Wie viel Wabenbruch habt ihr beim Schleudern? / Weniger Wabenbruch mit der Radialschleuder?

  • ich habe letztes Wochenende meine neue 24/12 Radialschleuder von Logar in Betrieb genommen und damit 16 Honigräume Zander und 4 Honigräume Zander 2/3 mit je 9 Waben geschleudert.


    Dabei hatte ich bei den Zanderwaben ca. 10 - 12 Waben die es mir in der Schleuder komplett zerlegt hat. Bei den 2/3 Waben keine einzige.

    Ist das ein guter Schnitt oder eher nicht? Für mich ist es gegenüber meiner Tangential-Handkurbel recht gut, da dort fast jede zweite Wabe gerissen ist.

    ich habe die gleiche Schleuder jetzt im Einsatz. Geschleudert wird Dadant HR und DNM1.0

    Die Schleuder ist echt super einfach zu programmieren. Ein dickes Lob an Logar.


    Ich hatte keinen Wabenbruch.

    Meine Zeiten :

    Dadant HR

    0.45 min x 35%

    2.15 min x -45%

    1.00 min x 60%

    1.00 min x -75%

    1.00 min x 87%

    4.30 min x -99%

    4.30 min x 99%


    Dadant Naturbau und DNM

    0.45 min x 30%

    2.00 min x -40%

    1.30 min x 50%

    1.30 min x -65%

    4.30 min x 80%

    4.30 min x -80%

    Habe die leeren Waben dann auch nochmal im manuell Modus bei 99% fahren lassen.

    Thx an Immenlos:thumbup:

    Schnell steigern, lange ausschleudern.


    Nebenbei, bei komischen Geräuschen, die auf Wabenbruch hinweisen -> Deckel auf. Nicht Stop. Dann kann man das angefangene Programm fertig laufen lassen.


    Bei meiner Tangential hatte ich mehr Bruch. Denke das liegt an zwei Faktoren

    1. Hoffmannseitenteile
    2. Zu kräftiges anschleudern der ersten Seite

    Steingarten ist Keingarten
    Für alle die, die kein Imker sind: gemeint ist Schottergarten, reimt sich aber nicht so prickelnd...

  • Wenn man beim Auto aufhört zu beschleunigen, geht auch die Kraft weg, die einen in den Sitz drückt. Genauso ist es mit dem Honig im Kreis, wenn man aufhört die Drehzahl zu erhöhen. Dann bleibt nur noch die Zentrifugalkraft, die wirkt auch noch, wenn man nicht mehr beschleunigt und die wirkt von Innen in gerader Linie nach Außen, auf beiden Seiten der Wabe. Deshalb stellt man die Waben auch mit dem Oberträger nach Außen.

  • Wenn man beim Auto aufhört zu beschleunigen, geht auch die Kraft weg, die einen in den Sitz drückt. Genauso ist es mit dem Honig im Kreis, wenn man aufhört die Drehzahl zu erhöhen. Dann bleibt nur noch die Zentrifugalkraft, die wirkt auch noch, wenn man nicht mehr beschleunigt und die wirkt von Innen in gerader Linie nach Außen, auf beiden Seiten der Wabe. Deshalb stellt man die Waben auch mit dem Oberträger nach Außen.

    Das kannste aber nicht so gut mit dem Auto vergleichen oder?

    die Beschleunigung bei der Schleuder greift ja tangential an, die Zentrifugalkraft radial.

    Das bedeutet allerdings, dass nicht zentral ausgebaute Waben schneller brechen und erklärt bei meinen Zanderwaben auch ein bisschen was 😅

  • Das kannste aber nicht so gut mit dem Auto vergleichen oder?

    Doch. Es gibt bei der Schleuder zwei Kräfte. Die Tangentialkraft und die Radialkraft. Letztere wird auch Fliehkraft oder Zentrifugalkraft genannt.

    Die Tangentialkraft kann man mit der Kraft im Auto vergleichen. Sie ist nur da, wenn das Ding beschleunigt. Also wenn die Schleuder von sagen wir 100 auf 200 U/min hoch dreht. Sobald die 200 erreicht wurden und sich nicht mehr ändern, ist die Tangentialkraft weg. Die Tangentialkraft wirkt beim Honig dem Herausfliegen entgegen, weil sie ihn in die Wabe presst und sie kann ihn auch durch die Wabe drücken, wenn man zu stark und lang beschleunigt.

    Die Radialkraft ist ständig da, auch wenn die Schleuder nicht schneller wird.

  • Wir haben letzte Woche 19 Zargen Zander 1/1 in einer Lyson 80cm Radialschleuder geschleudert, dabei gingen drei Rähmchen zu Bruch:
    Ein altes mit sehr schmalem Oberträger ist bei 80% Drehzahl spektakulär laut aus radial- in tangential-Richtung umgeklappt und zerrissen, das konnte es nur weil die Schleuder nicht voll beladen war.
    Bei zwei Rähmchen hat sich die Wabe am Unterträger gelöst und die Zellen am Oberträger zusammengeschoben, bei beiden wurde die Drehzahl zu zügig hochgefahren.

    Nachdem wir die Drehzahl langsamer gesteigert hatten, ist nix mehr gebrochen.

  • Die Tangentialkraft wirkt beim Honig dem Herausfliegen entgegen, weil sie ihn in die Wabe presst und sie kann ihn auch durch die Wabe drücken, wenn man zu stark und lang beschleunigt.

    An den Punkte hatte ich nicht gedacht, danke :).
    Das heißt ja aber gleichzeitig auch, dass die Seite, welche der Drehrichtung abgewandt ist schneller leer wird.

  • Die Tangentialkraft wirkt beim Honig dem Herausfliegen entgegen, weil sie ihn in die Wabe presst und sie kann ihn auch durch die Wabe drücken, wenn man zu stark und lang beschleunigt.

    An den Punkte hatte ich nicht gedacht, danke :).
    Das heißt ja aber gleichzeitig auch, dass die Seite, welche der Drehrichtung abgewandt ist schneller leer wird.

    Genau. Dieser Honig fliegt dann aber nicht an den Kessel, sondern auf die Wabe dahinter. Und dort werden sie wieder an die Wabe gepresst, fliegen dann in der Zeit der konstanten Drehzahl aber schneller zum Kessel, weil mehr Masse dort ist. 😉

    Die Beschleunigungszeiten sind im Vergleich zu den Zeiten mit konstanter Drehzahl so kurz, dass sich dieser Effekt so oder so nicht auswirken wird.

  • ich habe letzten Freitag wieder geschleudert. Ergebnis diesesmal - keine einzige Wabe gebrochen, weder Zander noch Zander 2/3 :)

    Was ich anders gemscht habe: Es passen auch 24 Ganzwaben in die Schleuder 😁 Damit habe ich noch langsamer hochdrehen können, da ich mehr entdeckeln musste und konnte sogar bis zu maximal Drehzahl gehen.

    Die Waben waren gefühlt etwas trockener als mit meiner alten Handkurbel.