. Denn ein Stammkunde der Dir treu ist, hat es verdient dass er nicht jedes Jahr woanders hin muss um seinen geliebten Honig zu bekommen. Das wäre eigentlich die Aufgabe des Imkers ihn da nicht jedes Jahr wieder in Gewissensnöte zu bringen, ob er jetzt aus treue lieber keinen Honig kauft, oder wohin dann zum einkaufen.

    Am neuen Arbeitsort wird sich der Honigabsatz auch wieder entwickeln, dann ist gut wenn man sicher liefern kann, damit die neuen Kunden auch bleiben.

  • Beitrag von Kathrin ()

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  • Beitrag von Kathrin ()

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  • Beitrag von Kathrin ()

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  • Ich habe mich dieses Jahr auch entschlossen meinen Preis für das 500g Glas von 5 Euro auf 6 Euro hochzusetzen. Überredet dazu haben mich hauptsächlich meine Mutter und meine Schwester, als ich erzählt habe, wie viel teurer alles in der Imkerei geworden ist.

    Seit dem schwanke ich etwas zwischen Resignation und Euphorie. Zwar wird meine Preiserhöhung von vielen Kunden sogar wohlwollend akzeptiert, meist mit den Worten "Alles wird ja grad teurer 🤷‍♂️, da ist das nur verständlich"

    Allerdings ist meine Produktion stark gestiegen und mein Absatz durch Arbeitgeberwechsel und Umzug stark gesunken.

    Zudem verkaufen vor allem die 80-Jährigen Imker hier im Ort ihren Honig für 3.50 Euro..

    Glaube ich fahr mal nach Görlitz Honig verkosten und aufkaufen.


    Du hast es aber auch schwer. Ist Görlitz nicht die Seniorenhochburg/Rentnerparadies schlechthin in Deutschland? Demnach vermutlich auf mehr ältere Imker die ggf verramschen

  • Du hast es aber auch schwer. Ist Görlitz nicht die Seniorenhochburg/Rentnerparadies schlechthin in Deutschland? Demnach vermutlich auf mehr ältere Imker die ggf verramschen

    Ja Rentnerparadies trifft es gut. Obwohl ich das Gefühl habe, vor 10 Jahren war es hier schon mal schlimmer.

    Ist auch einer der Gründe, warum ich hier in keinem lokalen Verein bin. Ich war einmal bei einer Vereinssitzung zum Kennenlernen. Ich wäre wirklich nicht überrascht gewesen, wenn ein Pflegedienst während der Veranstaltung gekommen wäre.

    Allerdings soll das inzwischen auch etwas besser geworden sein. Altersdurchschnitt ist trotzdem noch Ü60.