Wie jetzt ? Raum geben oder einengen damit sie nicht schwärmen ?

  • Wenn Du Brutwaben aus starken Völkern den Päppelvölkern zuhängst, mit oder ohne ansitzende Bienen?

    Ohne Bienen, dann müssen die Bienen aber schon die Köpfe rausstrecken, also am schlüpfen sein, oder kurz davor. Sonst verkühlt alles.

    Bis bald

    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, xx Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN

  • O. K., wenn man quasi schlüpfende Bienen nimmt, dann beeinflusst das auch das Verhältnus Ammenbienen/Brutzellen im Spendervolk nicht negativ. Das wäre nämlich meine nächste Frage gewesen.

    ;)

  • Hallo Zusammen, in den letzten Jahren bin ich im wesentlichen beim Schieden einen Mittelweg gegangen. Die meisten Völker haben 6 Waben plus Drohnenwabe bekommen. Stärkere eine mehr und schwächere eine Brutwabe weniger. Heute habe zwei Völkern, die schon auf 7 Brutwaben plus Drohenenwabe saßen eine weitere Mittelwand in dem Brutraum gegeben. Die Waben sind fast komplett voll bestiftet. Manche Waben hatten nur winzige Futterecken oder ein bisschen Pollen. In Schwarmstimmung sind die Völker nicht. Sie haben nur Spielnäpfchen. Diese Volker haben auch einen Honigraum mehr eingetragen als die anderen. Heute Abend muss ich Mittelwände einlöten, da die obersten Honigräume fast komplett voll sind. Sie verdeckeln dort schon einige Waben. Die Honigräume hatte ich erst letzte Woche gegeben.

    Ich bin mal gespannt. ob die zusetzliche Mittelwand, die Entwicklung der Völker fördert, oder ob ich Schwarmlust ausgelöst habe oder geringeren Honigertrag dadurch erhalte oder so sogar beides. Bin gespannt. Hier gehen die Meinungen ja auseinander. Die Völker waren so stark, dass ich es erstmal für nötig hielt. Sie hingen im Brutraum durch.

  • Hier sind viele der Völker in Schwarmstimmung. Ob Königin vom letzten Jahr standbegattet, vom vorletzten Jahr inselbegattet oder vom letzten Jahr belegstellenbegattet. Habe nun einige Zwischenbödenableger gemacht und Brutwaben für Ableger entnommen, erste Königinnenserie ist geschlüpft und in Kieler bzw. in Ableger eingeweiselt. Die meisten sind Buckfast. Die besten Carnica von Uwe. Alle Varianten an einem Stand, alle in Schwarmlaune,.. außer Uwes. Die haben den vierten Honigraum drauf, 3 bereits fast komplett voll! Der vierte komplett ausgebaut und bis auf Spielnäpfe nichts. Geführt alle DNM, einzargig. War die letzten Jahre kein Problem. In diesem Jahr scheint es mal wieder egal zu sein… aber es zeigt sich ein Unterschied in Alter und Genetik. Erweiterung hat bei allen früh über mehr Platz im Honigraum erfolgt und auch Pollenwaben wurden bei Bedarf entnommen. Jedes Jahr spannend und wenn die Damen nicht die Koffer packen bleibt bis zum schleudern mehr drin 🙂

  • Für mich sieht das so aus.

    - Königin auf einen Raum begrenzen, doch nicht das Brutnest. Beim eingeengten Betriebsweise mit Schied blockiert die Brut und Pollen das weitere Stiften der Königin.

    In der Theorie erweitert die Königin bei Tracht das Brutnest nach unten, sie wird verdrängt. Bis der Platz ausgenutzt oder die Legeleistung erzielt ist. Beim Einengen hat sie aber keinen Raum.

    Man begrenzt damit aber auch die Volksstärke.

    Die Bienen brauchen aber bei Tracht Raum. Alleine um Nektar zu trocknen, braucht es Raum.


    Du hast also mehrere Möglichkeiten der Schwarmverhinderung.

    Du kannst das Brutnest klein halten, dadurch weniger schlüpfende Bienen, weniger schneller Anstieg der Population. Jedoch Bienen werden dann auch älter, dadurch Verschiebung zu mehr Sammlerinnen. Brutnest mit viel verdeckelter Brut braucht weniger Arbeit und dadurch kommt es zu mehr Honigleistung, wenn genug Honigraum vorhanden ist.


    -Du kannst auch den Bienen Raum nach unten geben. In dem man das Brutnest verlagert, kann die Königin frei stiften und das Volk wird groß. Doch damit muss man umgehen können. Im Grunde sind das zwei Bruträume.


    Dadant auf 6-7 Waben ist nur eine Zarge DNM 1.0. Da ist schon viel begrenzt.

    Die Imker, die Dadant voll nutzen mit 10 bis 12 Waben können die gleichen Probleme bekommen, wie eine zweizargig Betriebsweise. Doch es kommt nur auf den Imker an, ob er die Mittel, die er hat, richtig einsetzt.

  • Beim eingeengten Betriebsweise mit Schied blockiert die Brut und Pollen das weitere Stiften der Königin.

    In der Theorie erweitert die Königin bei Tracht das Brutnest nach unten, sie wird verdrängt. Bis der Platz ausgenutzt oder die Legeleistung erzielt ist. Beim Einengen hat sie aber keinen Raum.

    Dann hätte man aber das Schied falsch geführt. Es ist doch eigentlich ganz einfach: Sind die Waben vor dem Schied fast (!) vollständig bebrütet (Pollen und verdeckeltes Futter zählen nicht mit) erweitert man. Dann begrenzt man niemals die Legeleistung der Königin. Das Konzept heißt ja "angepasster Brutraum," nicht "begrenzter Brutraum".

    Wird auf der gegebenen Mittelwand Nektar angetragen, war der Platz schon wieder zuviel - vorausgesetzt, sie haben genug Platz im Honigraum.


    Die Imker, die Dadant voll nutzen mit 10 bis 12 Waben können die gleichen Probleme bekommen, wie eine zweizargig Betriebsweise.

    Solche Völker muss man erst mal haben, die so viele Waben bebrüten. Und selbst wenn, wäre das genug.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Hm. Die meisten meiner Völker sitzen auf 5 Waben DD, voll bebrütet inkl. Drohnebrut lustig verteilt. Wenige Völker haben in die Futterwabe hinter das Schied gebrütet, die sitzen jetzt auf 6 Waben. Bei 3 -eher schwächeren - Völkern habe ich zu früh erweitert, da sind große Pollenflächen (1/3 der Wabenseite) auf 1-2 Waben im Brutnest, da muss ich jetzt gucken wie ich da eine Brutwabe wieder rausbekomme und die schlüpfenden Bienen behalte (übers ASG hängen vs. hinters Schied?!). Also ich habe irgendwie deutlich weniger Brutwaben als in vielen Beiträgen hier, von den Honigräumen her passt das aber für mich (im Schnitt 3-4 volle DD HR) und der Raps blüht noch etwas... wie viele Honigräume füllen die denn wenn die da unten 10 Waben mit Brut haben? Irgendwie fühle ich mich jedes Jahr wieder als kompletter Anfänger ...

  • da muss ich jetzt gucken wie ich da eine Brutwabe wieder rausbekomme und die schlüpfenden Bienen behalte (übers ASG hängen vs. hinters Schied?!)

    Brut hinterm Schied ist keine gute Idee.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Deshalb heißt das ja angepasster Brutraum. Wenn du nicht über 6 Waben Brut kommst, dann schaffen Deine Kös nicht mehr. Von denen habe ich auch dabei. Den dritten Dadant Honigraum füllen sie trotzdem gerade. Ich hatte ja bereits die Imker gefragt die nicht so eng schieden und von 8 Waben schreiben wo der Unterschied in der Bienenmasse liegt, aber noch keine Antwort erhalten.


    Ich habe die ganze Saison 1-2 Waben hinter dem Schied. Futter für schlechte Zeiten oder als Transferzone in die Honigräume. Somit wären ja auch 8-10 Waben in meinem Brutraum. Nur halt eben die Waben in die sie Honig einlagern können hinter dem Schied. 6-7 Waben mit Brut von Holz zu Holz sind in meiner Theorie genauso viele Bienen wie in 8 Waben mit Pollen und Nektar Stellen.


    Wie sieht’s bei euch 12erDD eigentlich mit dem Wassergehalt aus ? Der soll ja bei schwächeren Völkern eher Richtung 18% gehen.


    Das Bild ist von dieser Woche. Die Honigräume sind auch voller Bienen. Ich für meinen Teil bin damit sehr zufrieden

  • Nur leider verpassen viele Imker, das "Sind die Waben vor dem Schied fast! vollständig bebrütet" gerne und sehen nur die verdeckelte Brut als Brut. Dann wird aus dem angepassten Brutraum (von dem man ja nur annimmt, dass er angepasst ist, wobei man wieder von einer gleichbleibenden Legeleistung der Königin ausgeht, was biologisch nicht passt. ) zu einem begrenzten Brutraum. Der Begriff ist fließend und in einer Woche kann der Raum angepasst sein und in der nächsten Woche ist er begrenzend. Und dann kann er wieder angepasst sein. Da auch die Volksstärke schwankend ist und die Tracht sich auch ständig ändert, gibt es ja Phänomene, wie das Verhonigen des Brutnestes, was auch wieder verschwinden kann.


    Es ist ein laufender Prozess und man kann mit "Einengen" den Schwarmtrieb auch bremsen.

    Das sind alles legitime Mittel. Besser als wenn der Schwarm unbemerkt abgeht und sich an einer ungünstigen Stelle ansiedelt und dann vielleicht verstirbt.

  • 6-7 Waben mit Brut von Holz zu Holz sind in meiner Theorie genauso viele Bienen wie in 8 Waben mit Pollen und Nektar Stellen.

    Das dürfte genau der Unterschied sein, zwischen eng und weniger eng geschiedeten Völkern. 8 Waben sind eben nicht gleich 8 Waben.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Der Begriff ist fließend und in einer Woche kann der Raum angepasst sein und in der nächsten Woche ist er begrenzend.

    Sehr war, aber auch sehr trivial, es geht eben um das ANPASSEN. Das ist eine dynamische Angelegenheit.

    Nur leider verpassen viele Imker, das "Sind die Waben vor dem Schied fast! vollständig bebrütet" gerne und sehen nur die verdeckelte Brut als Brut

    Keine Frage, man kann es auch falsch machen.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Dynamisch anpassen. Das trifft es ganz gut. Wobei man dabei auch aufpassen muss nicht jede Woche panisch umzubauen. Ich persönlich möchte nur ganz wenige Eingriffe haben. Daher interessiert mich das Schwarmmanagement ohne so streng zu schieden schon sehr, bzw. die passende Genetik dazu.