Nachbarwaben werden zu dick bei d. Drohnenwabenentnahme

  • Hallo,


    mir ist aufgefallen, daß die angrenzenden Waben nach der 2. und 3. und 4- Drohnenrahmenentnahme eine Überbreite bekammen, so, daß ich die Drohnenwabe fast kaum noch raus und wieder leer reinbekommen habe, ohne gleich 2-3 weitere Waben ziehen zu müssen.


    Kann ich das vermeiden, indem ich die Nachbarwaben der Drohnenwabe ihrerseite mit ihrem Nachbarn tausche ?


    mit Gruß

  • Hallo Jungimker,


    erstmal noch ein paar Fragen an Dich !?
    Mit welcher Beute imkerst Du ?
    Wo hast Du den Drohmenrahmen eingesetzt ? (z.B. obere Zarge, mitte, außen, 2 Drohnenrahmen,...?)


    Grundsätzlich würde ich sagen, bauen die Bienen nach der ausgeschnittenen Drohnenwabe die angrenzenden Waben, wegen des kurzzeitig vorhandenen Leerraumes zu Dickwaben aus.
    Dies geschieht aber eigentlich nur bei (angrenzenden) Futterwaben.
    Der Drohnenrahmen sollte nach neueren Erkenntnissen möglichst im Brutraumzentrum hängen. Wegen den vorhandenen Brutwaben verringert sich auch die Gefahr des Dickwabenbaus.
    Man kann aber auch den Drohnenrahmen entnehmen, (24 Std. tieffrieren), entdeckeln, Maden ausklopfen, und Drohnenrahmen wieder einhängen, ggf. in Rotation mit anderen Drohnenrahmen.


    Gruß
    Matthias

  • Hallo Jungimker,
    Hallo Matthias,


    schaut euch doch mal eine gedeckelte Drohnenwabe an. Dies ist im Vergleich zu einer gedeckelten Arbeiterinnenbrutwabe eine regelrechte "Dickwabe".
    Durch die Dicke stimmt für die Bienen der Abstand zur Nachbarwabe nicht mehr. Diesen gleichen sie dadurch aus, indem sie die Nachbarwabe solange abnagen, bis sie wieder durch die Wabengassen passen.
    Entweder man läßt beim Einhängen der Drohnenwabe gleich einen etwas größeren Abstand zu den Randwaben oder benutzt sog. "Drohnenrähmchen", deren Schenkel um einiges dicker sind, so dass die Bienen Platz genug haben, um wieder zwischen den Waben hindurch zu krabbeln.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Sorry Matthias,


    jetzt beim 2. Lesen kommts mir auch so vor.
    Allerdings ist mir das noch nie unter gekommen.
    Vielleicht kannst du das ja mal präzisieren, Jungimker.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo Mitteinander.


    Früher, als ich selbst noch ein "Jungimker" war, fand ich es leicht die Drohnen zu entnehmen. :oops: Die Bücher, Imkerzeitungen, die Bieneninstitute - fast alle bejahten doch diese Methode.
    Jetz aber tue ich es nicht mehr. Bienen sind eben nicht Sachen, wie das Recht behauptet. Es sind Lebewesen. Mindestens für mich.


    Johann

  • Hallo Johann,


    tja wenn die Varroa nicht wär. :roll: 
    Wie kommst Du zurecht, bzw. wie behandelst Du ?
    Bei "nicht-nachzüchtungswürdigen" Völker (z.B. Stecher, o.ä.) fände ich das Drohnenbrutschneiden positiv.


    Gruß
    Matthias

  • Matthias Bauer schrieb:

    Wie kommst Du zurecht, bzw. wie behandelst Du ?


    Einfach mit der Ameisensäure.
    Beginn: 15. August
    Behandlung von oben nach dem Zeitschema:


    (4 Tage AS-Verdunstung + 6 Tage Pause) + (4 Tage AS + 6 Tage Pause) + 4 Tage AS = 24 Tage.


    Verdunstungsrate: 15 g / 24 Std. (max 20g / 24Std.)
    Temperatur am Verdunster: max 26º C


    Mfg
    Johann

  • Matthias Bauer schrieb:

    Wie kommst Du zurecht, bzw. wie behandelst Du ?


    Einfach mit der Ameisensäure.
    Beginn: 15. August
    Behandlung von oben nach dem Zeitschema:


    (4 Tage AS-Verdunstung + 6 Tage Pause) + (4 Tage AS + 6 Tage Pause) + 4 Tage AS = 24 Tage.


    Verdunstungsrate: 15 g / 24 Std. (max 20g / 24Std.)
    Temperatur am Verdunster: max 26º C


    Mfg
    Johann

  • Hallo Matthias,


    hier also noch genauere Info´s dazu:
    DN-Segeberger
    gleichzeitig, aber zeitlich versetzt 2 DR im oberen BR
    Platzierung als 2. oder 3. Waben von außen


    Die Nachbarwaben nach innen sind Brutwaben;
    die Wabe nach außen noch teilweise.



    --> Ja ich hatte es auch so gemeint, daß die jeweils li. u. re. angrenzenden Waben dann jeweils immer dicker wurden, so, daß ich das DR nicht mehr von oben einschieben konnte, sondern erst die mind. noch eine Nachbarwabe rausnehmen mußte, um das DR rein stellen zu können.



    m.Gruß

  • Hallo Miteinander,


    das eingangs beschriebene Problem habe ich auch zur Zeit beim Baurahmen unter dem Honigraum. Die Futterkränze der benachbarten Brutwaben werden derart tief in den ausgeschnittenen Drohnenrahmen hinein ausgezogen, dass der Drohnenwabenbau im Grunde nur noch mittig an seinem Rähmchenoberträger befestigt ist, weil in die beiden Ecken die Futterkranzblasen der Nachbarwaben hineinragen. Ein vorsichtiges Abtragen der insgesammt 4 Auswüchse bringt leider gar nichts, weil dann einfach wieder in der gleichen Manier weitergebaut wird, statt dass die Bienen den Nektar/Honig in den direkt darüber liegenden Honigraum schaffen.


    Grüsse von
    Benjamin

  • Da gibt es eine einfache Lösung, lass den DR von Anfang an dort wo er ist. Jedes Mal wenn Du den entnimmst dauert es eine Weile, bis der wieder ausgebaut wird.


    Wenn Tracht herrscht geht es für die Bienen Schneller die Futterkränze in den leeren Raum zu erweitern als den Rahmen auszubauen.


    Wie gesagt, schneide den DR nicht aus und Dein Problem ist keines mehr.