Preise, mal wieder

  • Die Hälfte davon wär auch schön! ^^

    Dann aber auch bei Wurst und Gemüse....

    Immer noch schön?

    Natürlich nur bei dem, was ich verkaufen kann. Nicht bei dem, was ich kaufen muss... ;)


    Nein, alles klar.


    Wir dürfen uns hier nicht beschweren.

    Und das mach ich auch nicht.

  • Die schweizer Honigpreise werden auch von der Marktknappheit mitbestimmt, da durch knappe Ernten fast nie genug Honig zu haben ist. Der grösste Wiederverkäufer hat letztes Jahr den Einkaufspreis von Chf 17 auf 21.-/kg hochgesetzt, im Supermarkt gings jetzt auf knapp 17.-/500g hoch. Bringt uns Imker nur nicht viel, da in schlechten Rapsjahren und ohne Wald durch die Agrarwüste nicht viel zu holen ist. Linden und Kastanien gibts auch nur regional genug für eine Tracht.

  • Ist das ein Vegan-V auf dem Preisschild? :whistling:

    Korrekt und damit falsch deklariert. In der Veganerszene gibt es aber ne Argumentation warum Honig vegan sei. Die Argumentation ist aber sehr sehr dünn

    Warum denn?

    Meine Kaninchen sind als Braten auch vegan, Ich habe in die Box nur Möhren, Getreidebruch und Gras rein gemacht. Das muss vegan sein. 🤷🏻‍♂️😉

  • Ich habe mich dieses Jahr auch entschlossen meinen Preis für das 500g Glas von 5 Euro auf 6 Euro hochzusetzen. Überredet dazu haben mich hauptsächlich meine Mutter und meine Schwester, als ich erzählt habe, wie viel teurer alles in der Imkerei geworden ist.

    Seit dem schwanke ich etwas zwischen Resignation und Euphorie. Zwar wird meine Preiserhöhung von vielen Kunden sogar wohlwollend akzeptiert, meist mit den Worten "Alles wird ja grad teurer 🤷‍♂️, da ist das nur verständlich"

    Allerdings ist meine Produktion stark gestiegen und mein Absatz durch Arbeitgeberwechsel und Umzug stark gesunken.

    Zudem verkaufen vor allem die 80-Jährigen Imker hier im Ort ihren Honig für 3.50 Euro..

  • Mt dem richtigen Etikett eine andere Kundengruppe (mir fehlt gerade das richtige Wort) ansprechen. Wenn der Wassergehalt stimmt hält der Honig lange, bleib bei deinem Preis. Mit den richtigen Argumenten deinen Preis durchsetzen wird auf Dauer besser sein als niedrig zu beginnen und andauernd an der Schraube zu drehen.

    Ich begann auch gleich mit einem Euro mehr (500g) als mein direkter Nachbar, hab ein anderes Etikett gehe damit auf die "Regional Schiene" und kann nicht über Absatz klagen.


    Viel Glück

  • Zudem verkaufen vor allem die 80-Jährigen Imker hier im Ort ihren Honig für 3.50 Euro..

    Und du glaubst ernsthaft, dass jemand, der Honig für 3,50 EUR haben kann, bei dir zwar den Honig für 5 EUR gekauft hätte, aber nicht mehr den für 6 EUR? Meinst du nicht, dass so jemand so oder so nicht dein Kunde ist?


    Leute, ihr könnt nicht die ganze Menschheit als Kunden haben! Ihr müsst EURE Kunden finden und könnt allmählich immer mehr dazu gewinnen und NUR um DIE geht es - die anderen könnt ihr einfach vergessen. Ihr müsst auch nicht so viel Honig wie irgend möglich verkaufen wie ein Händler, sondern ihr müsst nur den Honig verkaufen, den ihr habt. Sobald das erreicht ist, braucht ihr nicht mehr Kunden.

    Und so lange ihr noch nicht so viele Kunden habt, braucht ihr auch noch nicht so viel Honig produzieren, das kostet schließlich auch!


    Erst Honig auf Halde produzieren und dann Kunden suchen ist alles, nur kein Schuh! Umgekehrt wird einer draus:


    Zuerst Kunden finden, dann immer mehr Honig produzieren und wenn ihr permanent im Druck seit, liefern zu müssen, klappt es auch mit den Preisen wie von selbst und ihr werdet irgendwann an den Punkt kommen, dass ihr nicht mehr weiter wachsen wollt, weil Einnahmen hin oder her, aber zu viel Arbeit ist irgendwann einfach zu viel, dann ist der Idealpunkt erreicht und ihr steuert nur noch mit den Preisen, aber nicht mit immer mehr Honig und Aufwand.

    So habe ich es gemacht und so habe ich zwar Stress, aber eben Eustress, nämlich permanent tendenziell mehr Nachfrage als Honig. Ich bin derzeit genau da, wo ich sage, jetzt reichts, mehr will ich nicht mehr machen, es gibt auch noch ein Leben neben den Bienen....

  • Mein Problem ist eher, dass ich bis zu meinem Umzug letztes Jahr immer zu wenig Honig hatte und im März meistens ausverkauft war. Letztes Jahr waren es ca. 600 kg, die ich zum Teil noch im Glas, später im Eimer verkauft habe. Dieses Jahr habe ich jetzt schon 500 kg (da fehlt noch die Linde) geerntet und merke an meiner Buchführung, dass ich seit dem Umzug viel weniger Honig im Glas vekaufe als letztes Jahr.

    Ich versuche jetzt aktiv auf kleine Läden zuzugehen, irgendwie werde ich den Honig schon verkauft bekommen ohne ihn unter Wert zu verschleudern.