• Hallo Zusammen,


    Ich habe vor, nächstes Jahr meine Völker ausschliesslich mit Apiguard gegen die Varotose (neues Wort für Varoatose, wie ich aus Gesprächen mit Veterinären gelernt habe) zu behandeln.
    Hat jemand von euch dies heuer schon getan?
    Hat jemand Erfahrung mit diesem Produkt?
    Laut Vertriebsfirma liegt die Erfolgsquote bei 93% bie einer Behandlungsdauer von 5-6Wochen.
    Wartezeiten für Honig: keine.
    Schreibt mir eure Erfahrungen.


    Homepage der Vertiebsfirma: www.submedvet.de
    Übrigens, das Mittel ist jetzt noch verschreibungspflichtig, soll sich aber nächstes Jahr ändern.
    Kosten /Volk und Behandlung ca. 5€ (wird aber mit 50% bezuschusst)


    bis denn
    Andreas

  • Hallo Andreas, wer bitte bezuschußt ein Mittel gegen Varroose das nicht zugelassen ist ? Viele Grüße Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Halllo zusammen,


    Apiguard ist seit ca. einem Jahr zugelassen.


    Ausschliesslich würde ich Apiguard auf keinen Fall einsetzen, da ist der Behandlungszeitraum zu eingeschränkt ist. Eigentlich eignet es sich nur nach dem Abschleudern, für die Winterbehandlung ist es ungeeignet, denn die Durchschnittstemperatur sollte 15° betragen.


    Gerhard

  • Hallo,
    kleine Anmerkung am Rande - auch wenn es vielleicht als oberlehrerhaft ausgelegt werden kann: früher hieß es Varroatose und jetzt Varroose.
    Einen schönen Gruß von Pit

    Imkeranfänger 1973, nach 3 Jahren wegen Schul- und Berufsausbildung Aufgabe des Hobbys, 1996 Wiedereinstieg, zwischen 15 und 25 Völker, Landrasse auf Hohenheimer Einfachbeute im Selbstbau, AS auf Schwammtuch und Tropfflasche.

  • Hallo Gerhard W.
    Du schreibst, das Mittel wäre seit einem Jahr zugelassen.
    Ist das Mittel aus Frankreich? Die franz. Imker benutzen die Streifen gleicher Name oder so ähnlich. Werden nach der Schleuderung 6 Wochen während der Fütterung reingehängt. Großer Abfall der Varroa. Völkersterben gleich Null. Ist verschreibungspflichtig und kostet 10 Streifen in einer Packung 18,40 Euro reicht für 5 Völker auf 2 Zargen.
    Wenn dies das gleiche Mittel ist, wo erhält man dies in Deutschland.
    Über eine baldige Antwort würde ich mich sehr freuen.
    Gruß Forelle (Roland)

    Imker im 5. Jahr, Übernahme wegen Krankheit von 7 "bösartigen" Völkern.
    mittlerweile 13 Völker

  • Hallo Roland,


    Apigard ist ein Gel auf Thymolbasis, das in einem Schälchen einfach auf die Rähmchen gelegt wird. Es verbleibt 4 Wochen im Volk (pro Schälchen 2 Wochen). Der Hersteller sitzt nicht in Frankreich sondern in Hampshire GB.
    Ansonsten kannst Du genauere Informationen zu Apiguard im Internet mit der Suchmaschine Deiner Wahl finden. ;)


    Unter www.imker-schwaben.de/oberallgaeu/apiguard_kvi.php ist die Backungsbeilage abgedruckt, so dass Du Dich schon mal vorab informieren kannst. Dort findest Du auch die Adresse des Herstellers und des deutschen Mitvertriebes.


    Gerhard


    PS: Apiguard ist auch von den Öko-Verbänden zugelassen.

  • Hallo zusammen, also ist Apiguard doch nicht offiziell zugelassen. Der Hinweis, von Öko-Verbänden zugelassen, ist noch lange keine Zulassung als Arzneimittel. Auch natürliche Mittel auf Thymolbasis müssen, wenn sie als Heilmittel angewandt werden, ins Bestandbuch eingetragen werden. Bei einer Überprüfung müsst Ihr Euch dann schon eine echt gute Ausrede einfallen lassen. Aber diesen Hinweis habe ich schon beim Thema Oxalsäureverdampfen gebracht. Viele Grüße Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo,


    ich habe nicht geschrieben dass Apiguard nur von den Öko-Verbänden zugelassen ist, sondern dort auch zugelassen ist! Wenn es nicht zugelassen wäre, warum wird es dann vom Amtstierarzt ausgegeben?


    Dass Behandlungen mit A. im Bestandsbuch mit aufgeführt werden müssen ist selbstverständlich.


    Gib doch mal in einer Suchmaschine "Vollzug des Tierseuchengesetzes" ein und Du wirst einige Bekanntmachungen, in denen Apiguard als zugelassenes Mittel aufgeführt ist, finden. Auch in der Broschüre "Varroa unter Kontrolle", die man beim LVBI downloaden kann (850 MB) ist A. als zugelassenes Mittel angegeben.


    Gerhard

  • Hallo Lothar
    Ich bin zwar neu im Forum und will nicht mit der Tür ins Haus fallen, aber ich verfolge schon eine ganze Weile wie du dich gegen die, nicht von den großen Giftmischern (Bayer und Co.) hergestellten Mitteln sträubst.


    Ich hab mal ne Frage so am Rand..... bist du bei so einer Firma beschäftigt und hast angst um deinen Arbeitsplatz oder gar beim Staat der uns all die Vorschriften macht? Vielleicht bist du ein sogenannter verkappter „Hüter des Gesetzes“ oder nur sehr Behörden hörig?


    Ich denke jeder muss es schon selbst wissen welches Mittel für ihn das Beste ist, zugelassen oder nicht zugelassen.
    Bei den vielen Angeboten durch unsere Institute fällt’s einem nicht immer leicht die richtigen Mittel anzuwenden. Man kann halt nur durch eigene Erfahrung und den Rat der Kollegen herausfinden was gut für unsere Bienen ist.


    >>>> Bei einer Überprüfung müsst Ihr Euch dann schon eine echt gute Ausrede einfallen lassen. Aber diesen Hinweis habe ich schon beim Thema Oxalsäureverdampfen gebracht. Viele Grüße Lothar<<<<<


    Lothar mach dir mal keine Gedanken um ungelegte Eier...... wer nicht auf den Mund gefallen ist, wird schon wissen was er zu sagen hat. Ich verdampfe schon seit zwei Jahren die Oxalsäure und das mit dem besten Ergebnis. :lol:


    Gruß Helmut

  • ... kommt mir nicht in die Beute. Das Zeug riecht, da vergeht es mir gleich. Die Anwendung mit dem Gel (hab' eine Produktbeschreibung gelesen) klingt ja einfach; wenn's halt nicht Thymol wär.
    Aber in diesem Fall soll jeder nach seiner Facon selig werden.


    lg, Stefan

  • Helmut schrieb:

    Ich hab mal ne Frage so am Rand..... bist du bei so einer Firma beschäftigt und hast angst um deinen Arbeitsplatz oder gar beim Staat der uns all die Vorschriften macht? Vielleicht bist du ein sogenannter verkappter „Hüter des Gesetzes“ oder nur sehr Behörden hörig?


    So ein Ton in einem ersten Beitrag. Sorry, aber da vergeht einem der Spaß.

  • riecht doch gut, besonders beim Lammbraten!


    Also, ich habe Apiguard in diesem Spätsommer bei 15 Völkern (hauptsächlich Ableger aus diesem JAhr) eingesetzt. Der Milbenabfall war nicht hoch. Also habe ich in der brutfreien Zeit eine Kontrolle per Alkoholwaschmethode gemacht. Das Resultat: zwischen 1 und 9% Milbenbefall, der natürliche Abfall lag unter 0,3 Milben pro Tag. Muss also schon geholfen haben. Der Geruch war nur während der Beahndlung wahrnehmbar. Danach nicht mehr. Wichtig erscheint mit bei der Wirksamkeit, die Möglichkeit des Belaufens zu sein, da dies für die Verteilung des Wirkstoffes ähnlich wichtig ist wie das Verdampfen.


    Die Völker blieben übrigens absolut ruhig. Bei den Temperaturen in diesem Jahr hätte ich ohnehin Schmerzen mit einer AS-Behandlung gehabt. Ich werde Apiguard im nächsten Jahr wieder einsetzen. Jede damit ersetzte Säurebehandlung ist ein Gewinn.

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Hallo Lothar,


    laß' Dich nicht anmachen! Alles was nicht erlaubt ist, ist als Arzneimittel verboten. So ist es und Du hast diesen guten Grundsatz ja auch nicht erfunden.


    Wie würden alle hier diskutieren, wenn es zum Beispiel um Zusätze in Hühnerfutter ginge? Oder um Arzneimittel die wegen ihrer Nebenwirkungen in der Rindermast eingesetzt werden. Daß Arzneimittel einen Genehmigungsprozeß durchlaufen müssen ist schließlich gerade für die Kunden wichtig, die sich eben nicht um die Problematik kümmern können oder wollen. Und ich möchte auch nicht sämtliche Hühnerarzneimittel und ihre Nebenwirkungen kennen und darauf achten welche Behandlung oder Nahrungszusatzmittel die Hühner in meiner Suppe erfahren haben. Ich will mich darauf verlassen, daß es nur erlaubte Substanzen waren. Genau wie der Honigkunde. Schließlich ist der sowenig Imker wie ich Hühnerzüchter.


    Es kann also nicht sein, daß wir zur Selbstjustiz greifen und nicht zugelassene Mittel eben einfach anwenden. Wir dürfen in den Startlöchern stehen und uns auf die nahe Zulassung von OS vorbereiten. Und wir dürfen Druck machen, daß bestimmte Arzneimittel endlich zugelassen und andere ihre Zulassung verlieren werden.


    Und wenn jemand jetzt findet, daß die Gesetze, die die Prüfung und Freigabe von Arzneimitteln regeln schlecht seien, dann soll er bitte auch an Schweinehälften, Hühnereier, Binnenfisch, Milch usw. denken und eben nicht nur an Honig.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Wenn nächstes Jahr das API-Life Var
    zugelassen wird kann man Apiguard
    endlich weglegen.
    Viel zu umständlich und ein etwas niedrigerer Wirkungsgrad von Apiguard.
    Bei Api-Life Var legt man zwei Plättchen
    auf die Rähmchen und fertig. Offener Gitterboden spielt keine Rolle.


    Gruß
    Rainer